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Re: Wie ich zu Gott und dem Glauben kam/ dürfen wir Engel und Maria anbeten?
von solana am 07.07.2017 23:35Hallo Nobse
Ja, näher kommen wir einander wohl nicht.
Ist aber eigentlich auch nicht weiter schlimm, wenn wir uns gegenseitig respektieren und in unserem Umgang miteinander unser gemeinsamer Herr im Zentrum steht.
So eine "Seelenlehre" finde ich so nicht in der Bibel.
Das Wort "Seele" wird eher in einem breiteren, eher unspezifischen Bedeutungsspektrum verwendet, mal als Begriff für die Gesamtheit des nicht-materiellen Teils des Menschen, manchmal unterschieden von anderen "Teilgrössen", wie Herz und Gemüt, die wir in unserem heutigen Seelenverständnis nicht von der Seele abtrennen würden (zB Mt 22,37 und Parallelstellen).
In einer Diskussion sagte mir mal ein Gesprächspartner, dass er die Seele dem "Fleisch" zurechnet, im Gegensatz zum "Geist".
So meinst du das aber nicht?
Denn das kann ich mir nun gar nicht vorstellen. Denn das "Fleisch" kann Gott nicht untertan sein und begehrt auf gegen den "Geist" (vgl zB Röm 8,7 und Gal 5, 17).... man könnte also Gott nicht lieben "von ganzer Seele", wenn sie "Fleisch" wäre; auch könnte dann die Seele bspw nicht nach Gott Verlangen haben, so wie der Hirsch nach frischem Wasser usw.
Fleisch kann nicht "vergeistigt" werden "weil das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag's auch nicht."(Röm 8, 7)
Und weiter heisst es da: 9 Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, wenn denn Gottes Geist in euch wohnt. Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.
10 Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen.
Und wo ist da die Seele?
Hier wird nur vom Leib gesprochen, der "tot" ist um der Sünde willen und vom "Geist", der Leben ist, um der Gerechtigkeit willen.
Und es heisst: ihr sein nicht fleischlisch, sondern geistlich, wenn Gottes Geist in euch wohnt.
Würdest du nun da hinzufügen wollen: aber ihr habt noch eine teilweise fleischliche Seele, die ihr noch reinigen müsst, das hat Paulus vergessen, ihr seid doch noch nicht "geistlich", das stimmt so nicht?
Wenn ich an "Entwicklung" denke, dann muss ich auch an einen zeitlichen Ablauf denken, innerhalb dessen eine Veränderung vom "Unvollkommenen" hin zu immer mehr "Vollkommenheit" hin stattfindet.
Nun heisst es aber , dass in der Ewigkeit keine Zeit mehr sein wird: Offb 10,6 Es soll hinfort keine Zeit mehr sein,
Wie soll es eine Entwicklung geben, wenn es keine Zeit mehr gibt?
Und für Unvollkommenes ist in der Ewigkeit auch kein Platz mehr: 1 Kor 13, 10 Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören.
Und dann werden wir vollkommen sein: 12 Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.
Dies Erkenntnis müssen wir uns auchhnicht erarbeiten in einem Prozess.
Sondern "das Stückwerk" hört auf und wird weggetan - und dann ist die Erkenntnis vollkommen.
Bei Gott ist Vollkommenheit.
Und es ist bei ihm keine Veränderung, keine Entwicklung (Jak 1,17 Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel von Licht und Finsternis.)
Ich kann mir nicht vorstellen, dass "Seelen" bei ihm in der Ewigkeit Entwicklungsprozesse durchlaufen ... ohne Zeit .... also ohne "vorher" und "nachher".
Aber ich denke, unser "Wissen" über diese Dinge ist eh nicht so wichtig. Was unser Verstand wissen und erkennen kann, ist "Stückwerk" - und das s.o. 1. Kor 13 ....
Viel wichtiger ist unser Vertrauen auf Gott.
Phil 1,6 und ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.
Und zwar egal, ob wir das alles ganz genau richtig verstanden haben auf Erden oder ob wir uns in einigen Punkten geirrt haben ....
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Woran erkenne ich, ob ich errettet bin und echten Glauben habe?
von Henoch am 07.07.2017 22:21Hallo Geli,
oh, zu Gott Vater zu sagen ist ein ganz großes, wenn nicht sogar das zentrale Thema eines Erlösten und ganz sicher ein klares Zeichen für die Errettung. Ich freu mich, dass ich nicht verstehen muss, was es bedeutet, dass Gott mein Vater ist und mir seine väterliche Fürsorge und sein väterliches Interesse und seine väterliche Liebe gilt. Ich muss es nicht verstehen, denn er ist auch dann vollkommen mrin Vater, wenn es außerhalb meines Vorstellungsvermögens ist.
Henoch
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Woran erkenne ich, ob ich errettet bin und echten Glauben habe?
von Henoch am 07.07.2017 22:12Hallo Angel,
ja, und dennoch, manchmal sind es auch die Werke, die so richtig Ärger machen, z.B. fest bleiben darin etwas nicht zu tun, obwohl es Nachteile bringt, man sich jede Menge Ärger einhandelt und Freunde verliert ....
In den USA sitzt eine Standesbeamtin im Gefängnis, weil sie sich aus Gewissensgründen geweigert hat, Gleichgeschlechtliche zu trauen, als die Homoehe erlaubt und eingeführt wurde. Sie wird auch nach der Entlassung keinen Job mehr bekommen als Standesbeamtin und sicher hat sie sich als engstirnige Fundamentalistin e9inige beschimpfungen anzuhören.
Immer geht es darum, dass es aus Gott ist und Gott verherrlicht wird, nicht darum, dass uns Menschen toll finden. Manche verwechseln Werke des Glaubens mit humanistischer Hilfeleistung.
Henoch
Re: Woran erkenne ich, ob ich errettet bin und echten Glauben habe?
von angel121 am 07.07.2017 21:54@Henoch
Ja, mit Guten Liebeswerken ( in Gott getan/mit seiner himmlischen Unterstützung hierfür) können wir Christen andern Menschen die Güte und Genialität Gottes am Glaubwürdigsten vermitteln, habe ich die Erfahrung schon mannigfaltig gemacht. Jede und jeder von uns hat andere Gaben, somit andere Auf-Gaben. Im Weinberg Gottes zählt ja nicht, wie lange wer schon dort wirkt oder wie intensiv...alle bekommen den gleichen Lohn = aus meiner Sicht, einen Platz/Wirkungsbereich im Reich Gottes, fruchtbare Gottverbundenheit.
Es ist ja auch von Jesus Christus ein Aufruf, schon damals an seine Nachfolger zu jener Zeit, deren Licht nicht unter den Scheffel stellen, sondern ihr Licht leuchten zu lassen, damit die Leute all die Guten Werke sehen und DEN VATER IM HIMMEL ! PREISEN. also ganz klar SOLI DEO GLORIA plausibel vom Herrn Jesus klar definiert, finde ich.
Wir Christen sollen uns mehr und mehr zu Lichtern in der Finsternis verändern, respektive durch vermehrtes Hören auf die Stimme des Heiligen Geistes in uns so verändern zu lassen, dass Mitmenschen neugierig werden, wass uns so positiv veränderte, geduldiger und verständnisvoĺler, mutiger machte als man uns von früher her kannte.
Das ist oftmals die effizienteste Ausgangslage um dem Missionsauftrag Jesu gerecht zu werden, so auch sein Evangelium an solche weiterzugeben, die beteuern nicht an Gott zu glauben usw. So kann man zumindest säen. Ob die Saat auf fruchtbaren Boden fällt, weiss Gott allein.
gby angel121
Re: Woran erkenne ich, ob ich errettet bin und echten Glauben habe?
von Pal am 07.07.2017 21:54Genau!
guck mal die anderen 2 Teile da geht es auch darum.... lG
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Woran erkenne ich, ob ich errettet bin und echten Glauben habe?
von geli am 07.07.2017 21:05Hallo Pal, gerade hab ich Dein Video angeschaut - den 1. Teil

Ja, jetzt verstehe ich, was Du meinst mit "gottgewirkt" und "eigenstark"
Du hast es gut erklärt, finde ich.Ich denke, es kommt bei den "Werken", die unseren Glauben beweisen, auf das Motiv an.
Hätte Abraham "eigenstark" gehandelt, als er seinen Sohn opfern wollte, dann hätte er sich die ganze Sache selbst ausgedacht, um Gott zu gefallen. Und vielleicht auch ein bisschen den Menschen?

So aber hat er es getan, weil er wußte, dass Gott ihm das aufträgt, und er hat es aus Gehorsam Gottes Reden gegenüber gemacht - es war ein "Werk", das Gott für ihn zuvor bereitet hatte.
Ja, und selbst wenn wir wirklich "gottgewirkte" Werke tun - solche, die Gott eigens für uns ganz persönlich vorbereitet hat, und die wirklich aus Glauben heraus geschehen, müssen wir auf der Hut sein, das sich nicht unser Ego mit seinem Stolz meldet: "Super hast du das jetzt gemacht, schau mal, wie Gott dich gebrauchen kann. Ja, ich bin viel besser als andere - die kann Gott nicht so toll gebrauchen".

Paulus sagt ja nicht ganz umsonst: "Wer meint, dass er stehe, der sehe zu, dass er nicht falle"...
Wir müssen immer auf der Hut sein, Gott bitten, dass er uns unser Herz mit seinen oft undurchsichtigen Motiven zeigt und ihm vertrauen, dass er uns immer wieder neu leitet und uns ggf. zurück auf den richtigen Weg bringt.
Denn der Weg, den wir mit Jesus gehen, ist schmal - wir können leicht auf der einen Seite oder auf der anderen Seite herunterfallen und abstürzen

Ich hab es jetzt mal mit meinen eigenen Worten ausgedrückt - aber ich denke, so hast Du es auch gemeint?
Lg, geli
Re: Woran erkenne ich, ob ich errettet bin und echten Glauben habe?
von Pal am 07.07.2017 20:56So redet wohl auch nur ein Erwachsener!


Ich möchte wachsen in Kindlichkeit, Bedürftigkeit, Verbundenheit - so ganz einfach.
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Woran erkenne ich, ob ich errettet bin und echten Glauben habe?
von geli am 07.07.2017 20:31Sind wir nicht einfach schon deshalb "Kinder", weil Gott uns dazu gemacht hat?
Natürlich sollen wir "wachsen", aber trotzdem bleiben wir immer seine Kinder.
Und ich glaube, egal, wie wir auch wachsen - wir müssen uns immer bewußt bleiben, dass Gott unendlich viel größer ist als wir es sind, dass wir immer von ihm abhängig bleiben und auf seine Gnade angewiesen bleiben.
Vielleicht ist es gerade so: Je mehr wir im Glauben wachsen, desto mehr begeben wir uns (freiwillig) in seine Abhängigkeit und können, wie Kinder es können, immer mehr loslassen und ihm vertrauen.
Nur so meine Gedanken dazu... ist ja auch eigentlich nicht das Thema 
Lg, geli
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Wie ich zu Gott und dem Glauben kam/ dürfen wir Engel und Maria anbeten?
von geli am 07.07.2017 20:22Ja, das glaube ich auch - ich denke, wir haben unsere Standpunkte, die sich nicht verändern lassen.
Für mich ist die Bibel die alleinige Grundlage, und bei Dir kommen noch andere Dinge dazu, die ich nicht akzeptieren kann.
Nur darauf will ich noch kurz antworten:
Ich glaube, dass man zu Jesus eine Beziehung von Herz zu Herz bekommt, wenn man sein Wort ernst nimmt und nichts dazutut und nichts wegnimmt. Mir geht es nicht ums "gediegene Auslegen", sondern mein Anliegen ist es, Gott und seinen Sohn gerade im Wort immer besser zu verstehen und ihm immer näher zu kommen.
Denn Jesus selbst ist das Wort - wenn ich also in meiner Bibel lese, dann bin ich ihm ganz nahe.
Dazu sind keine mystischen Erlebnisse - und schon gar nicht von anderen und noch dazu, wenn ich dabei Kontake mit Verstorbenen aufnehmen muss - nötig.
Mystische Erlebnisse mögen als Erfahrung vielleicht schöne Gefühle auslösen - aber Jesus selbst sagt uns ganz klar, wer an seine Rede bleibt, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute.
Ich möchte auf diesem "Fels" des Wortes mein Haus bauen, denn Gefühle mytische Erfahrungen können trügerisch sein - auch der Satan verstellt sich als ein Engel des Lichts und sucht, wen er verführen kann.
Aber natürlich wirst Du Dich nicht überzeugen lassen...

Lg, geli
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Woran erkenne ich, ob ich errettet bin und echten Glauben habe?
von Henoch am 07.07.2017 20:17Hallo Pal,
ehrlich gesagt habe ich aufgegeben, herauszufinden, wie man ein Kind Gottes ist....denn wir sollen ja zugleich wachsen bis zur vollen "Mannes/Frauen-Reife".
Also hat das nichts kindliches, sondern eher etwas, was mich zum Erben macht und, und das ist viel größer, Gott für mich Vater sein lässt, weil er es will und weil er sich danach gesehnt hat, dass Jesus die Mauer der Sünde wegräumt und er seine Liebe über uns ausschütten kann, ohne seine Heiligkeit zu komptromittieren.
Das reicht mir zu wissen.
Henoch


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