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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Woran erkenne ich, ob ich errettet bin und echten Glauben habe?

von Henoch am 06.07.2017 14:27

Hallo Pal, hallo Solana, 

danke für Eure Beiträge.

@ Pal: Ja, das ist ein Punkt, dass man heute weint, manchmal sogar gerade darüber, worauf man früher stolz war. Gottes Denken ist völlig anders. Wenn wir unser Leben aus seinem Blickwinkel sehen dürfen durch seinen Geist, dann weiß man, dass kein Platz ist für Rühmen.

@ Solana: Stimmt. Was ist Glaube?  Glaube ist ein von Gott gewirktes erkennen des Wesens und der Wahrheit Gottes; eine unbedingte Zustimmung zu dem, was ER sagt; ein tiefes Wissen, dass das, was Err sagt wahr und vertrauenswürdig ist; und nicht zuletzt folgt daraus das Bedürfnis, IHM zu gehorchen. Glaube ist ferner Vertrauen in den Gott und Vater, den man nicht sieht, weil man weiß, dass er ist, ja sogar weiß, dass er in dem eigenen Herzen wohnt und dass er mächtig wirkt im Leben zu unserem Heil und uns alles, auch das größte Leid uns zum Besten dienen muss.

 

Ja, woher erkenne ich es. Nun z.B. daran, dass früher mein Vergnügen Sünde war und heute die  Sünde meine größte Not ist. Und daran, dass ich in dieser Not zum Herrn komme, weil ich weiß, nur er kann mir helfen. Früher habe ich Feigenblatt und Busch gebraucht, wenn ich an etwas schuld war, heute kann ich kommen und sagen, Herr, schau was ich mache, erforsche mein Herz und sieh, wie schrecklich ich bin und hilf mir. 

Einmal war ich so angefochten, dass ich mir nicht mehr sicher war, ob ich ein Kind Gottes bin. Ich war völlig verstört, wo ich doch bis dahin eine stabile Heilssicherheit hatte. Was mache ich? Ich bete zum Herrn, dass es gut ist, wie er es macht und wenn es nicht sein soll, dann nicht. Er alleine ist der, der mir die Rettung und seine Gegenwart schenken kann und daher kann ich nun nur bitten und nichts tun. Ich war auch damit völlig einverstanden, obwohl ich natürlich damit rechnete nun doch verloren zu gehen und mich geirrt zu haben, errettet zu sein. Und als ich so betete, da wurde mir klar, dass ich sein Kind bin, das sogar dann vertrauend zum Vater kommt, wenn es meint, er hätte es gar nicht angenommen. So ein Vertrauen kann nur er geben. Ja, niemand kann mich aus seinen Händen reißen, auch der größte Zweifel nicht. Er schenkt den rettenden Glauben und er trägt mich durch jede Not.

Henoch

Antworten Zuletzt bearbeitet am 06.07.2017 14:29.

geli
Gelöschter Benutzer

Re: Wie ich zu Gott und dem Glauben kam/ dürfen wir Engel und Maria anbeten?

von geli am 06.07.2017 14:23

Vielleicht mal ganz kurzgefaßt:

Die Basis ist der Glaube, durch den ich errettet werde und durch den Gott mit als Geschenk sein "Kleid" der Gerechtigkeit und Heiligkeit anzieht.
Dieses Geschenk nimmt er mir nicht weg, und auch meine Gerechtigkeit wird nicht mehr oder weniger.

Auf dieses Fundament baut sich die Heiligung mit ihren "guten Werken" auf - dies wird dann von Gott bewertet und entsprechend belohnt.
Aber auf die Errettung und die dazu nötige Gerechtigkeit haben diese Werke keinen Einfluß - lediglich auf die Größe der Belohnung.

Lg, geli

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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Wie ich zu Gott und dem Glauben kam/ dürfen wir Engel und Maria anbeten?

von geli am 06.07.2017 14:19

Nobse: Wir haben doch gesehen, dass er selbst nicht leugnet, dass die guten Werke unserer Heiligung dienen.

Nobse: Ich stimme nur nicht mit der Interpretation überein, dass es auf unsere Werke in keiner Weise ankommen würde.

Aber es hat doch niemand gesagt, dass unsere guten Werke nicht unserer Heiligung dienen würden - und auch nicht, dass es auf diese Werke überhaupt nicht ankommen würde.

Errettung und Heiligung sind eben zwei Paar Stiefel - ich weiß nicht, wie oft ich das schon geschrieben habe und keine Antwort darauf kam.
Errettet bin ich alleine aus Glauben - das ist ein Geschenk, das mir Gott nicht wieder wegnimmt.

Heiligung ist das, was auf diese Errettung (bei der ich zu einer neuen Kreatur gemacht werde und wobei mit Gerechtigkeit und Heiligkeit geschenkweise verliehen werden) folgen sollte.

Wenn auf dieses große Geschenk von jemandem keine Reaktion, sprich "Werke" dazukommen, zeigt das, dass mit diesem  Glauben etwas "faul" sein muss. Bzw. wie Jakobus schreibt, dass der Glaube "tot" ist.

Es ist nie die Option: "Glaube ODER Werke" - wie Jakobus sehr gut beschreibt, muss immer das Eine mit dem Anderen zusammenwirken. Hast Du denn Jakobus mal gelesen, wie ich ja schon in meinem letzten Beitrag empfohlen habe?

Jemand, der aus Glauben errettet ist, der baut auf den gelegten Grund, welcher ist Christus Jesus. Denn es heißt: "Nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir".
Nun kommt es, wie Paulus in 1. Kor. 3, 10 erklärt, sehr wohl darauf an, wie man auf den gelegten Grund baut.

"Wenn jemandes Werk bleiben wird (wenn es durchs Feuer geprüft wird), so wird er Lohn empfangen.
Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden, er selbst aber wird erretet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch.
1. Kor. 3,14.

Man sieht also: Es kommt sehr wohl an, welche "Werke" man auf diesen Grund setzt. Denn jeder Gläubige kommt zwar nicht ins Gericht, bei dem es um Errettung oder Verdammnis geht, er kommt aber sehr wohl in ein Gericht, bei dem sein Leben bewertet wird.
Je nachdem, wie sein Leben, oder seine "Werke" dem prüfenden Feuer standhalten, so wird er mehr oder weniger Lohn empfangen.

Seine Errettung jedoch ist sicher, die wird ein Gläubiger, der "schlecht, oder mit schlechten Materialien" gebaut hat,  nicht verlieren.

Daran sieht man, dass Gerechtigkeit und Heiligkeit Geschenke sind.
Wäre es nicht so, und käme es bei der Errettung auf die Werke an, müßte ja jemand, dessen Werke im Feuer verbrennen, und er somit also nichts mehr vor Gott vorweisen könnte, dann verlorengehen.

Wenn jemand wiedergeboren wurde, heilig und gerecht gemacht wurde, geht es beim Gericht nicht mehr um Errettung oder Verdammnis, sondern es geht um die Beurteilung, wieviel oder wie wenig, oder gar keinen  Lohn er empfangen wird, je nachdem, wie er nach seiner Errettung in der Heiligung Fortschritte gemacht hat.

Lg, geli

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solana

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Re: Woran erkenne ich, ob ich errettet bin und echten Glauben habe?

von solana am 06.07.2017 14:04

Ich denke, dass wir uns erst einmal darüber klar werden müssen, was "Glauben" eigentlich bedeutet.

Es kommt mir so vor, als ob manche Christen den Glauben als eine Art "Werke-Ersatz" ansehen, dh als eine Art "Leistung", die sie für Gott erbringen. Und aufgrund dieser Leistung, meinen sie dann, sich ihre Errettung "verdient" zu haben.
Also diese Einstellung: Ich glaube, also habe ich alles "getan", was nötig ist und jetzt kann ich mich beruhigt zurücklehnen, egal, was jetzt noch kommt und egal, wie ich mich weiter verhalte, ich bin schon mal "auf der sicheren Seite". Und wenn ich jetzt auch noch gut lebe und Gutes tue, dann ist das so eine Art "Zuschlag", der mich noch vorbildlicher macht ....

Und ich denke, genau diese "Selbstzufriedenheit" ist der Feind des echten Glaubens.

Wer seine "Sicherheit" nicht in Gott sucht, sondern in seiner "Leistung" - sei es nun das Gute, das er tut oder auch den Glauben, den er "leistet" - der verlässt sich im Grunde nicht wirklich auf Gott, sondern auf sich selbst. Und Gott soll da dann dort noch aushelfen, wo das "Eigene" an die Grenzen kommt.

Man wird satt und selbstzufrieden und fühlt sich im Blick auf anderen "relativ gut" - es gibt immer andere, die noch weniger Gutes tun und noch weniger "intensiv" glauben .....

Das führt zum Abkühlen der Liebe - so wie es für die Laodizäer beschrieben ist.
Oder auch in die satte Selbstzufriedenheit der Korinther:

1Kor 4,8 Ihr seid schon satt geworden? Ihr seid schon reich geworden?

Die sich sehr viel auf ihre "Geistlichkeit" einbildeten. 

Und es führt in Stillstand.
Da ist man dann nicht mehr auf dem Weg, lässt sich nicht mehr in Frage stellen, braucht Gott eigentlich auch gar nicht mehr .... 

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

Antworten Zuletzt bearbeitet am 06.07.2017 14:05.

Pal

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Re: Woran erkenne ich, ob ich errettet bin und echten Glauben habe?

von Pal am 06.07.2017 13:31

Henoch: Woran erkennst Du es, was sind für Dich Punkte, die Dich sicher machen?

u.a. wenn Tränen echter Buße fließen, die mein stolzes Naturell gewiß nie vergießen würde!

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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Woran erkenne ich, ob ich errettet bin und echten Glauben habe?

von Henoch am 06.07.2017 12:23

Hallo Pal,

es ist interessant, dass uns die Schrift auffordert, uns selbst zu prüfen, ob wir echt sind. Das bedeutet natürlich zugleich, dass das möglich ist.

Woran erkennst Du es, was sind für Dich Punkte, die Dich sicher machen?

Henoch

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solana

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Re: Wie ich zu Gott und dem Glauben kam/ dürfen wir Engel und Maria anbeten?

von solana am 06.07.2017 11:58

Ja, Pal, die Frage "Glaube oder Werke" ist ja eigentlich nur eine theoretische.

Denn wir haben ja gar nicht die Wahl: entweder glaube ich und tue keine Werke oder ich glaube nicht und tue Werke" - so etwas ist praktsch gar nicht möglich.

Wir tun immer irgend etwas - selbst wenn wir "abwarten und Tee trinken".
Und in dem, was wir tun, zeigt sich, ob wir glauben oder nicht.

Die Alternative ist also: Handeln wir aus Glauben oder handeln wir aus Unglauben.

Wenn ich glaube, dann vertraue ich Gott auch, dass seine Weisungen für mein Leben das Beste sind und ich werde mich danach richten.
Aber nicht, um dafür bei Gott Rechtfertigung zu bekommen oder Pluspunkte zu sammeln. Sondern weil ich ihm glaube und vertraue.

Gruss
Solana


angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

Antworten Zuletzt bearbeitet am 06.07.2017 12:09.

Pal

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Re: Wie ich zu Gott und dem Glauben kam/ dürfen wir Engel und Maria anbeten?

von Pal am 06.07.2017 11:43


Röm 4, 1 Was wollen wir denn sagen, dass Abraham, unser Vater, nach dem Fleisch erlangt hat? 2 Wenn nämlich Abraham aus Werken gerechtfertigt worden ist, hat er zwar Ruhm, aber nicht vor Gott. 3 Denn was sagt die Schrift? »Abraham aber glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet«.

Zur Vervollständigung gehört dazu =>

Jak 2:21 Wurde nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerechtfertigt, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar darbrachte? Jak 2:22 Da siehst du doch, daß der Glaube zusammen mit seinen Werken wirksam war und daß der Glaube durch die Werke vollkommen wurde.
Jak 2:23 und so erfüllte sich die Schrift, die da spricht: «Abraham hat Gott geglaubt, und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet», und er ist «Freund Gottes» genannt worden. 

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Re: Wie ich zu Gott und dem Glauben kam/ dürfen wir Engel und Maria anbeten?

von solana am 06.07.2017 10:36

Es ist eine gute Idee, einzelne Bibelstellen zu besprechen, da sie sonst im Gesamtbeitrag zu oft untergehen oder einfach nicht zur Kenntnis genommen werden, weil sie nicht sio richtig ins Konzept passen.

Ich bingespannt, wie deine Interpretation zu dieser Stelle des Paulus lautet:

Röm 4, 1 Was wollen wir denn sagen, dass Abraham, unser Vater, nach dem Fleisch erlangt hat? 2 Wenn nämlich Abraham aus Werken gerechtfertigt worden ist, hat er zwar Ruhm, aber nicht vor Gott. 3 Denn was sagt die Schrift? »Abraham aber glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet«.1 4 Wer aber Werke verrichtet, dem wird der Lohn nicht aufgrund von Gnade angerechnet, sondern aufgrund der Verpflichtung; 5 wer dagegen keine Werke verrichtet, sondern an den glaubt, der den Gottlosen rechtfertigt, dem wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet.
...

18 Er hat da, wo nichts zu hoffen war, auf Hoffnung hin geglaubt, dass er ein Vater vieler Völker werde, gemäß der Zusage: »So soll dein Same sein!«5 19 Und er wurde nicht schwach im Glauben und zog nicht seinen Leib in Betracht, der schon erstorben war, weil er fast hundertjährig war; auch nicht den erstorbenen Mutterleib der Sara. 20 Er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde stark durch den Glauben, indem er Gott die Ehre gab 21 und völlig überzeugt war, dass Er das, was Er verheißen hat, auch zu tun vermag. 22 Darum wurde es ihm auch als Gerechtigkeit angerechnet. 23 Es steht aber nicht allein um seinetwillen geschrieben, dass es ihm angerechnet worden ist, 24 sondern auch um unsertwillen, denen es angerechnet werden soll, wenn wir an den glauben, der unseren Herrn Jesus aus den Toten auferweckt hat, 25 ihn, der um unserer Übertretungen willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt worden ist.

Es geht hauptsächlich um das dick gedruckte und das Rote, aber auch hier ist der Gesamtzusammenhang ganz wichtig für die Argumentation (am Besten liest man den Römerbrief in grossen Abschnitten, um die Argumentationslinie des Paulus zu verstehen; und wenn man erkannt hat, worauf er hinaus will, - dann ganz langsam und intensiv nochmal mit dieser "Linie" im Hinterkopf. Das bringt sehr viel für das Verständnis).

Ich finde, hier ist auch die "Definition" dessen, was Paulus unter "Glaube" versteht, sehr deutlich. (wir weiter oben gefragt wurde)

Abraham hat nicht einfach nur "geglaubt" und dann "den lieben Gott einen guten Mann sein lassen".

Er hat geglaubt - aber zuerst noch nicht so ganz. 
Er hat überlegt, wie er Gottes Verheissung "nachhelfen " kann und kam zusammen mit Sara auf die Idee, ihre Leibmagd zu schwängern und Ismael zu zeugen.
Daraufhin hat Gott ihn korrigiert und ihm gezeigt, wie er in echtem und vollständigen Vertrauen handeln soll und in seinem Glauben nicht nachlassen, auch wenn er nicht sofort Ergebnisse sieht.
Und Abraham war offen für diese  Korrektur und zeugte Isaak, aber erst nach Jahren der Geduld.

Wenn wir glauben, dann handeln wir wir auch aus diesem Glauben heraus, tun andere Werke als die, wie wir aus Unglauben tun würden.
Denn irgendwelche Werke tun wir ja immer, die Frage ist nur, aus welcher inneren Einstellung wir handeln.

Und wenn wir aus Glauben handeln, dann werden die ersten Schritte nicht immer perfekt sein und wir müssen auch da weiter auf Gott hören und offen sein für seine Korrektur. Aber wichtig ist, dass wir überhaupt erst mal losgehen und das tun, was uns möglich ist. Und Gott vertrauen, dass er das alles in seiner Hand hat und lenkt, und dass er uns mit allem ausstattet, was wir dazu brauchen. Und dass er uns notfalls auch korrigiert ....
Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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solana

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Re: Wie ich zu Gott und dem Glauben kam/ dürfen wir Engel und Maria anbeten?

von solana am 06.07.2017 09:54

Danke für den Hinweis auf den Kontext, liebe Burgen. Der ist sehr wichtig für das Verständnis.

Hallo Nobse

Hier liegt das "Problem" in der Formulierung.

 

Wenn du das Ganze liest, wird klar, wie es gemeint ist:

Lk 7, 41 Ein Gläubiger hatte zwei Schuldner. Einer war fünfhundert Silbergroschen schuldig, der andere fünfzig. 42 Da sie aber nicht bezahlen konnten, schenkte er's beiden. Wer von ihnen wird ihn mehr lieben? 43 Simon antwortete und sprach: Ich denke, der, dem er mehr geschenkt hat. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geurteilt.

Was kommt also zuerst und was ist die Voraussetzung für das andere?

Doch zuerst die Vergebung, der Schuldenerlass - dann die Freude des Begnadigten und seine Liebe zum Herrn. Nicht anders herum.

Deshalb (vermutlich) übersetzt Schlachter auch so:

Lk 7, 47 Deshalb sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben worden, darum hat sie viel Liebe erwiesen; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig. (Schlachter 2000, zitiert nach dem Bibelserver)

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

Antworten Zuletzt bearbeitet am 06.07.2017 09:55.
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