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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Re: Vergebung?

von nennmichdu am 09.03.2017 19:15

Ja, Cleo, das sind berechtigte Fragen, weil die Praxis des Vergebens nicht einfach ist.


Vielleicht deswegen, weil derjenige, dem Schuld zugefügt wurde immer noch Wiederherstellung/Wiedergutmachung erwartet --- anstatt wie Jesus oder später auch Stephanus auszurufen: Vergib Ihnen (Gott), denn sie wissen nicht was sie tun..... -



Das ist meiner Erfahrung nach aber nur der erste Schritt. Zur echten Versöhnung gehört, wie Merciful schrieb, auf jeden Fall, dass der andere seine eigene Schuld einsieht, dass also Vergebung von beiden Seiten geschehen kann.


Dies kann nur Gott selbst bewirken, wir als Christen üben uns in der Liebe, indem wir Schuld zudecken, nicht aufdecken... in dem wir anderen ihre Fehler nicht ankreiden, sondern sie in Liebe zu gewinnen suchen - dort wo sie vom rechten Weg abgeraten sind....

Galater 6
1 Liebe Brüder, wenn ein Mensch etwa von einer Verfehlung ereilt wird, so helft ihm wieder zurecht mit sanftmütigem Geist, ihr, die ihr geistlich seid; und sieh auf dich selbst, dass du nicht auch versucht werdest.
2 Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.
3 Denn wenn jemand meint, er sei etwas, obwohl er doch nichts ist, der betrügt sich selbst.
4 Ein jeder aber prüfe sein eigenes Werk; und dann wird er seinen Ruhm bei sich selbst haben und nicht gegenüber einem andern.
5 Denn ein jeder wird seine eigene Last tragen.
6 Wer aber unterrichtet wird im Wort, der gebe dem, der ihn unterrichtet, Anteil an allem Guten.
7 Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.

 
Für mich ist immer sehr wichtig, auch mich selbst zu hinterfragen: Ich wurde verletzt, jemand wurde an mir schuldig. Wie aber habe ich reagiert? Bin ich eventuell durch meine Reaktion selbst auch schuldig vor Gott geworden?

tja... der Splitter im Auge des anderen und der eigene Balken...
Aber darüberhinaus werden wir wohl lernen müssen, die andere Backe hinzuhalten..
den die Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie sucht nicht das Ihrige, sondern das was dem anderen dient...usw.. 



 . Wichtig ist meiner Meinung nach, dass man sich, sobald wieder negative Gefühle spürbar werden, immer wieder sagt: "Ich habe vergeben, die Sache ist bei Jesus".

Jesus kümmert sich darum uns zu helfen, dort wo wir noch Probleme haben.... einreden muss ich mir das dann aber nicht... wenn ich Glauben habe... --- aber der Weg dahin.... zu wissen, das Gott sich darum kümmert... ist schon mal ein guter Anfang  



 Man "vergibt" immer wieder neu, obwohl das eigentlich schon geschehen ist, und man kämpft gegen Schuldgefühle an, die eigentlich keine Schuld sind, sondern "falsche Schuld", und das eigentliche Problem, nämlich die Heilung, die Gott schenken will, wird blockiert.


hmm, das müsstest du näher erläutern... was wird wo blockiert...? 

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Kowalski

52, Männlich

  Motiviert

Beiträge: 126

Re: AT - Eine Frage habe ich noch..

von Kowalski am 09.03.2017 19:10

Ja, aber das trifft ja auf alle Menschen zu, dass sie erschwerte Startbedingungen haben, außer auf Adam und Eva. Ich dene, der Herr weiß das. Und genau deshalb sucht er sie ja heim.

@Henoch

"Ja, aber das trifft ja auf alle Menschen zu"

Na eben sicherlich nicht. Wenn beide Eltern streng gläubig sind und Kind A von Anfang an mit dem Gebet und der Bibel aufwächst.

Auf der anderen Seite Eltern, die bekennende Atheisten sind. Die vielleicht sogar bemüht sind den Kontakt mit "religiösen Spinnern" (wie sie es ausdrücken) aktiv und entschieden zu meiden, und entsprechend ihr Kind B erziehen. Vielleicht noch beide Elternteile Männer, die ein Baby addoptiert haben?..

Na wer hat dann bessere Startbedingungen in unserem Sinne, Kind A oder Kind B ?
Das ist doch dann klar ungerecht Kind B gegenüber.

Ich kann mir das dann nur so erklären, dass über Kind B wesentlich milder gerichtet wird als über Kind A.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.03.2017 22:19.

geli
Gelöschter Benutzer

Re: Vergebung?

von geli am 09.03.2017 18:35

Aber eine Frage habe ich noch: Was ist, wenn du immernoch die Schmerzen hast? Ganz frei bist du dann ja noch nicht, oder?
Was, wenn du nachts noch davon träumst oder am Tag immerwieder die Gefühle hochkommen?
Bedeutet das, dass du es doch noch nicht abgegeben hast?

Ja, Cleo, das sind berechtigte Fragen, weil die Praxis des Vergebens nicht einfach ist.

Ich denke, der erste Schritt zur Vergebung ist eine Entscheidung - ich (will) vergeben und ver-gebe die Schuld weg von mir und hin zu Jesus.

Das ist meiner Erfahrung nach aber nur der erste Schritt. Zur echten Versöhnung gehört, wie Merciful schrieb, auf jeden Fall, dass der andere seine eigene Schuld einsieht, dass also Vergebung von beiden Seiten geschehen kann.

Oft ist das aber nicht der Fall - der andere sieht seine Schuld nicht ein, ich bin verletzt und leide - je nach Schwere der Verletzung mehr oder weniger.
Das Leiden ändert sich zuerst einmal durch die willentliche Vergebung nicht groß (so jedenfalls meine Erfahrung), es dauert mehr oder weniger lange, bis auch die Gefühle sich ändern.

Ich glaube aber, dass der Schritt der Willensentscheidung wichtig dafür ist, dass Gott mit der Heilung beginnen kann. In dem Moment, wo ich die Sache an Gott, bzw. Jesus ver-geben habe, setzt der Heilungsweg ein.

Für mich ist immer sehr wichtig, auch mich selbst zu hinterfragen: Ich wurde verletzt, jemand wurde an mir schuldig. Wie aber habe ich reagiert? Bin ich eventuell durch meine Reaktion selbst auch schuldig vor Gott geworden?
Und gibt es Gründe dafür, wie ich reagiert habe? Hatte ich eventuell dem anderen gegenüber - oder aber auch der Situation gegenüber - falsche Vorstellungen (wie der andere sich verhalten sollte/wie die Situation aussehen sollte), oder falsche Erwartungen?

Dmit will ich jetzt nicht sagen, dass das "Opfer" zum "Täter" gemacht werden soll - die Sünde des anderen darf klar gesehen und auch ausgesprochen werden. Aber Gott will ja durch diese Sache, die passiert ist, auch mich im Glauben weiterbringen und mir Heilung und Erneuerung schenken.

Das alles kann ein Prozess sein, der einige Jahre dauert. Wichtig ist meiner Meinung nach, dass man sich, sobald wieder negative Gefühle spürbar werden, immer wieder sagt: "Ich habe vergeben, die Sache ist bei Jesus".
Denn sonst besteht die Gefahr, dass man sich irgendwie schuldig fühlt und meint, man hätte jetzt doch nicht vergeben - und dann "kämpft" man auf der falschen Ebene.
Man "vergibt" immer wieder neu, obwohl das eigentlich schon geschehen ist, und man kämpft gegen Schuldgefühle an, die eigentlich keine Schuld sind, sondern "falsche Schuld", und das eigentliche Problem, nämlich die Heilung, die Gott schenken will, wird blockiert.

Das sind so meine eigenen Erfahrungen - ich schreibe in einem anderen Beitrag (damit es nicht zu lange ist), ein persönliches Beispiel.

Lg, geli

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Vergebung?

von Burgen am 09.03.2017 14:26

Hallöchen,

aus 5. Mose 30,19 (NLB):

Heute stelle ich euch vor die Wahl zwischen Leben und Tod, zwischen Segen und Fluch.
Der Himmel und die Erde sind meine Zeugen.
Wählt doch das Leben, damit ihr und eure Nachkommen am Leben bleibt.

Die Wahrheit dieser Bitte können wir täglich erfahren, sie ist erfahrbar.
Denken, Sprache, Gefühle gehören zusammen. Sie sind im Zellwasser gespeichert.

Und das Wort Gottes, welches unsere Gefühle heilen kann durch Überschreibung, kann uns helfen,
reinigen, abwaschen, erneuern.

Kennt jemand das Buch: "Wer hat mein Gehirn abgeschaltet?" von Dr. Caroline Leaf?
Ist mir vorhin mit der Citypost aus der Alphabuchhandlung in Mannheim gebracht worden.
Die Frau ist Christin und Gehirnwissenschaftlerin. Der Inhalt hilft eine Brücke zu bauen zwischen
dem Gehirn und Gottes Wort. "Die Gabe in dir" ist das neueste Buch.

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie bis heute die biblischen Wahrheiten durch wissenschaftliche, historische und archälogische u.a. , entdeckt werden, sodass sogar ein leichterer Zugang zur Schrift möglich wird.
Wenn jemand sein Herz an Jesus Christus verliert, versteht sich.

Gruß
Burgen

 

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Oase (38) Ich lasse mich suchen und finden, sagt Gott

von Burgen am 09.03.2017 10:50

Losung

Der HERR ist ein Schild allen, die ihm vertrauen. / Psalm 18,31

Der Herr ist treu;
der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen. / 2. Thessalonicher 3,3

Jakobus 4, 1-10
3. Mose 10, 1-11


 

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Geistige Einflüsse, Dämonenaustreibung und Empfang des heiligen Geist

von Burgen am 09.03.2017 10:39

Ja, allein Jesus Christus soll auf dem Thron des Herzens sitzen.

 

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Vergebung?

von Burgen am 09.03.2017 10:29

Liebe Cleo, ja, das denke ich. 
Aber - , vermutlich dürfen wir unseren eigenen Anteil an einer noch nicht ver- oder be- arbeitenden Verletzung bewusst werden.
Also ist es hilfreich, das ehemalige "Problem" unabhängig von der Person mit Gottes Hilfe praktisch zu bearbeiten, bis es nicht mehr "kratzt".

Dabei hilft es, oder ist sogar die Vorraussetzung, die eigenen Gedanken mit Gottes Wort zu beleuchten und zu verändern.

2. Korinther 10,5 (HfA)
Die Waffen Gottes sind mächtig genug, jede Festung zu zerstören, jedes menschliche Gedankengebäude niederzureißen,
einfach alles zu vernichten, was sich stolz gegen Gott und seine Wahrheit erhebt.
Alles menschliche Denken nehmen wir gefangen und unterstellen es Christus.

Und dazu die Entscheidung Josuas an sein Volk gerichtet:
Ich und mein Haus entscheiden sich für Gottes Weg. Entscheidet ihr, wem ihr folgen wollt. (ohne Bibelstelle)

Dasselbe sagt auch Petrus im Namen der Jünger.

Will sagen, denken wir anders, folgen die Gefühle ebenfalls dem anderen Denken.
Das innere "kratzen" wird sozusagen ausgehungert und wir können frohgemut weitergehen,
die inneren Bilder verblassen und mit einem Schulterzucken nehmen wir die neue Richtung gedanklich
und gefühlsmäßig zur Kenntnis.

Gruß
Burgen

 

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jonas.sw

42, Männlich

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Beiträge: 491

Re: Geistige Einflüsse, Dämonenaustreibung und Empfang des heiligen Geist

von jonas.sw am 09.03.2017 09:32

Nach der Befreiung ist es dann sehr wichtig, dann auch wirklich Jesus anzunehmen, damit der Heilige Geist in einen wohnt und die Wohnung nicht leer ist.

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jonas.sw

42, Männlich

  Engagiert

Beiträge: 491

Re: Geistige Einflüsse, Dämonenaustreibung und Empfang des heiligen Geist

von jonas.sw am 09.03.2017 09:30

Wenn man zu Jesus gehört, dann kann man nicht mehr von Dämonen besetzt werden. Einen geistlichen Kampf gibt es trotzdem. Die Menschen, die Jesus von den bösen Geistern befreit hat, die mussten erstmal befreit werden, damit sie wirklich von sich aus Jesus erkennen konnten. Die bösen Geister haben diese Menschen von der rettenden Botschaft ferngehalten. Es ist allein Jesus, der Sohn Gottes, Christus in uns, der Heilige Geist, der Geist des Vaters, der für die Befreiung sorgt. In Apostelgeschichte 19 wird aber eine falsche Methode genannt, wo mit Beschwörungen und Formeln gearbeitet wird. Da wird mit Magie versucht böse Geister zu vertreiben, welchen doch durch Magie auch das Tor geöffnet wird. Und das ist eine sehr ungute Sache.

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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: AT - Eine Frage habe ich noch..

von Henoch am 09.03.2017 08:13

Hallo Kowalski,

Du schreibst:

Zitat: Aber was ist dann mit dem Glückspilz, der nicht leidet, ein tolles Leben hat (seiner Meinung nach), gesund, reich und glücklich ist. Jedoch Gott nicht kennt. Sicherlich möchte der Herr auch diesen zu ihm führen, da er alle Menschen liebt. Aber wie führt er diesen zu sich? Wenn er stirbt und Gott nie kannte?

Ich würde sagen, das ist unausforschlich, wei der Herr Menschen zu sich zieht. Es gibt keinen Menschen, der nicht von Gott erleuchtet wurde, deshalb kann man jetzt nicht sagen, dass jemand verloren ging, weil er nichts wusste. Hiob hatte auch keine Bibel, aber er war ein Kind Gottes.

Gott erleuchtet JEDEN Menschen.

Gut, die Liebesbeziehung und das Vertrauen zwischen den Nachkommen und Gott wird durch die negative Handlung der Eltern gestört. Ist eine logische Folge. Jedoch auch hier, auf den ersten Blick etwas ungerecht dem Kind gegenüber, da es wegen der Eltern erschwerte "Startbedingungen" in der Beziehung zu Gott hat. Nicht selbst verschuldet.

Ja, aber das trifft ja auf alle Menschen zu, dass sie erschwerte Startbedingungen haben, außer auf Adam und Eva. Ich dene, der Herr weiß das. Und genau deshalb sucht er sie ja heim.

Dass es auf der Erde ungerecht zugeht, kann niemals dazu führen, dass Gott ungerecht richtet. Dass Rettung mal einfacher uns mal schwerer ist, macht für Gott keinen Unterschied, er vermag alles. Für den Menschen macht es einen Unterschied. Je schlimmer sein irdischer Zustand vor der Rettung war, desto größer ist seine Freude an Gott. Deshalb kam Jesus zu den Armen, Schwachen, Törichten, Kranken, Verlorenen, ...kurz zu denen, die von der Welt verachtet sind.

Henoch

 

 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.03.2017 08:18.
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