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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: "Wodurch wird man denn nun eigentlich genau Christ? "

von Henoch am 25.12.2014 20:09

Hallo Pal,

wenn ich Dich richtig verstehe, dann ist Dein Anliegen, dass Du verhindern willst, dass ein Christ, der gar nicht wiedergeboren ist und daher nicht wirklich gerettet ist, sich nicht in falscher Sicherheit wiegt.

Nun, dazu müssen wir nicht "Verunsicherung" säen, denn der Herr selbst regelt das. Erstens dadurch, dass er einen wiedergeborenen Christen sicher macht, oft gerade durch die selbe Anfechtung, die einen nicht wiedergeborenen Christen abfallen lässt. Und weil er, demnach zweitens, einen nicht Wiedergeborenen im Inneren verunsichert und damit bewirkt, das er sich entscheiden muss, für oder gegen das Evangelium der Gnade. Er lässt nicht zu, dass jemand nicht genau weiß wo er steht. Wenn wir jemanden fragen, bekommst Du normalerweise die richtige Antwort (Ja, vieleicht, ich denke schon, ganz sicher bin ich nicht, ...)

Aber, was trifft den, der die Einladung Gottes zu Wahrheit und zu Buße und Bekehrung mehrmals abgelehnt hat.

Wie wir in Hiob 33, 1-33 ( klick ) nachlesen können, hat jeder Mensch zwei oder drei mal in seinem Leben, eine von Gott gewirkte Chance, sich zu bekehren und das Evangelium anzunehmen. Nimmt er es nicht an, evtl. sogar obwohl er verstanden hat was das Evangelium ist, dann kann er nicht mehr zur Buße erneuert werden, wie in Hebräer 6, 1-6 ( klick ) erklärt. Das bedeutet, dass er nicht mehr gerettet werden kann, sondern für das Gericht bestimmt ist.

Daran werden wir auch nichts ändern können, wenn wir verunsichern. Das ist dann so bestimmt, unabänderlich. Ich meine, dass das die Sünde wider den heiligen Geist ist, die nicht vergeben wird.

Sobald wir aber verunsichern, weil der Christ angeblich an seinen Werken zu erkennen sei, legen wir Samen für ein "Teilwerkevangelium". Und das führt den Menschen an der Wahrheit und damit an seiner Rettung vorbei.

Werke, die aus dem Glauben kommen, haben oft reichlich wenig mit guten Werken zu tun, wie wir an der Hure Rahab erkennen können.

Henoch

 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.12.2014 20:20.

Pal

68, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2513

Re: "Wodurch wird man denn nun eigentlich genau Christ? "

von Pal am 25.12.2014 19:54

Erst einmal vielen Dank an @Henoch und @Micha, die, obwohl sie meine Ansichten des öfteren nicht teilen, dennoch mich nicht als "böse" identifizieren!
Denn das finde ich sehr schade und macht einen Gedankenaustausch unter Christen unmöglich. Denn wenn ich dich für einen Lügner, oder gar für einen "Feind der Wahrheit" halte, wie werde ich dann noch mit dir kommunizieren? -

Dann ist es keine Kommunikation, sondern eine Bekämpfung. -
Das sollte unter bibelgläubigen Christen nie der Fall sein. Oder? -
Deshalb bedanke ich mich bei euch, das ihr nicht derart gesinnt seid!

==================

Pal:
Denn das Wichtigste ist heutzutage für mich, welche Perspektive mir persönlich einen Vorteil oder Nachteil bringt? -

Wenn mir nun die Perspektive Gottes, des Allwissenden, möglicherweise gar nicht "bekömmlich" ist, warum sollte ER sie mir dann vermitteln? Sollte Gott selbst nicht viel eher damit umgehen können, das meine, menschliche, beschränkte Sichtweise mich dazu anspornt, eben das Ziel zu erreichen? -

# Angenommen ich wüßte 100% ich wäre ein "Petrus/König David-Christ" wäre mir das "bekömmlich" - könnte ich, Mensch, mit so einem 100%igen Wissen umgehen, ohne selbstsicher, selbstüberheblich oder sonst wie negativ zu reagieren?

# Angenommen ich wüßte 100% ich wäre ein "Judas/König Saul-Christ" wäre mir das "bekömmlich" - könnte ich, Mensch, mit so einem 100%igen Wissen umgehen, ohne mutlos, depressiv, hoffnungslos, lieblos oder sonst wie negativ zu reagieren?

Ich, als Mensch, sehe, in meinen Jahren als Christ und in meiner Lebenserfahrung als Seelsorger, das es dem Menschen gut tut, das er nicht das weiß was Gott weiß. Ich habe nicht Gottes Rolle zu spielen, wohl aber hier und heute meine kleine Minirolle. Und da sind die von mir erwähnten Spannungen, ja auch die Spannungen von Selbsthinterfragung und auch der Bankrott an mir Selbst usw. überaus nützlich und fördernd. -

mM

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Pal

68, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2513

Re: Wo und wie ist Weihnachten entstanden?

von Pal am 25.12.2014 18:59

Cleo:
Und in dem Moment, als Gott den Menschen schuf, schuf er ihn im Wissen, dass dies eines Tages seien Sohn ans Kreuz bringen wird, dass dieses sein Geschöpf sündigen wird- und er hat sich trotzdem dafür entschieden.

Marjo:
...weil er uns liebt, wie kein Mensch je lieben kann ... weil er uns vor Grundlegung der Welt bereits "erkannt" hat und auserwählt, weil er uns erkannt hat und geliebt hat - genau deshalb. Und weil er ein "Gegenüber" wollte, keine willenlosen Marjonetten, oder Robotts, sondern gestandene echte "Kinder" haben wollte, die aus freien Stücken ihn lieb hätten ...

Genau, so denke ich es mir auch!
Gott schuff Geschöpfe die ein "Gottgleichheits-Wesen" enthielten! Also das Potential um wirklich so wie Gott gesinnnt zu sein!
Doch um dieses allerhöchste, erstrebenswerte Ziel zu erreichen, galt es das größte Hindernis für dieses Ziel zu überwinden.
Und was war dieses "größte Hindernis"? -

Ich denke mir es war das SELBST, das sich schon im Paradies hätte unterordnen, unterwerfen, aus Liebe gehorsam üben sollen.

Aber dann war da dieser Freiraum, das sich die Liebe anstatt gegen sich SELBST auch gegen Gott entscheiden konnte. - Bekanntlich gab es keine Zwischenlösung, denn de fakto kann man nicht zwei Herren dienen! - Und genau diese Falle wurde unser aller Fall!

Der fleischlich gesinnnte Mensch entscheidet sich für seine Selbstverwirklichung und damit gegen seine Selbstverleugnung. -
Ja, der Angel- und Drehpunkt war und ist das SELBST!
Und schon war der Sündenfall perfekt!

Umgekehrt wird es keine Jesusähnlichkeit ohne Kreuz und Selbstverleugnung geben. NIEMALS!

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.12.2014 19:36.

MichaR
Gelöschter Benutzer

Re: "Wodurch wird man denn nun eigentlich genau Christ? "

von MichaR am 25.12.2014 18:54

Denn das Wichtigste ist heutzutage für mich, welche Perspektive mir persönlich einen Vorteil oder Nachteil bringt? -

mag sein,...

von außen
betrachtet, ... ego-bezogen, der alte Mensch mag so denken, klar - "seid nicht gleichförmig dieser Welt" heist es aber ...

innen drinnen    wird man so nicht mehr denken, sondern:

Was bringe ich dir, lieber Herr für deine Liebe, welche Zeit, welche Gaben, welche "Opfer" bringe ich dir, weil ich dich lieb habe von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit allem was in mir ist, lieber Vater, ABBA !

dies wäre ein weiteres INDIZ:         welchen Geist ich auslebe...

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.12.2014 19:04.

solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: "Wodurch wird man denn nun eigentlich genau Christ? "

von solana am 25.12.2014 18:50

Micha schrieb:

btw: was ist mit Cipher los, nur weil er klartext geschrieben hat, muss man sich doch net abmelden! Das ist inzwischen sogar willkomen, oder nicht? Jeder darf und sollte mal klartext reden können und dürfen!

Hallo Micha
Da hat keiner von uns Einfluss drauf.
Es gibt einen "Löschen"-Button im Profil und wenn jemand sich löschen will, klickt er halt da drauf und ist gelöscht.

Von "offizieller Seite" aus werden User gesperrt, wenn sie sich nicht an Regeln für den Umgang miteinander halten, wir sie für die Community formuliert sind.
So ein "Sperrvermerk" steht dann im Profil.
Die "gelöschten Benutzer" haben sich selbst gelöscht.
Gruss
Solana 

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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MichaR
Gelöschter Benutzer

Re: Wo und wie ist Weihnachten entstanden?

von MichaR am 25.12.2014 18:49

weil er uns liebt, wie kein Mensch je lieben kann ... weil er uns vor Grundlegung der Welt bereits "erkannt" hat und auserwählt, weil er uns erkannt hat und geliebt hat - genau deshalb. Und weil er ein "Gegenüber" wollte, keine willenlosen Marjonetten, oder Robotts, sondern gestandene echte "Kinder" haben wollte, die  aus freien Stücken ihn lieb hätten ...

wo ist ein Gott so wie du? 

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Pal

68, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2513

Re: "Wodurch wird man denn nun eigentlich genau Christ? "

von Pal am 25.12.2014 18:46

Zitat:
Wenn ein (wiedergeborener, echter) Christ zum Mörder wird, geht er nicht verloren, auch wenn er nicht Buße tut. Er erhält nur keinen Lohn drüben, geht sozusagen nackt ins Himmelreich.

Dann wäre die folgene Aussage auch logisch:

Zitat Abwandlung:
Wenn ein (unechter, Pseudo-) Christ zum Mörder wird, geht er verloren, auch wenn er scheinbar Buße tut. Er erhält weder Lohn drüben, noch kommt er ins Himmelreich.


Tatsächlich wird das genau so geschehen. Doch vergeßt bitte nicht, das wir hier die Perspektive des Allwissenden beschreiben. - Nachdenken! -
Ihr habt ja dann König Davids Sündenfall und Paulus Christenverfolgung angeführt.

Doch was ist nun meine Perspektive?
Was für einen nützlichen Rückschluß könnte ich für mich persönlich aus solchen stimmigen Tatsachen ziehen? -

Das es in Wirklichkeit gar nicht darauf ankommt, wie schlimm ich sündige, denn ob ich nun echt oder unecht bin, liegt sowieso nicht bei mir sondern bei Gott? Das mein ewiges Heil eh, vor Grundlegung der Welt, sicher, bzw. nie erreichbar, wäre?

Habe ich @Henoch und @Marjo so richtig verstanden?

Denn das Wichtigste ist heutzutage für mich, welche Perspektive mir persönlich einen Vorteil oder Nachteil bringt? -

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.12.2014 18:49.

MichaR
Gelöschter Benutzer

Indiziensammlung....

von MichaR am 25.12.2014 18:19

ja ihr lieben, nun habe ich mir das alles noch mal nachgelesen und mir viel David auch ein zum Beispiel von Henoch, der ja auch gemordet hatte.
Mutmaßlich dazu noch vergewaltigt vieleicht - ja ist denn Gott ungerecht, das er den als "Man nach Gottes Herzen nannte"?
wie geschrieben ist?
Nein, Gott ist Gerecht und hat David - wiederum wie verheissen - vergeben, gerade noch so, würde ich meinen, da David viel Zeit hat verstreichen lassen. Vermutlich weil er eine schlechtes Gewissen hatte, wollte er nicht vor Gott kommen, da er ihn kannte. So entzog er sich 1 Jahr lang Gott sogar würde ich vorsichtig vermuten... (!)

Doch wie ist es nun? einfach so Morden und Vergewaltigen oder weis ich was und dann um Vergebung bitten und alles ist wieder gut?

Nein, Da Gott gerecht ist ist dem überhaupt nicht so, denn wie heist es?
"Wenn wir unsere Sünden bekennen ist er treu und gerecht das er sie vergibt"! warum? weil Jesus schon im alten Bund klar war, das dieser die Schuld bezahlen würde, nur darum konnte auch David vergeben werden.

Und dann war alles wieder in Butter, also so einfach ist das? Nein! Keinesfalls, wer das lehrt hat einiges übersehen:
1. Die "Leibes-Frucht" dieser Beziehung musste sterben = Sein Sohn wurde tot
2. "Das Schwert wird aus deinem Hause weichen nimmerdar" = Tod und Verderben waren ihm verheissen: Siehe Abshalom und Sohne von ihm, die sich gegen ihn erhoben mit Schwert und Hass usw.
3. ER durfte den Tempel nicht bauen, da er nun ein "Blutmensch" war - Erst sein Sohn Salomon durfte das dann erfüllen.
4. Mutmaßlich hätte Gott ihn bald sterben lassen, .... das war wohl haarscharf. (Paulus greift den Gedanken wieder auf beim unwürdigen am Mal des Herrn teinehmen) Sünde kann bis zum tod führen - erinnern wir uns das Paulus sagt: "Deshalb sind viele von euch schon entschlafen oder krank aufs Bett geworfen" - sinngemäß - (Manche holt Gott eben vorzeitig heim, wenn es keinen Sinn mehr macht oder sie nur noch ein Antizeugnis sind uU. !!)

= also nicht mal so eben alles mal schnell vergeben: WIR haben Altlasten ggf. weiterhin zu tragen, wie auch Wunden Narben ergeben, für die wir ggf. gesorgt haben.

Davids "Christ-sein" (was man ihm alten Bund ja eigendlich nicht sagen kann, aber gedanklich, heilsgeschichtlich) Davids "echt-sein" erwies sich darin, das er Natan glaubte und sich "treffen lies" vom Wort Gottes (!) DAS erwies ihn als Gerechten, das er wie Abraham IHM GLAUBTE (und tat = hier Buße/Umkehr)
Und ... man beachte die Liebe des Vaters ggü David: das er Natan so ein schönes herzzerreissendes Wort auftrug David zu sagen, -. wie sehr liebte Gott David!

Die Sündenerkenntnis, weil das kam als ERkennnungsmerkmal eines Wiedergeborenen, ist nichts anderes als das der hl Geist in einem stark wirkt - das entscheidende ist aber .... (Mir gefällt das bibilsche ABER) Er ABER kehrte um zu Gott und glaubte IHM.
= das war entscheidend.

Auch Paulus war im übrigen Mörder, erinnern wir uns - doch wir werden sicherlich auch erkannt, nicht was wir waren, sondern ob wir IHM glaubten und eben nicht mehr unsere Dinge tun, sondern was ER sagt in seinem Wort.

= auch ein Indiz...

btw: was ist mit Cipher los, nur weil er klartext geschrieben hat, muss man sich doch net abmelden! Das ist inzwischen sogar willkomen, oder nicht?
Jeder darf und sollte mal klartext reden können und dürfen!
Auch Klartext kann mal Liebe sein - Auch Jesus hat nicht immer und überall mit jedem rumgekuschelt, nebenbei  - durchaus nicht, eher sogar im Gegenteil! - obwohl er alle an sich geliebt hat und gern jeden gerettet hätte. (!)

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.12.2014 18:26.

Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: "Wodurch wird man denn nun eigentlich genau Christ? "

von Henoch am 25.12.2014 14:55

Hallo Solana,

 

"Wenn ein Christ zum Mörder wird, geht er nicht verloren, auch wenn er nicht Buße tut. Er erhält nur keinen Lohn drüben, geht sozusagen nackt ins Himmelreich."

 

Da gibt es ein schönes Beispiel in der Bibel, König David. Er hat nicht nur Ehebruch begangen, möglicherweise sogar gegen den Willen der Frau seiner Begierde, sondern auch dafür gesorgt, dass ihr geliebter Mann an der Kriegsfront stirbt.

Dann hat er über ein halbes Jahr lang nicht Buße getan. Aber der Herr sorgte dafür, alternativ hätte David sterben müssen (sein irdisches Dasein betreffend).

(siehe dazu 2 Sam. 12, 1-13) klick

Hier sieht man auch, dass er für sein irdisches Dasein schlimmes zu erwarten hatte wegen dieser Sünden, ja sogar den leiblichen Tod, wenn er nicht Buße getan hätte (beachte dazu Vers 13).

Ein wiedergeborener Christ wird in seinem irdischen Dasein gerichtet, er bleibt aber gerettet.

Spr 3,12 denn wen der HERR liebt, den weist er zurecht, und hat doch Wohlgefallen an ihm wie ein Vater am Sohn.

Es stimmt auch nicht, dass er keinen Lohn erhält. König David hat die Verheißung, dass er nach seiner Auferstehung unter und mit dem Herrn Jesus als Fürst im 1000 jährigen Reich regieren wird.

Henoch

Edit: vorletzte Zeile...... nach seiner Wiedergeburt Auferstehung unter...

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.12.2014 15:28.

StefanS

67, Männlich

  Engagiert

Beiträge: 441

Re: "Wodurch wird man denn nun eigentlich genau Christ? "

von StefanS am 25.12.2014 14:20

Ja solana, das hast du sehr treffend formuliert!
Daran und an nichts anderem dürfen wir, seine Kinder, festhalten.

Wenn das die Quintessenz ist, dann würde dieses und auch das andere Thema einen wirklich guten Abschluß finden!

LG Stefan

So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.

Antworten
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