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geli
Gelöschter Benutzer
Re: 16) Gemeinsame Bibellektüre - der Römerbrief - Kapitel 12, 1 - 21
von geli am 20.06.2014 13:51Wir legen oft unser Hauptaugenmerk darauf, genau heraus zu finden, was genau Gottes Wille ist, welches Werk er genau gemeint hat, dass wir tun sollen. Hier wird aber deutlich, dass das eigentlich zweitrangig ist. Das wichtigste ist, wie, in welcher "Gesinnung" wir das Werk tun, das wir gerade tun - dann kann auch "Sklavenarbeit" Gottesdienst sein.
Natürlich hast Du recht, mit dem, was Du schreibst - die Basis ist die Gesinnung, in der alles getan wird.
Aber dennoch empfinde ich das, was Du schreibst, eher als "theoretisch".
Es mag alles "stimmen" - aber dennoch steht man im Leben manchmal vor verschiedenen Wahlmöglichkeiten - es tun sich manchmal verschiedene Wege auf. Beide Wege sind auf der von Dir beschriebenen Basis "gangbar", eventuell sind sogar beide Wege vor Gott "wohlgefällig" - dennoch muss eine Entscheidung getroffen werden.
Wenn das "Erstrangige" geklärt ist, dann muss man auch das "Zweitrangige" klären.
Da mag es ein damaliger Sklave in mancherlei Hinsicht vielleicht leichter gehabt haben - er hatte wahrscheinlich nicht allzu viele Wahlmöglichkeiten, wie er sein Leben verbringen möchte. Es wurde ihm einfach vorgegeben - und in diesen Vorgaben konnte er seine Arbeit in der Gesinnung Gottes tun.
Er hatte nur die Möglichkeit, das "Erstrangige" zu klären - auf das "Zweitrangigen" hatte er schon keinen Einfluss mehr.
Natürlich kann auch ich überall da, wo ich hingestellt bin, mein Leben in Gottes Gesinnung tun - aber wenn Wahlmöglichkeiten darüber da sind, wo und wie man sein Leben verbringt, möchte ich eigentlich schon gerne von Gott erfahren, welchen Weg, und auch, welchen Dienst - also welche "Werke" - er für mich vorbereitet hat.
Nicht alle sind berufen, alles zu tun - jeder hat von Gott bestimmte Gaben und Fähigkeiten erhalten - und er weiß am besten, wo er jeden einsetzen kann.
Wenn man hier das Ziel: "Nicht wie ich will, sondern wie Du willst" - auch ernst nimmt, kann es schon manchmal schwierig sein, seine eigenen Pläne und Wünsche von Gottes Plänen zu unterscheiden...
Lg, geli
Merciful
Gelöschter Benutzer
Re: Beitrag verschwunden?
von Merciful am 20.06.2014 13:34Ich stelle freilich fest, dass auch bei anderen Usern Beiträge zu fehlen scheinen.
Merciful
Merciful
Gelöschter Benutzer
Re: Beitrag verschwunden?
von Merciful am 20.06.2014 13:28Momentan gehe ich davon aus, dass 3 meiner Beiträge verschwunden sind, werde dies aber noch einmal genauer prüfen.
Merciful
Merciful
Gelöschter Benutzer
Re: Wie prüft man seinen Glauben?
von Merciful am 20.06.2014 13:23Ich sehe hier folgende Gefahr:
Wer war es denn, der den Glauben der Korinther damals in Frage stellte und bestritt?
Meines Erachtens nicht Paulus, sondern jene Überapostel.
Diese meinten, der Glaube der Korinther sei irgendwie nicht richtig; das, was sie von Paulus empfangen hatten, sei nicht gut genug, ihr ganzer Christenstand sei nicht vollwertig.
Dem hält Paulus gerade entgegen, dass die Korinther durch ihn das Evangelium von Jesus Christus empfangen hatten; der Glaube der Korinther war Glaube an Christus, durch den sie doch 'neue Kreaturen' (2. Kor. 5, 17) geworden waren.
So ist es aber noch heute. Unser Glaube an Christus ist richtiger Glaube, Glaube, der durch das Evangelium von Jesus Christus geweckt worden ist, Glaube, der der Sieg ist über die Welt (1. Joh. 5, 4), Glaube, der Gottes Werk in uns ist, welches er begann und welches er auch vollenden wird.
Daher sollten wir nicht den Fehler machen, gleich jenen Überaposteln, sei es wissentlich oder unwissentlich, die Wahrheit des Evangeliums zu bestreiten, welches wir durch die Apostel empfingen.
Wer an Christus glaubt, der hinterfragt sich selbst, seine Gesinnung, sein Verhalten, dies ist selbstverständlich, hierüber hat keiner, der an Christus glaubt, Belehrung nötig. Wer aber so an Christus glaubt, muss seinen Glauben nicht in Frage stellen lassen, sondern darf gewiss sein, dass sein Glaube rechter Glaube ist.
Merciful
cipher
Gelöschter Benutzer
Re: Wie prüft man seinen Glauben?
von cipher am 20.06.2014 13:06
Aber nachtdem ich Deine Zeilen jetzt gelesen habe, wird mir das Problem an sich vielleicht etwas klarer. Für mich betrachte ich den Glauben wie in Hebr. 11,1. Enttäuschungen - wenn etwas anders klappt, als ich gehofft hatte, wenn ein Unternehmen fehlschlägt, ein lieber Mensch stirbt, wenn ich plötzlich schwer krank werde - das sind Gelegenheiten, bei denen ich mit Gott hadere, mich mit ihm zanke und ihm auch meinen Frust entgegenhalte. Aber das kann ich nur, weil ich die Gewissheit habe, dass ER mich hält, wenn ich es mal nicht kann. Müsste ich Sorge haben, er würde mich bei solch einer Gelegenheit von sich stoßen, würde ich mir das nicht erlauben. Ich kann auch nich finden, dass die Trauer oder die Enttäuschung einen Mangel im Glauben darstellen. Oder Angst. Jesus hatte so fürchterliche Angst vom dem Kommenden, dass er seinen Papa fragte, ob's nicht doch auch anders ginge. Er blieb dennoch gehorsam. Ach ... es fällt mir gerade schwer, das in die richtigen Worte zu kleiden, ich hoffe, dass Du dennoch verstehst, was ich meine.
Re: Wie prüft man seinen Glauben?
von solana am 20.06.2014 12:47*kopfkratz* - Da haben wir offenbar zwei sehr unterschiedlich funktionierende "Glaubensmodi". So eine Prüfung funzt bei mir letztlich nur so, wie im Beispiel Hiob - bitte bitte nicht in diesem Ausmaß, wohlverstanden.
Hätte Hiob diesen seinen Glauben im "do it yourself Prüfverfahren" prüfen können? Hätte er von sich aus seine Kinder getö... Nein, das ist einfach nicht vorstellbar. Auch nicht im kleinen Maßstab. Ich selbst bin wohl bedacht darauf, mir selbst keine Anforderungen aufzuerlegen, die ich eventuell nicht bewältigen kann. Das kann eigentlich nur von außen kommen - bei mir jedenfalls.
Ich habe eher, den Eindruck, dass wir ein wenig aneinander vorbeireden.
"Enttäuschungen", von denen ich sprach, führe ich auch nicht "absichtlich" oder "willentlich" herbei.
Aber in solchen Situationen frage ich mich, warum es mir schwerfällt, trotzdem zu vertrauen (wenn ich merke, dass es mir schwerfällt) und ich frage mich, warum ich enttäuscht bin, dh warum mir etwas so wichtig war, dass es - im Falle des "Nichteintretens" - bei mir solche Enttäuschung auslöst; worin meine "Täuschung" bestanden hat/was mir so sehr "am Herzen" gelegen hat, dass es mein vertrauen zu erschüttern im Stande ist und warum das so ist.
Das ist für mich ein "Nachforschen", wovon mein Glaube aghängig ist und worauf er sich gründet.
Dabei entdecke ich oft, dass in Situationen, in denen alles wunderbar klappt, unbewusst Prioritäten verschoben werdenund Abhängigkeiten entstehen, die in negativen Erfahrungen erkannt und losgegelassen weren können. Das ist eine Chance zur "Selbstprüfung".
Aber das ist meine "persönliche" Erfahrung, jeder hat da wohl seinen eigenen Weg und seine eigene Art, damit umzugehen.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Merciful
Gelöschter Benutzer
Re: Wie prüft man seinen Glauben?
von Merciful am 20.06.2014 12:31Wenn dem so ist, warum gehst du dann nicht auf diese wertvollen Gedanken ein?
Merciful
cipher
Gelöschter Benutzer
Re: Wie prüft man seinen Glauben?
von cipher am 20.06.2014 12:30
*kopfkratz* - Da haben wir offenbar zwei sehr unterschiedlich funktionierende "Glaubensmodi". So eine Prüfung funzt bei mir letztlich nur so, wie im Beispiel Hiob - bitte bitte nicht in diesem Ausmaß, wohlverstanden. Hätte Hiob diesen seinen Glauben im "do it yourself Prüfverfahren" prüfen können? Hätte er von sich aus seine Kinder getö... Nein, das ist einfach nicht vorstellbar. Auch nicht im kleinen Maßstab. Ich selbst bin wohl bedacht darauf, mir selbst keine Anforderungen aufzuerlegen, die ich eventuell nicht bewältigen kann. Das kann eigentlich nur von außen kommen - bei mir jedenfalls.Wäre es nicht ein Gebot der Höflichkeit und damit ein Befolgen der Forenregeln, genau das aber nicht außer Acht zu lassen?
Re: Wie prüft man seinen Glauben?
von Pal am 20.06.2014 12:09Solche Threads sind mir zuwider, die zunächst eine Frage stellen und so tun, als ob die Auffassung der Geschwister hier gefragt sei, in Wirklichkeit aber findet kein Eingehen auf die Beiträge statt.
Das tut mir sehr leid für dich, aber ich habe keine Zeit um auf alle Gedanken einzugehen..
Ich habe, für mich hier sehr wertvolle Gedanken von euch erhalten. Danke dafür...

Nur sei nicht gekränkt, lieber Merci, sondern bleib dann von den widerlichen Threads einfach ferne!

Da spart man sich unnötige Spannungen...
DANKE!
Henoch
Gelöschter Benutzer

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