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Wintergruen
Gelöschter Benutzer
Re: Sich genügen lassen - eine veraltete Tugend?
von Wintergruen am 14.03.2015 00:55eine Ergänzung noch : ich denke wenn man zwangsläufig am Existenzminum lebt, dann ist das auch keine Genügsamkeit.. dann sollte man eher Zufrieden sein mit dem was man hat und nicht durch die zwangsläufige Situation depressiv und traurig werden und leben .. Hat man aber viel ,sei es durch den guten Beruf oder vererbtes Vermögen oder auch durch eine Beförderung im Job , dann ist dies alles keine Schande oder Sünde, solange man immer den Herrn im Fokus hat und seinen Pflichten gegenüber Gott und dem Nächsten nachkommt.. Eine Arbeit die man verrichtet hat und gut belohnt wird, ist keine Schande und man kann sich auch was leisten, weil man selbst was geleistet hat.. Jedoch darf die Hilfe für den Nächsten nicht auf der Strecke bleiben ..Das alles geht auch aus der Genügsamkeit hervor .. so denke ich .. sonst ist sie ja sinnlos.. Denn wenn man auf etwas verzichtet , bleibt es übrig.. Entweder in Form von Geld oder das materielle Ding an sich ..wohin damit ? Das materielle Ding verstauben lassen ? Das Geld auf der Bank liegen lassen ?
Wann ist aber etwas genug ? Wer setzt den Maßstab wann etwas genug ist ?
Jeder nach seinem Ermessen ? Nach seinen egoistischen Wünschen und Gedanken ?
Ist aber nicht eher Genügsamkeit auch eine enthaltsame Lenbensweise ? Um uns u.a. von Allem nicht abhängig und krank zu machen ? Alles in Maßen damit man nicht der Sünde verfällt? Um Gott näher zu kommen ? Seinen Fokus nur auf Ihn zu richten ? Seinen Geist von den weltlichen Genüssen zu reinigen ?
LG
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Oase (16) "Gesegnet ist der Mann, der auf den HERRN vertraut ...
von Burgen am 14.03.2015 00:46Hallo ihr Lieben,
danke fuer euch hier in der Oase.
Interessant und unterschiedlich wie die Beiträge sind wir alle hier miteinander.
Ja, liebe Cosima
habe vieles in den puschen regeln koennen.
Der Besuch hat aber auch Folgen..., nach und nach stehen etliche Arbeiten an.
Das weitere Jahr duerfte einige anstrengende Tage haben...
Liebe widewake
deine Frohnatur ist ecjt ansteckend. Gott segne dich.
Die Planzen stehen teilweise schon in den Knospen und die Voegel halten sich
vermehrt am Boden auf.
*******
Kennt ihr die kleinen, inhaltsreichen Heftchen von Maria Emilia Baptista de Oliveira?
Eines heißt : " Anbetung - Die hoechste Ebene geistlichen Kampfes ".
u.a. las ich vorhin folgendes inerhalb eines Abschnitts:
Zitat
Diese Reinigung ist sowohl die Folge unseres Veränderungsprozesses,
als auch die Voraussetzung fuer weitere Reinigung.
In dem Maße, wie wir von unserer Suende frei werden,
werden wir auch veraendert.
Du siehst die Welt dann aus der Sicht Gottes und nicht mehr aus deiner eigenen.
Anbetung bewirkt, dass wir neu wahrnehmen, wie groß Gott ist.
*******
Mir wurde etwas klar, dass Reinigung und Heilung einander bedingen
und ohne einander nicht sind.
Die Schwerpunkte beider Aussagen halten sich die Waage.
Mal ueberwiegt die Heilung - mal die Reinigung im Erleben.
Je nachdem was dran ist.
*******
Liebe Solana,
solche Hydranten sah ich noch nie.
Wirklich sehr interessant.
Was es alles gibt...
Seid alle mit Gottes Schutz heute Nacht bedacht
umd schenke uns einen friedvollen neuen Tag
Burgen
Wintergruen
Gelöschter Benutzer
Re: Sich genügen lassen - eine veraltete Tugend?
von Wintergruen am 14.03.2015 00:37Hallo zusammen
Ich finde bei dem Thema nicht die richtigen Worte um zu beschreiben wie ich es verstehe und wie meine Meinung dazu ist, aber ich versuche es mal..
Genügsamkeit,oder auch oft Bescheidenheit sagt aus, wenig von etwas für sich zu beanspruchen, selbst dann, wenn man die Möglichkeit dazu hätte. .. sie bedeutet auch, zugunsten anderer auf etwas zu verzichten.
Wie oft hat man tatsächlich zugunsten anderer auf etwas verzichtet? Nicht das was wir im Übermaß haben und uns nichts ausmacht darauf zu verzichten , sondern auf das was für unseren täglichen Lebensunterhalt wichtig ist , oder auf Etwas was uns wichtig erscheint, was aber nicht notwendig ist ?
Wahre Genügsamkeit fängt dort an , wo man selbst auf was Wichtiges oder das was man gerne hätte verzichtet zugunsten des Hilfebedürftigen Nächsten ..
Im AT hieß es den Zehnten Teil abgeben. Es ging gar nicht darum genügsam zu sein , sondern Abgeben/Spenden .. Im NT wird keine bestimmte Summe verlangt,, es heißt lediglich .. Jeder gebe, wie er es sich in seinem Herzen vorgenommen hat, nicht verdrossen und nicht unter Zwang; denn Gott liebt einen fröhlichen Geber. (2.Kor. 9,7) Es muss sich nicht nur um Geld dabei handeln..
Das ganze Kapitel im 2. Kor. 9 spricht vom Segen des Hilfswerks
Gott ist es also wichtig das wir von dem was wir haben abgeben .. Nicht nach eigener Priorität nach persönlichem Gutdüngen das Maß der Genügsamkeit festlegen oder das was für uns im Übermaß ist und eh darauf verzichten können ..
Wenn geschrieben steht das ein Geiziger , ein Habgieriger nicht in den Himmel kommt, dann liegt es nicht an dem Reichtum welchen er besitzt, sondern an seinem Geiz, der oft zwangsläufig dadurch entsteht ... Sein Götze ist der Besitz , entweder Geld oder materielle Dinge. , seine Habgier, verlangt immer nach mehr .
Aber das ist auch im kleinen Rahmen möglich.. .Es geht also nicht um das viele Geld oder die vielen Güter, sondern um den Geiz.. Wer genügsam ist und sein Vermögen , teilt oder einen Teil von abgibt, der muss sich nicht bis auf Null in der Bescheidenheit bzw. Genügsamkeit runterschrauben .. Gott liebt eher den Geber , der zwar viel hat aber auch viel spendet, .. und weniger den Genügsamen nach eigenem Ermessen .. Was nützt es Genügsam zu sein und parallel das Geld auf der Bank spart.. womöglich es noch anlegt damit es sich vermehrt ..
Ich sehe keinen Nutzen in der Genügsamkeit wenn die nicht mit Hilfswerk für den Nächsten einhergeht.
Der eine denkt sich wofür brauche ich eine Stereoanlage, oder ein TV und bennent das Genügsamkeit,,in Wirklichkeit aber legt er keinen Wert auf diese Dinge.. Der andere wiederum mistet seine alten Klamotten aus und spendet sie dem Roten Kreuz .. sagt aber was für ein tolles Werk er getan hat, wie er dadurch Hilfebedürftigen geholfen hat, obwohl er niemals diese Klamotten jemals wieder anziehen würde und gäbe es nicht die Roten Kreuz Container würde er sie in die Müllkippe schaffen .. naja ob wirklich solche Denkweisen der GEnügsamkeit sooo gut sind, das bezweifle ich sehr ...
die Frau die das geringste/wenigste was sie hatte gab, wurde mehr belohnt als die anderen alle..(mir fällt gerade die STelle nicht ein wo es geschrieben steht ) ..Sie gab ALLES was sie hatte... Sie war wahrhaftig GENÜGSAM und BESCHEIDEN ...
LG
Re: Sich genügen lassen - eine veraltete Tugend?
von solana am 14.03.2015 00:32Genügsamkeit ist eine Tugend, ob man nun arm oder reich ist. Genügsam kann ich sein, auch wenn ich satt bin und genug habe.
Ja, lieber Stefan, denke ich auch.
Der Reichtum selbst ist es ja nicht, der "ungenügsam" macht.
Ich sehe das etwa so, wie Paulus das in Bezug auf den Sklavenstand sagte:
1Kor 7,21 Bist du als Knecht berufen, so sorge dich nicht; doch kannst du frei werden, so nutze es umso lieber.
Also: bist du arm, sorge dich nicht, kannst du reich werden, dann ergreife die Gelegenheit und freue dich darüber.
"Ungenügsam" wird es erst dann, wenn "das Herz so sehr daran hängt" , dass der Mensch dadurch so "gebunden" ist und - im Entscheidungsfall - lieber auf etwas anderes verzichtet, um noch mehr Reichtum zu erwerben, obwohl er bereits mehr als genug für den Lebensunterhalt hat.
"Sich genügen lassen" bedeutet ja, irgendwann einmal zu sagen: "Jetzt habe ich genug, mehr brauche ich nicht".
In unserer heutigen Gesellschaft gibt es diesen "Genugpunkt" aber nicht mehr.
"Mehr Geld haben" wird immer als die bessere Option angesehen, auch wenn man es eigentlich gar nicht mehr braucht.
Eine solche Gelegenheit sausen zu lassen, wird als dumm angesehen und keineswegs als Tugend.
Alles ist so auf "Wachstum und immer mehr Erreichen" angelegt, dass man sich kaum ausklinken kann. Die Karriereleiter geht immer weiter nach oben, nicht nur bis zu einem Punkt, wo man "genug" hat und es sich dann gemütlich einrichten kann.
Und wer da nicht mitmacht, der ist ein Aussenseiter.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Sich genügen lassen - eine veraltete Tugend?
von StefanS am 13.03.2015 23:46Liebe solana,
so wie du es ausdrückst muss man dir als bibeltreuer und -bewanderter Christ wohl zustimmen.
Na klar, ein Christ der Karriere macht, hat danach gestrebt, hat falsche Prioritäten gesetzt und hat seine Zeit dem Geld geopfert.
So ein Christ ist nicht genügsam. Niemals!
Oder doch?
Aber wir haben doch biblische Beweise, wie schlecht materieller Wohlstand ist, z.B. der reiche Jüngling, der seinen Erfolg und Reichtum mehr liebte als Jesus. Reichtum kann einfach nicht gut sein!
Oder doch?
Das erinnert mich irgendwie an meine Schulzeit.
Die Schüler, denen Lernen und Erfolg Spaß machte, wurden von den faulen Schülern als Streber gehänselt.
Was wäre, wenn viele Gemeinden nur deshalb überleben, weil sie wohlhabende Christen in ihren Reihen haben? Oder es einer Stadt besonders gut geht, weil Christen im Stadtrat sitzen?
Ich bin überzeugt, Macht, Einfluß und Geld sind nicht schlecht, nur weil man selbst davon nichts hat und Genügsamkeit bedeutet nicht automatisch, ein armer Hansel zu sein.
Genügsamkeit ist eine Tugend, ob man nun arm oder reich ist. Genügsam kann ich sein, auch wenn ich satt bin und genug habe.
LG Stefan
So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.
wideawake
Gelöschter Benutzer
Re: Was hört, lest, schaut, tut ihr gerade?
von wideawake am 13.03.2015 23:15Kennt ihr ihn ? Jason Upton ? hier mal mein Lieblingsvideo Jason Upton- You're Not Alone
Ich wäre so gerne zu seinem Konzert gefahren aber ... falls ihr >>> Jason Upton - WorshipNight nächster Auftritt , nur als Info !
Re: Sich genügen lassen - eine veraltete Tugend?
von solana am 13.03.2015 23:00Lieber Stefan
Wenn ich diese lese: Wenn wir aber Nahrung und Kleider haben, so wollen wir uns daran genügen lassen. 9 Denn die reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Verstrickung ...
hört sich das für mich schon nach der Aufforderng an, sich "genügen zu lassen", wenn für Nahrung und Kleidung genug da ist und nicht nach noch mehr Reichtum zu streben.
Bei Entscheidungen geht es ja immer darum, Prioritäten zu setzen, Dinge, die einem am Wichtigsten sind, zu tun und dafür auf das "weniger wichtige" zu verzichten.
Und im geschilderten Fall hiesse es dann: Priorität haben Geld und Karriere vor allem anderen, wofür der Angestellte bisher Zeit hatte - Familienleben, Freizeit, Engagement in der Gemeinde oder anderswo, Zeit für Freunde usw.
Und in diesen Prioritäten drückt sich aus, "woran unser Herz hängt", was uns wertvoll und wichtig ist.
Lk 12, 33 Verkauft, was ihr habt, und gebt Almosen. Macht euch Geldbeutel, die nicht veralten, einen Schatz, der niemals abnimmt, im Himmel, wo kein Dieb hinkommt, und den keine Motten fressen.
34 Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.
Ich stelle mir das - in dem beschriebenen Beispiel - aber sehr schwer vor und ich weiss nicht, ob ich so ein Karriereangebot einfch so ausschlagen könnte an der Stelle des Angestellten.
Deshalb habe ich das ja so gefragt, um zu hören, wie andere das sehen.
Wenn ich dich recht verstehe, dann wäre für dich eine Entscheidung für Geld und Karriere durchaus vereinbar mit der Aufforderung "sich genüben zu lassen mit dem Lebensnotwendigen"?
Oder ist es in der heutigen Zeit eben nicht mehr ganz so umzusetzen?
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
wideawake
Gelöschter Benutzer
Re: Freude - ein Fremdwort?
von wideawake am 13.03.2015 22:47Willy, das ist ja Klasse, dass du dich trotz deiner Schmerzen bemühst ein paar liebe Worte zu schreiben. ... möge der Vater, ganz besonders auf dein Leiden schauen und es von dir nehmen, träume was schönes Bruder <3, halte durch !
mit ganzen lieben Grüßen *widi*
Re: Sich genügen lassen - eine veraltete Tugend?
von StefanS am 13.03.2015 22:33Liebe solana,
die Bereitschaft, Karriere zu machen und Einfluss in unserer Gesellschaft auszuüben ist nicht das Gegenteil von Genügsamkeit.
Bei dir hört es sich aber so an.
LG Stefan
So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.
wideawake
Gelöschter Benutzer
Re: Sich genügen lassen - eine veraltete Tugend?
von wideawake am 13.03.2015 22:33Oh liebe Solana, diese Situation habe ich mir auch schon vorgestellt ! Wenn mich mein Chef fragen würde, denn unsere Praxis wird immer beliebter und da ich weiß, wie man krank wird, weiß ich auch wie man heil bleibt und super Idee, dass so zu beschreiben, vor was und welchen Entscheidungen ( Versuchungen) man so steht und vielen Dank für dein Bemühen und deine Zeit .
Nach meinen Erfahrungen würde ich glatt weg sagen " Danke für die Anerkennung, aber ich habe genug und bin zufrieden mit den Herausforderungen und es wäre sicher eine bessere Lösung noch einen anderen vielleicht arbeitslosen Menschen einzustellen ! " hmm ... vielleicht noch, wenn ich richtig mutig wäre ; " Mir ist die Zeit mit meiner Familie und meinem Freunden wichtiger und auch die Zeit für Erholung, ja und wissen Sie, ich vertraue auf Gott und wenn mir etwas fehlen sollte, wird er es mir zu kommen lassen ! Ich bin so wie es ist glücklich ! "
Jedenfalls müßte mein Chef, noch jemanden einstellen. Da bin ich lieber ein vollkommende 31h Stunden Kraft und komme mit dem klar was ich habe, denn an sich ist es genug, als eine gestresste 45 h Stunden Kraft, hat keiner was davon ! Massenabfertigung gibt es schon genug und das ist nicht Sinn meines Lebens ! Daran hätte ich keine Freude mehr, da würde ich eher mit Gott einen anderen Weg suchen.
Weist du, warum ich so denke ? Weil ich die vielen kaputten und kranken Menschen behandele, die so nicht entschieden haben und ich nicht einer von ihnen werden möchte, wer soll sie dann behandeln ? Sicher habe ich einen Vorteil, ich habe meinen festen Halt und Glaube an Gott !
Sicher haben wir mehr Potenzial, aber das braucht man für die "Wüstenzeit" und ikann kein Dauerzustand sein !
hmm ... neugierig was die anderen dazu schreiben

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