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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Re: Woran erkennst du, dass du bereits im Himmelreich bist?

von nennmichdu am 23.10.2017 20:33

Hallo Nobse,


ich kann die Vorstellung, das wir aus Licht gemacht sind in der Bibel nicht finden.

Hier steht das wir aus Erde (Materie) geschaffen wurden und dann durch den Atem Gottes zu lebendigen Seelen (Geschöpfen) wurden. Wobei der Atem (Nefesch) etwas anderes darstellt als der Geist Gottes (Ruach).

Dann stellt sich die Frage, wie ich überhaupt Seele definiere. Durch den Sündenfall ist der ganze Mensch in seinem Wollen, Handeln, Wünschen, Hoffen ganz auf sich gerichtet. Nachdem er die Herrschaft Gottes über sein Leben abgelehnt hat. Die Bibel spricht dann vom bösen Herzen (vom bösen Wesenskern des Menschen). Und von einem verfinstertem menschlichem Verstande. Die Seele würde ich da als leidtragenden emotionalen Ausdruck von Körper und Geist  sehen. Entgegen der Seeligkeit eines Menschens, der mit allem Sinnen und Trachten sich mit und bei Gott geborgen weiß. 

Die von dir angesprochene geistige Verbindung zu Gott nach Jesu Kreuzestod kann dann nur für den gläubigen Menschen Gestalt annehmen.

Wobei nun der springende Punkt kommt. Und ich meine, das nicht der Mensch es in der Hand hat sich hier Kraft seines Willens Gott entgegen zu strecken, sondern Gott selbst muß sich dem Menschen offenbaren.

Bei Paulus war es das Damaskuserlebnis, wo Gott ihn ansprach. Ohne das Paulus hier auf der Suche war. Er war sich sogar gewiß, schon ein guter Diener Gottes zu sein, während er die Christen verfolgte.

Der heilige Geist teilt nun selbst ein festes (bestimmtes) Maß (an Glauben/Gaben) aus - was wir wiederum nicht in der Hand haben, als das wir uns nur genügend weit ausstrecken müssten, um möglichst viel von Gott an Licht zu erhalten.
Gott verteilt hier die Pfunde oder Talente, mit denen wir dann arbeiten und wirtschaften. Und der eine erhält wenig Pfunde, der andere viel. Und von den Arbeitern im Weinstock heißt es sogar, das derjenige der nur eine Stunde im Weinberg gearbeitet hat am Ende den gleichen Lohn erhält, wie derjenige, der den ganzen Tag in Weinberg gearbeitet hat.

Wer sich aber nicht um das Licht und um das Einströmen des heiligen Geistes bemüht, bei dem wird es auch keine - oder nur geringe - Kraftwirkungen geben.


Dann wäre es unser eigener Verdienst und nicht mehr Gottes Werk am Ende. 
Wir sind zwar aufgefordert nach geistigen Gaben zu trachten, nach der Liebe zu streben. Aber wie es uns gelingt, das alles ist Gottes Werk an uns. Der der Anfänger und Vollender des Glaubens ist. Der das Wollen und das Vollbringen in uns bewirkt.

Wenn Gott nun das Wollen in uns bewirkt, was tut eigenes Wollen dann noch hinzu?  Wir können letztendlich nur dem Wollen und Wirken des heiligen Geistes nachgeben. Gottes Wirken in und durch uns zulassen. Gottes Geist Raum geben. Aber es kann niemals in unserer Verantwortung liegen, wie viel oder wie wenig Frucht wir bringen.

Die Weinrebe braucht nur am Weinstock zu bleiben. Und dann wird sie automatisch Frucht bringen. So wie wir uns nur dem Wirken Gottes aussetzen brauchen. Auf ihn (Jesus) schauen brauchen - wie die Pflanze, die sich dem Licht der Sonne entgegen streckt.

Das sie sich aber dem Licht entgegen streckt zeugt schon wieder davon, das sie überhaupt "lebendig" ist, dieses tun zu können. Denn wenn wir "geistlich" tot sind, dann werden wir uns auch nicht dem Licht entgegen strecken. 
Also nur wenn Gott in uns wirkt, werden wir dieses oder jenes (gutes) Werk auch tun können.


mit freundlichem Gruße,
Thomas

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Woran erkennst du, dass du bereits im Himmelreich bist?

von Burgen am 23.10.2017 20:28

Hallo nobse, 

von einigen Menschen ist bekannt, dass Gott, Gottes Geist, anderen Menschen heil, Gesundheit, Wiederherstellung des Leibes, 
der Seele und des Geistes schenkt.
Oft "passiert" es während des Gottesdienstes.
Meist in speziell dafür anberaumte Zeiten.
Und sehr viele Zeugnisse bezüglich freiwerden von Drogen und andere Süchte, aber auch organische Gesundheit geschieht.
Und alles ohne spezielle Übungen und Bitten bezüglich Licht.

Meist liegt eine Änderung des Denkens zugrunde. Besonders im Bereich der Gnadeempfängnis.

In der Schrift lesen wir z.B. dass Mose ein demütiger Mann war.
Jakobus und Johannes Donnersöhne, obwohl Johannes die Liebe hervorhebt.
Paulus ein Mann der Gnade.
Lukas hebt den Arzt hervor.
Matthäus die Gerechtigkeit.

Und immer geht es um Jesus. Ein Mensch des Lichtes? Fällt mir in der Beschreibung der biblischen Menschen nicht ein.
Eher die Esotherik oder New Age.

Von Mose ist jedoch bekannt, dass sein Gesicht immer so sehr leuchtete, nachdem er mit Gott eine innige Gemeinschaft hatte.
Und das kann auch in unseren Gesichtern, speziell der Augen und überhaupt das Gesicht, abzulesen sein.

Meditation kann helfen in einen friedevollen, lichten inneren Zustand zu geraten.
Es gibt etliche Bücher zur Anleitung.

Wissenschaftlich nachweisbar ist, dass betende Menschen es einfacher haben.
Sie sollen leichter gesund werden.

Gruß
Burgen


 

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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Re: Hat der Mensch einen freien Willlen?

von nennmichdu am 23.10.2017 19:56

Hallo Solana,


es ging hier mehrfach schon der Begriff "ferngesteuerte Marionette"  - des Teufels oder Gottes .. - die Runde, was meines Erachtens nach in die Irre führt.

Der Mensch hat ja schon einen eigenen Willen. Sowohl derjenige, der noch in seinen Sünden gefangen ist als auch der aus der Vergebung lebende Christ.

Nur das der Wille des unerlösten Menschens halt beeinflußt ist von Zwängen und Abhängigkeiten, gefangen in sich selbst und fern den Vorstellungen und Absichten Gottes.

Wenn Gott sich dem Menschen in seinem unerlösten Zustand nicht offenbart, ist es diesem nicht möglich in eine Beziehung zu Gott zu treten. Das heißt wir sind Kraft unseres Willens nicht in der Lage uns für Gott zu entscheiden - solange Gott selbst sich nicht uns zu erkennen gibt. Solange Gott selbst nicht unseren Verstand und unseren Willen "lebendig" und frei macht - ein Ja für Gott zu finden.

Und der Christ, der dann Gottes Willen tuen will, kann und tut dies nur dort, wo Gottes Geist ihm dazu verhilft.


Wir sind in jedem Fall ganz und gar auf Gott angewiesen. Auf sein Handeln an und in uns. Er bewirkt das Wollen in uns. Er bewirkt das Vollbringen dessen, was er uns tun lassen möchte.

Ich denke was Luther - und auch Paulus schließt sich da an - wichtig war deutlich zu machen, das wir  aus eigenem Vermögen oder "gutem Willen" nichts zum Werk Gottes hinzutun können. Weder zu unserer Erlösung noch zu dem, was Gott an guten Werken dann durch uns vollbringen möchte.

Somit wäre alles was wir sind und sein werden als Christen aus und von Gott gewirkt und somit wird dann auch allein Gott alle Ehre und aller Ruhm  zu teil.


Der nichterlöste Mensch kann nur Nein zu Gott sagen. Der erlöste Mensch  - WIRD - nur Ja zu Gott sagen. Das macht uns nicht zu willenlosen Marionetten. Das macht uns vielmehr dann zu Teilhabern der Pläne Gottes. Der mit und durch uns das tut, was er in seiner Weisheit sich vorgenommen hat.

Jeremia 10,
23 Ich weiß, HERR, dass des Menschen Tun nicht in seiner Gewalt steht, und es liegt in niemandes Macht, wie er wandle oder seinen Gang richte.


Gruß
Thomas

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nobse

98, Männlich

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Beiträge: 174

Re: Woran erkennst du, dass du bereits im Himmelreich bist?

von nobse am 23.10.2017 18:24

Liebe Angel, liebe Solana,

schön, dass ihr auf meine Hinweise, die sich auf das Licht beziehen, eingegangen seid.

Ja, Solana, das Licht ist nicht von uns. Aber wir sind aus Licht gemacht, wir sind lichte Wesen (= Lichtwesen).

Unsere Seelen wurden durch den Sündenfall sehr stark verdunkelt, so dass der Geist, der Träger des Lichtes, nicht mehr - oder nur noch ganz schwach - durchscheinen konnte. Doch seit Jesu Kreuzestod können wir den heiligen Geist wieder atmen, wir haben wieder eine geistige Verbindung zu Gott!

Und hier kommt nun unsere eigene Bemühung ins Spiel: Wir können Gott oder Christus bitten, uns Licht zu schenken, damit wir es weitergeben können. Je mehr Licht wir in unseren Seelen aufnehmen - durchlassen - und an andere weitergeben, desto größer werden die Kraftwirkungen des heiligen Geistes sein! Ein Mensch, der sehr viel Licht durch seine Seele scheinen lassen kann, wird zu einem Werkzeug Jesu Christi - und man kann es eines Tages daran erkennen, dass er Kranke heilen kann und dunkle Geister austreiben kann. Man wird es auch daran erkennen, dass er sein Leben mit Leichtigkeit meistert, eben weil alles, was er denkt und tut, vom heiligen Geist durchströmt ist. Er bekümmert sich in erster Linie um das Himmelreich und dessen Gerechtigkeit - und nach den Worten Jesu wird ihm alles dazugegeben, was er für das irdische Leben benötigt. Das heisst nun nicht, dass er im Überfluss schwelgen könnte, nein, aber es heisst, dass er alles hat, was er zum Leben benötigt. Er wird nicht leiden, sondern in Freude leben können, da ihm durch die ununterbrochene Gegenwart des Geistes das Himmelreich zur Seite steht.

Wer sich aber nicht um das Licht und um das Einströmen des heiligen Geistes bemüht, bei dem wird es auch keine - oder nur geringe - Kraftwirkungen geben. Unsere Bemühungen, mit dem Licht zu arbeiten, werden vom Herrn dadurch belohnt, dass er uns immer mehr davon schenkt. Dabei achtet er genau auf unseren eigenen Willen: wollen wir immer mehr von IHM? Oder lassen wir es irgendwann gut sein und bescheiden uns mit dem, was wir haben?

Wenn ein Mensch dann zum Gerechten wird, der im Reiche des Vaters wie eine Sonne erstrahlt, dann ist das auch auf sein eigenes Bemühen zurückzuführen.

Das Zusammenwirken von Gott und Mensch ist tatsächlich eine zweiseitige Angelegenheit. An dieser Stelle möchte ich noch mal darauf aufmerksam machen, dass der Mensch als Ebenbild Gottes erschaffen wurde. Ohne die Kraft Gottes könnte ein Mensch natürlich gar nichts bewirken. Aber wenn er sich bewusst ist, dass Gott in ihm lebt, dann kann er Wunder vollbringen. Und ob er das tun will oder nicht, liegt an ihm selbst. Wie weiter oben angemerkt.

Vielleicht wird jetzt einiges noch klarer, hoffe ich zumindest.

Herzlichen Gruß in die Runde,
Nobse

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solana

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Beiträge: 4164

Re: Hat der Mensch einen freien Willlen?

von solana am 23.10.2017 16:02

Hallo Thomas

So, wie du es bescheibst, kommt es mir so vor, als hätte der Mensch überhaupt keinen eigenen Willen und überhaupt keine Entscheidungsmöglichkeit; so als wäre er nur eine ferngesteuerte Marionette des Teufels oder Gottes - und er kann nicht mal wählen, wer von beiden ihn fernsteuern soll.

Meinst du, dass Luther das so gemeint hat oder habe ich dich da falsch vertsanden?

Paulus jedenfalls hat es nicht so gemeint.
Laut Paulus hat der Mensch zwar keinen freien Willen, weil sein Wille, das Gute zu tun, gefangen ist, so dass der Mensch das Gute zwar erkennen kann und es auch wollen kann - aber am Vollbringen hapert's (Röm 7,18 Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht.)

Dh der Wille des Menschen ist zwar gefangen, also nicht frei, aber der Mensch ist keine willenlose Marionette.

Und der Mensch kann aus diesem Gefängnis befreit werden, so dass er Gott gerne und von ganzem Herzen folgt.  Nicht gegen seinen Willen und auch nicht willenlos, sondern von Herzen gerne. Dazu gehört doch auch eine Willensentscheidung - oder nicht?

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

Antworten Zuletzt bearbeitet am 23.10.2017 16:03.

nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Re: Hat der Mensch einen freien Willlen?

von nennmichdu am 23.10.2017 15:43

Hallo Burgen, Pal, Sonnenkind und alle anderen,


im letzten Beitrag schrieb Burgen von der Gnade. 

Und gerade die Gnade, wo Gott sich uns naht, uns Vergebung empfangen lässt, führt den "freien Willen" ad absurdum. Zeigt, das es ihn nicht geben kann.

Denn wäre unsere Entscheidung gefragt, wäre unser freier Wille gefragt, wäre es unser eigener Verdienst, das wir errettet werden. Käme nicht mehr Gott die Ehre dafür zu. Wäre (unverdiente) Gnade nicht mehr Gnade, Erwählung nicht mehr Erwählung,  sondern wir hätten uns Kraft unseres gesunden Menschenverstandes für das (den) Richtige(n) entschieden.

Der natürliche (sündige) Mensch ist aber nun gefangen und verblendet und kann sich nicht an den eigenen Haaren aus dem Sumpf der Sünde ziehen noch will er es überhaupt. Sein einziges Bestreben ist es sein eigener Herr zu sein und zu bleiben und so ruft er wie die Menschenmassen, die Jesus dem Kreuzestod übergeben: "Wir wollen nicht, das dieser über uns herrsche."

Gott bewirkt in uns das Wollen und das Vollbringen. Er schafft dieses durch seinen lebendig machenden heiligen Geist in uns - so wie Jesus auch Lazarus von den Toten auferweckte. Lazarus musste und konnte hier nichts dazu beitragen. Gottes Wort machte ihn lebendig. 

Und so entreißt Gott auch uns, die wir sein lebendig machendes Wort erleben, aus dem Todesschlaf der Sünde und versetzt uns in das Reich seines geliebten Sohnes. Sodass wir seine Kinder, Gottes Kinder, sind.

Wo bleibt hier noch unser freier Wille? Und wenn wir nun seine Kinder sind, ist es wieder Gottes Geist der uns das (rechte) Wollen schenkt, zu tun, was ihm dienlich ist. 


Zuletzt noch ein Auszug von Luthers Einstellung zum freien Willen:


´Wenn man deshalb Luther den „freien Willen" anböte, würde er ihn entsetzt
zurückweisen, denn nicht nur alle Vollmacht zum Dienst liegt in jenem seligen
„Gerittenwerden", sondern auch alle Heilsgewissheit: Ich bin mit selbst uns all meiner
Unzuverlässigkeit entnommen, bin für Zeit und Ewigkeit in Jesu Händen geborgen.
Niemand - auch mein eigener Wille nicht! - kann mich aus diesen Händen reißen!
„Ich bekenne fürwahr in Bezug auf mich: Wenn es irgendwie geschehen könnte, möchte
ich nicht, dass mir ein freier Wille gegeben werde, oder das etwas in meiner Hand
gelassen würde, womit ich nach dem Heil streben könnte... Denn mein Gewissen würde,
wenn ich auch ewig lebte und wirkte, niemals gewiss und sicher, wie viel es tun müsste,
damit es Gott genug tue... Aber jetzt, da Gott mein Heil aus meinem Willen
herausgenommen und in seinen Willen aufgenommen hat, und nicht durch mein Werk
oder laufen, sondern durch seine Gnade und Barmherzigkeit mich zu erhalten verheißen
hat, bin ich sicher und gewiss, dass er getreu ist und mir nicht lügen wird, auch mächtig
und stark ist, dass keine Teufel, keine Widrigkeiten ihn werden überwältigen oder mich
ihm werden entreißen können... Das ist der Ruhm aller Heiligen in ihrem Gott" Luther LD
326f/Mü 243 f)

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solana

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Beiträge: 4164

Re: Woran erkennst du, dass du bereits im Himmelreich bist?

von solana am 23.10.2017 12:43

Im 2. Korintherbrief beschreibt Paulus dieses Licht sehr schön:


2Kor 4,6 Denn Gott, der da sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass die Erleuchtung entstünde zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.
7 Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, auf dass die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns.

Ich habe mal einen Vortrag zu dieser Stelle gehört, der mich sehr beeindruckt hat.

Der Redner verwies darauf, dass hier die "Neuschöpfung" beschrieben wird mit Worten, die an den Schöpfungsbericht im AT anklingen.
1. Mose 1, 3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.

Genauso so schafft Gott in der Finsternis der menschlichen Seele etwas Neues, zündet in uns ein Licht des neuen Lebens an und erretet uns so aus der Finsternis (Kol 1,13 Er hat uns errettet aus der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines geliebten Sohnes,).
Jesus spricht: Joh 12,46 Ich bin als Licht in die Welt gekommen, auf dass, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe.

Joh 1,5 Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht ergriffen.

Joh 3,19 Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse.

Licht scheint in der Finsternis - und dort, wo Licht scheint, muss Dunkelheit weichen, sie kann nicht mehr bestehen; das Licht muss nicht gegen das Dunkel ankämpfen und es überwinden, damit ein dunkler Raum hell wird.
Das Licht leuchtet nur dann nicht, wenn es verhüllt wird - "unter einen Scheffel oder eine Bank" gestellt wird, wie es im Evangelium heisst.

Dieses Licht haben wir nicht von uns, es ist das Licht Gottes, das wir von ihm empfangen.
Und unser Auftrag ist es, dieses Licht ungehindert nach aussen strahlen zu lassen und so Zeugnis zu geben von der hellen Quelle, die der Ursprung dieses Lichts ist.

2. Kor 4, 7 Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, auf dass die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns.

Das ist ganz wichtig!

Es ist nicht unser Licht, das durch unsere tolle Leistung produziert wird und mit dem wir als besonders gute Menschen vor anderen glänzen können.
Nur da, wo sich ein Mensch in seiner Angewiesenheit auf Gott erkennt und sich in Demut selbst zurück nimmt - nur da kann Gottes Lich leuchten.
Wir sind wie Planeten, die ihr Licht von einem Fixstern empfangen und es weitergeben - dadurch werden sie hell. Und auch nur dadurch, dass sie es weitergeben, nicht für sich selbst behalten .....
Aber wir dürfen auch nicht meinen, wir wären Fixsterne und könnten das Licht aus uns selbst hervorbringen und unser Leuchten käme aufgrund unserer eigenen Leistung zustande, wir könnten einen Ruhm für unsere guten Taten beanspruchen.

Unser Licht soll leuchten, damit Gott gepriesen wird, nicht wir als gute Menschen:

Mt 5,16 So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Und dieses Licht hat Gott in uns als "irdene Gefässe" hineingegeben, einen so kostbaren Schatz in solch zerbrechliche, Gebilde aus "Erde/Staub".

Unsere Zerbrechlichkeit und Schwachheit verweist uns immer wieder auf Gott, bringt uns immer wieder dazu, erst zu empfangen und dann weiter zu geben - damit wir nicht vergessen, "dass die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns" und wir den Menschen wirklich Gottes Licht weitergeben und nicht versuchen, selbst einen Glanz zustande zu bringen.

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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angel121

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Re: Woran erkennst du, dass du bereits im Himmelreich bist?

von angel121 am 23.10.2017 10:05

@nobse
Lieber nobse, ich habe mich sehr gefreut, als ich diese Deine Worte las. Herzlichen Dank.

nobse: ich hatte ja die Frage aufgeworfen, wie man erkennen kann, dass man bereits im Himmelreich ist. Und ich hatte behauptet, dass die Bewohner des Himmelreichs das Liebesgebot Jesu befolgen.

Das Himmelreich ist ein Lichtreich und es ist erfüllt vom Licht Gottes und die Bewohner des Himmelreiches leben in dem Licht und mit dem Licht. Das Leben im Himmelreich besteht aus einem immerwährenden Geben und Nehmen von Liebe, die ursprünglich von Gott ausgesendet wird, von den Bewohnern des Himmelreiches also empfangen und weitergegeben wird.

Liebe ist auch etwas, was es nur im Lichten gibt. In der Finsternis ist keine Liebe. Wer sich also an Jesus Christus, den Erlöser, wendet, ihn um seine Liebe bittet und diese Liebe an seine Umgebung weitergibt, der ist ein Mitglied des Himmelreiches.

Genau darum ermuntert ja Paulus, wie die Kinder des Lichts zu wandeln
Wandelt wie die Kinder des Lichts, die Frucht des Geistes ist allerlei Gütigkeit und Gerechtigkeit und Wahrheit, Epheser 5.9

Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. Johannes 8.12

gby angel121

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angel121

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Re: Woran erkennst du, dass du bereits im Himmelreich bist?

von angel121 am 23.10.2017 09:46

@pray

Thomas führte dann noch aus dem Vater unser die Bitte an: Dein Reich komme. Und weiter heißt es dort ja: Dein Wille geschehe - wie im Himmel, so auf Erden. Daraus schließe ich, dass Gottes Wille schon im Himmel geschieht, er dort regiert. Und so bitten wir: Wie im Himmel....so soll es auch auf Erden sein. So verstehe ich es jedenfalls Ihr auch?

Also ich verstehe es auch so. Und wie kann der Wille Gottes wie im Himmel so auch auf Erden geschehen? Durch wachsende gelebte, wahrhaftige Liebe.
Und er sprach zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel. Lukas 11.2

Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HERR, HERR! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Matthäus 7.21

Und da Jesus gekommen ist den Willen des zu offenbaren, zu lehren und vorzuleben,der sein Reich wie im Himmel auf Erden errichten will,  wusste/weiss man ja, was es damit auf sich hat, worin man in sich Änderungsbedarf erkennt um dem Willen Gottes im Himmel gerecht zu werden.

Denn ich bin vom Himmel gekommen, nicht daß ich meinen Willen tue, sondern den Willen des, der mich gesandt hat. Johannes 6.38

Und der Wille des Vaters im Himmel ist doch die gelebte Liebe,  da Gott ja Liebe ist. Somit das Wandeln im Geist, als Kind des Lichts, das Gehorchen dem Heiligen Geist -der Jesus vom Tode auferweckte- der in uns wohnt.

Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. 1. Johannes 4.16

Gerade gestern hörte ich wieder das Lied: Alles kann besser werden, hol`n wir uns den Himmel auf Erden. Gott ist allgegenwärtig und findet immer wieder Möglichkeiten daran zu erinnern, was ihm wichtig ist. FRIEDEN AUF ERDEN.

gby angel121

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Oase (41) Herr, lehre uns beten ... Lukas 11,1

von Burgen am 23.10.2017 09:24

Losung 

Befiehl dem HERRN deine Werke, so wird dein Vorhaben gelingen.    Sprüche 16,3 

Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.    Philipper 2,13 

2. Mose 15, 22-27
Hesekiel 3, 12-21

All mein Tun und all mein Lassen sei dir, Herr, anheim gestellt.
Führe mich auf rechter Straßen, mach's  mit mir, wie dir's gefällt.
Schenk zur Arbeit rechten Fleiß,  
lehre mich, was ich nicht weiß,  
zeige mir, was ich nicht sehe,
leite mich, wohin ich gehe. (BG: 1684 Hamburg) 
 

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