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Merciful
Gelöschter Benutzer
Re: Was bedeutet es für uns, dass die Sünde nicht über uns herrschen kann?
von Merciful am 13.06.2014 13:55Dieser Satz zeigt, dass du nun deiner eigenen bisherigen Meinung, wir seien bereits vollendet, widersprichst.
Bisher meintest du, wir seien bereits vollendet, was doch heißen würde, die Sünde könnte gar nicht mehr über uns herrschen.
Der Satz, dass die Sünde nicht über uns herrschen kann, gilt aber eben nur unter der Voraussetzung, dass wir in Christus sind und aus ihm leben.
Wo wir nicht in Christus sind und nicht aus ihm leben, kann sich die Sünde unserer bemächtigen und uns in ihre Gewalt bringen.
Leider erlebe ich das immer wieder einmal, weswegen ich mich auch nach Vollendung, nach völliger Erlösung sehne.
Merciful
nedeirf
Gelöschter Benutzer
Re: Wahrnehmungsstörungen ???
von nedeirf am 13.06.2014 12:53hallo meine lieben schwestern und brüder in jesus,
vielen herzlichen dank für eure antworten.
danke für die hilfreichen , ermutigten worte
sie haben mich sehr zum nachdenken gebracht.
und ja ich weiß um all das was ihr mir hier schreibt und habe schon soviel ausprobiert.
mir ist beim nachdenken auch aufgefallen wie sehr ich mich selber
doch immmer wieder so unter druck setzte, ich weiß auch nicht ich fühle mich so
getrieben irgendwas hält mich davon ab zur ruhe zu finden.
vielleicht hängt es auch damit zusammen das mein leben immer voll mit action war,
immer druck, stress, kinder usw. ihr wißt wovon ich spreche.
nun ist es aber so das ich seit einem halben jahr ganz allein bin, allein eine wohnung
allein leben ( das kenne ich nicht , war noch nie allein in meinem leben ) und jetzt habe ich soviel
zeit und ruhe und kann sie nicht finden ich meine die ruhe.
auch bedanke ich mich ganz herzlich für die buchempfehlung und für die ratschläge hier.
aber ich werde nicht aufgeben, ich werde es immer wieder versuchen und jesus immer wieder anrufen das er mir hilft
meine ruhe wieder zufinden.
ich wünsche noch einen gesegneten tag meine lieben geschwister
lg nedeirf
marjo
Gelöschter Benutzer
Re: Was bedeutet es für uns, dass die Sünde nicht über uns herrschen kann?
von marjo am 13.06.2014 11:33Hallo Henoch,
Den Wechsel der Herrschaft hatte ich bereits weiter unten angesdeutet:
Wir sprechen hier über eine Causalität: "Weil ein Christ den Herrschafstsbereich gewechselt hat, ist er nicht mehr Sklave der Sünde." Das sich die Menge der Sünde im Leben eines Christen reduziert ist das Resultat aus diesem Zusammenhang, alles andere wäre Werksgerechtigkeit und nicht Gerechtigkeit in Christus.
Du hast schlicht Deinen Fokus anders gelegt und vermutlich auf bestimmte Begriffe in den Beiträgen gewartet. Einen neuen Aspekt hast Du nicht gebracht, was ja auch nicht verwerflich ist.
viele grüße, marjo
Re: Was bedeutet es für uns, dass die Sünde nicht über uns herrschen kann?
von solana am 13.06.2014 11:30Guten Morgen/Mittag
Für mich steckt in dem Satz eine "theoretische" Komponente - die Zusage Gottes, die uns von der Herrschaft der Sünde befreit, in die sich jeder unweigerlich begibt, der sündigt:
Röm 6,16 Wisst ihr nicht: wem ihr euch zu Knechten macht, um ihm zu gehorchen, dessen Knechte seid ihr und müsst ihm gehorsam sein, es sei der Sünde zum Tode oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit?
Jeder, der Sünde tut, hat nicht nur einen "Makel" auf seinen "Heiligenschein" bekommen und wird aufgrunddessen irgenwann einmal verurteilt.
Praktisch heisst das: Er muss in seinem Leben der Sünde "dienen", sie fordert immer meht "Tribut".
Eine kleine Lüge zieht bspw immer weitere Unaufrichtigkeiten nach sich, um den aufgebauten falschen Schein zu wahren und möglichst gut vor anderen Menschen da zu stehen, ja nichts eingestehen müssen, wodurch man "entlarvt" würde und mit jeder Lüge sinkt die Hemmschwelle weiter und man wird immer mehr bereit, faule Kompromisse einzugehen und de eigenen "Ideale" dem eigenen ""Ansehen" zu opfern.
Meinen Kindern hab ich das so erklärt, dass das wie ein Apfel ist, de von innen her verfault.
Wenn es nun heisst:
Röm 6,14 Denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch, weil ihr ja nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.
Dann bedeutet dass für mich "praktisch", dass wir aus diesem "Teufelskreis" ausbrechen können und die Gnade der Vergebung in Anspruch nehmen.
Unserem eigenen Gewissen gegenüber:
1. Joh 3, 19 Daran erkennen wir, dass wir aus der Wahrheit sind, und können unser Herz vor ihm damit zum Schweigen bringen, 20 dass, wenn uns unser Herz verdammt, Gott größer ist als unser Herz und erkennt alle Dinge.
Und dem gegenüber, worauf uns unsere Mitmenschen "festnageln" wollen - indem wir Gottes "Urteil" über uns mehr glauben als dem "Augenschein", nachdem wir selbst und andere uns verurteilen müssten und alles dran setzen, die beschmutzte weisse Weste wieder herzustellen.
Das bedeutet aber gleichzeitig, dass unser "Ruhm" ganz allein in Gottes Händen liegt, allein auf seiner zuvorkommenden Liebe basiert:
Röm 3,27 Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Durch das Gesetz der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
marjo
Gelöschter Benutzer
Re: Lobpreis - ein Event?
von marjo am 13.06.2014 11:22Man muss wohl das richtig Maß finden. Den Begriff "Lobpreiszeiten" würde ich auch gerne in "Gesängliche Lobpreiszeiten" umbenennen, aber es geht eben nicht alles nach meiner Vorstellung. Lobpreis ist für mich wesentlich umfassender als nur zu singen. Lobpreis ist der Sinn meiner Existenz (Eph 1,9) und schlägt sich in einem Gottesdienst nieder, der sich beileibe nicht in bestimmten Terminen erschöpft (Rö 12,1+2).
Also... Gesang in der Gemeinde sollte Gesang mit der Gemeinde sein. Ein Konzert ist ein Konzert und etwas anderes. Wenn ich mir die Lunge aus dem Hals gröhlen muss, um überhaupt meine eigene Stimme zu hören, und meine Ohren schmerzen, weil sich wer in der Lautstärke vergriffen hat, ist irgendwas schief... dafür brauch man auch keine Bibelstellen, dafür man man lediglich nachdenken.
Wer da nun wo die erste Geige spielt ist wurscht... bei Streitereien ist der Begriff "Lobpreis" ohenhin nicht mehr zu erreichen... zumindest nicht der Lobpreis Gottes. Wer sich bei einem "Lobpreis für Gott" selber profilieren möchte, der sollte auch so ehrlich sein und das ganze Unternehmen dann in "Lobpreis für Menschen" umbenennen.
gruß, marjo
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Was bedeutet es für uns, dass die Sünde nicht über uns herrschen kann?
von Henoch am 13.06.2014 11:16Hallo marjo,
ich finde, hier wird recht klar, was damit gemeint ist, wie die Sünde herrscht.
Das hat auch einen sehr großen Einfluss auf mein geistliches Leben, dass ich das berücksichtigen kann.
Ich erkläre es noch genauer, will aber erst mal noch nicht zu sehr vorgreifen.
Henoch
cipher
Gelöschter Benutzer
Lobpreis - ein Event?
von cipher am 13.06.2014 11:07Als wir noch regelmäßig an Gottesdiensten teilnahmen, waren "Lobpreiszeiten" an der (Sonn)Tagesordnung. Da gab es ein "Lobpreisteam", welches die Gemeinde "bei der Hand nahm" und dann so ca. 20 Minuten lang mehr oder minder bekannte Lieder anstimmte, welche die Gemeinde versuchte, mit zu singen. Was mir irgendwann auffiel war, dass das Lobpreisteam an Mitgliederzahl anwuchs. Waren es zu Begin nur zwei oder drei Leute, so standen oft genug zehn, fünfzehn Leute dort vorne. Später hörten wir von Eifersüchteleien der Teammitglieder untereinander, fast so, wie man es in Filmen manchmal von den "Cheerleaderteams" vorgespielt bekommt.
In anderen Gemeinden erlebten wir andere Formen. In einer Gemeinde hingen unter der Decke zwei mindestens vier Meter lange Basstuben, der akustische Effekt war entsprechend - gleich, wo man saß wurde man von schätzungsweise 80 oder 90 db förmlich plattgedrückt. Die Lieder hatten regelrecht hypnotischen, ekstatischen Charakter, Refrains wurden weit mehr als zwanzigmal wiederholt. Wir waren dort zu Besuch. Beim Kaffeetrinken am Nachmittag fragte mich der Gemeindeleiter, der die Gemeinde eingeladen hatte, wie uns der GoDi gefallen hätte. Ich sagte ihm ehrlich, dass ich auf meinem Arbeitsplatz bereits mit ziemlich hoher Lautstärke zu tun habe, tagtäglich, und dass die Lautstärke während des Lobpreises in mir fast augenblicklich den Fluchtrefelx ausgelöst habe.
Wie erlebt Ihr Lobpreis in Euren Gemeinden und Gottesdiensten? Ist das eher sowas wie eine Show der wenigen, die vorne stehen und mit möglichst viel Perfektionsismus glänzen möchten? Wird die Gemeinde - und dabei auch die älteren Geschwister - mitgenommen bei diesem Lobpreis? Singt wirklich die Gemeinde - oder kommt's von vorne so laut, dass man sich selbst sowieso nicht hören könnte?
WhiteEagle
Gelöschter Benutzer
Re: Erlösung
von WhiteEagle am 13.06.2014 10:59Hallo,
also imein Christenleben begann mit der Erlösung, die ja zunächst nur geglaubt wurde. Es war sozusagen ein Punkt, der im Laufe meines Christenlebens immer größere Kreise zog - wie ein Stein, der ins Wasser geworfen wird. Sie ist also ständig präsent und wird eines Tages sogar meinen physischen Leib verwandeln.
Kurz die Erlsöung wurde und wir immer mehr erfahr-, erlebbar.
LG,
White Eagle
WhiteEagle
Gelöschter Benutzer
Re: Was bedeutet es für uns, dass die Sünde nicht über uns herrschen kann?
von WhiteEagle am 13.06.2014 10:54Durch den Geist Gottes erkennen wir, dass die Sünde zu lieben, trotz des schönen Scheins, nur Leid bringt. Und da ist es ja dumm, wenn ich weiter sündige.
Zur Sünde wurden wir verführt, weil es eben nicht offensichtlich war, das das schlecht ist. Deshalb liebten wir sie.
Durch den Geist aber erkennen wir, dass das Ewige die vollkommene Erfüllung ist. Wozu dann noch Ersatzbefriedigungen, die ja eben auch noch Leid nach sich ziehen?
Früher dachte ich, ohne die Liebe einer Frau nicht glücklich werden zu können. Was für ein Unsinn! Erst als ich durch Gott glücklich wurde, und eigentlich keine Frau mehr benötigte, wurde mir diese Liebe gewährt.
Jetzt kann ich alles genießen ohne an irgendetwas zu hängen.
LG,
White Eagle
marjo
Gelöschter Benutzer
Re: Was bedeutet es für uns, dass die Sünde nicht über uns herrschen kann?
von marjo am 13.06.2014 10:50Hallo Henoch,
in Deinem Beitrag kann ich keine weitere Bedeutung erkennen.
- Joh 16,9 handelt von Nichtchristen, ohne genauer auf deren Hintergrund einzugehen. Bei Nichtcrhisten hat sich bezüglich der Sünde nichts geändert.
- 2. Kor 5,19 zeichnet ein wunderbares Bild von dem, was bezüglich der Sünde passiert ist, als Christus sie auf sich nahm. Unsere Sünden wurden uns nicht zugerechnet, sie wurden Christus zugerechnet.
- Römer 5,21 beleuchtet einen ähnlichen Aspekt wie 2Kor 5,19 und beantwortet die Frage, welchen Unterschied zur Herrschaft der Sünde es macht, in der Gerechtigkeit des Jesus Christus zu leben.
Gruß, marjo

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