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Re: Sätze vervollständigen, zweiter Versuch ;-)
von pray am 25.10.2017 20:00...es, mit anderen Christen zu zu singen.
Eine besonders schöne Eigenschaft an einem Menschen ist es, wenn...
Re: Hat der Mensch einen freien Willlen?
von pray am 25.10.2017 19:51Liebe solana,
das ist eine schwierige Frage und ich bin sehr gespannt und hoffe, dass wir darauf eine biblische Antwort bekommen.
Ich habe eine Elberfelder-Bibel mit Sprachschlüssel und habe nun mal nachgesehen, wie das Wort "will" eigentlich übersetzt wird und welche nähere Bedeutung es hat. Ob es womöglich ein "Wunsch" im Sinne von "hätte gern" oder nicht so drängend im Sinne von "Ich will dann mal gucken..." zu verstehen sen könnte. Aber nein, ist es eben nicht!!!
Das griechische Wort heißt hier "thelo" und bezeichnet nicht nur den Vorgang des Wollens, sondern auch das Drängen auf die Verwirklichung des Gewollten. (Es gibt noch ein etwas "schwächeres" Wort für Wollen, welches "boulumai" heißt, aber in der Stelle in 1. Tim. 2,3 steht eben "thelo")
Re: Was bei Menschen unmöglich ist, ist bei Gott möglich - zB. 1. Mose 18,14
von pray am 25.10.2017 19:36Liebe Burgen,
ach, schön, dass du dieses Thema eröffnest hast. Es stimmt wirklich, dass Gott alle Dinge möglich sind, selbst wenn wir gar keine Möglichkeit mehr erkennen können. Deine Jeremia 32 Stelle habe ich nachgelesen, ja es geht hier u.a. nochmal um eine Rückbesinnung auf Gottes Wundertaten beim Auszug aus Ägypten. Genau!, diese Wunder dürfen wir keineswegs vergessen.
Aber es gibt ja noch so viel mehr.
Liebe solana,
danke für die ausführliche Erklärung zum "reichen Jüngling". Heee, du hast aber genau gelesen und total Recht damit, da hatte ich ein falsches Verständnis der Bibelstelle. Jetzt habe ich es verstanden: Es ging ja gar nicht um das Hindernis "reich sein" bei der Frage, wer dann errettet werden kann, sondern den Jüngern stand ja klar der gesetzestreue Jude vor Augen, dem f a s t nichts mehr fehlte an gutes Tun. '
DAHER dachten sie: Wen nicht DER, wer dann?? Also, wirklich DANKE für den Hinweis!!!
Liebe Geli,
über die Bibelstelle, dass die Gerechtigkeit der Jünger eine bessere, als die der Pharisäer sein muss - zudem Jesus die Gebote jdann weiter ja nochmal verschärft, habe ich mir schon viele Gedanken gemacht. Eigentlich bin ich zu der Antwort gekommen, dass unsere Gerechtigkeit ja tatsächlich eine bessere ist, denn wir haben Christi Gerechtigkeit ja "angezogen". Was natürlich nicht heißen darf, dass die Gebote als Leitplanken für unser Leben ungültig wären. Gottes Gebote sind gut - allerdings für den, der sie recht gebraucht. Sie dienen nicht dazu, dass man durch sie alleine gerecht werden kann, aber fürs Leben sind sie eben gut.
Re: Hat der Mensch einen freien Willlen?
von solana am 25.10.2017 17:23Es bleibt aber die Frage bestehen, inwieweit sich der Mensch dem Wirken Gottes verweigern kann.
Hallo Thomas
Ja, diese Frage stellt sich insbesondere angesichts solcher Aussagen:
1.Tim 2, 3 Dies ist gut und wohlgefällig vor Gott, unserm Heiland, 4 welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
Wenn Gott es will und es doch nicht geschieht, dass alle Menschn errettet werden, dann muss das einen Grund haben.
Und dieser Grund kann meiner Ansicht nach nicht darin bestehen, dass Gott zwar will, es aber nicht tun kann .....
Also worin liegt dann deiner Meinung nach der Grund?
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Hat der Mensch einen freien Willlen?
von nennmichdu am 25.10.2017 15:19Ein Bibelvers, der dieses Thema umrahmen könnte:
Röm 9,16 So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen.
Es bleibt aber die Frage bestehen, inwieweit sich der Mensch dem Wirken Gottes verweigern kann.
Und hierin kann dann nur die Verantwortlichkeit des Menschens liegen - die es geben muss, wenn Gott den Menschen eines Tages richten wird für seine Taten. Das der Mensch gegenüber dem Werben und Ziehen Gottes permanent Widerstand leistet.
Bei seinen Auserwählten Kindern --- wird es letztendlich so sein --- das sie das Ziel erreichen.
Ein schon öfters beschriebenes Bild für die Erlösung schafft für uns dann eine Spannung, die nicht völlig aufzulösen ist.
Auf der einen Seite steht die Einladung Gottes: Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid.
Diejenigen dann, die dieser Einladung gefolgt sind, durch die enge Pforte zum ewigen Leben hindurchgedrungen sind, werden dann im Rückblick erkennen:
Erwählt vor Grundlegung der Welt.
Wenn ich meine Bekehrung betrachte, als ein Mensch der Gott nicht gesucht hat, dann kann ich sagen, das Gott mich überzeugt hat und letztendlich alles von ihm ausging. An meinen Bemühungen und an meinem Suchen lag es nicht, errettet zu werden.
Und wenn ich sehe, wie oft ich Gott schon ungehorsam war und wohl noch sein werde, dann kann es auch nur ganz und gar an ihm liegen, das ich eines Tages das Ziel erreichen werde.
ich wünsche allen noch einen schönen Nachmittag.
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Hat der Mensch einen freien Willlen?
von Burgen am 25.10.2017 13:35Das obige Beispiel des Schachspielers empfinde ich als hart und ungerecht.
Gott spielt keineswegs Schach mit den Menschen.
Jedoch kann er Mens hen "benutzen", seinem guten Plan behilflich zu sein.
Z.B. setzte er Nebukadnezar ein, den damaligen Weltherrscher.
Und auch in unserem, manchmal scheinbar unspektakulären Alltagsgeschehen,
werden andere Menschen, Umstände usw. benutzt, Gottes Plan vorranzubringen.
Das kann evtl. plötzlich und unerwartet zu einem betenden Aufschauen zu Jesus führen.
Oder der Christ wird plötzlich innerlich bewegt, dies oder das zu denken, zu tun oder fühlen.
Eine Ahnung, einen Zusammenhang besser verstehen.
Oder sogar den Zug verpassen - der Std später evtl. entgleist.
Gottes Wirken, seine Fäden (oder Schachzüge) bleiben nie da stehen wo er etwas (für uns) tun sollte.
Ich glaube, dass wir, der eine oder andere, vergessen, dass wir immer noch im Halljahr sind, im Gnadenjahr,
indem er sammelt, wiederherstellt, Unkraut neben Kraut wachsen lässt, und Ernte einbringt.
Und deswegen ist es so unendlich wichtig sich voll und ganz, mit Haut und Haaren, wie es so schön heißt,
auf Jesus auszurichten und das Evangelium der unverdienten Gnadengunst zu leben lernen. Und dieses studieren,
nicht den alten Menschen studieren, den kennt schließlich jeder, wie langweilig eigentlich.
Wenn man mal überlegt, wir befinden uns mindestens seit 500 Jahren in allerbester Gesellschaft mit unseren "Glaubensvätern und Glaubensmüttern.
Wir brauchen das Rad keinesalls neu erfinden. Dieselbe Schrift, griechisch und hebräisch sind uns zum Studium Gottes gegeben.
Und wir alle in unseren Breitengraden haben die Möglichkeit als nur die Muttersprache zu können, in mancherlei Bibelübersetzungen fündig zu werden.
Vorrausgesetzt ein gläubiges offenes Herz und Liebe für Gott durch Jesus, unserèn Erlöser.
Naja. Seid gegrüsst
Burgen
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Was bei Menschen unmöglich ist, ist bei Gott möglich - zB. 1. Mose 18,14
von geli am 25.10.2017 11:54Ja, das glaube ich auch - die Frage geht viel tiefer als nur um "Reichtum".
Die Jünger haben das wohl auch erfasst - denn ihre Frage geht ja nicht nur um die "Reichen", sondern sie fragen: "WER überhaupt" kann dann selig werden?
Wenn nicht einmal ein Mensch, der so vorbildlich das Gesetz gehalten hat, ins Reich Gottes kommen kann - wer dann?
Dazu denke ich auch an die Aussage, die Jesus in Matth. 5,20 gemacht hat:
"Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen."
Ja, da stellt sich auch hier die Frage: "Wer dann", wenn nicht diese, die ja das Gesetz bis aufs i-Tüpfelchen gehalten haben - zumindest nach außen hin?
Ich glaube, Jesus stellt das hier so dar, weil wir Menschen uns wirklich schwertun damit, anzuerkennen, dass unsere eigene "Gerechtigkeit" nie ausreichen wird, um vor Gott bestehen zu können - noch nicht einmal die "Gerechtigkeit" eines Menschen, der wirklich "vorbildlich" lebt.
Auch heute sind die meisten Menschen, die ich kenne (ich hab auch einmal zu denen gehört
), überzeugt davon, dass sie ja "eigentlich" gar nicht soooo schlechte Menschen sind und dass das vor Gott schon ausreichen wird.Jesus will hier darstellen, dass es bei uns Menschen völlig unmöglich ist, zu Gott zu kommen - aber bei Gott, und nur durch Ihn, wird es möglich, weil Jesus Christus uns die Gerechtigkeit schenkt, die vor Gott zählt.
Ja, und an dieser Stelle kommt dann der "Glaube" ins Spiel, der Dinge möglich macht, die ansonsten für uns Menschen völlig unmöglich sind - bei Gott und durch Gott aber möglich.
LG, geli
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Hat der Mensch einen freien Willlen?
von nennmichdu am 25.10.2017 11:47Hallo lieber Pal,
du stellst die Frage: Wie kann Gnade denn je gerecht sein?
Das Wesen der Gnade ist es, das sie unverdient ist.
Das Wesen der Gerechtigkeit ist, das jeder (böse) Tat eine Wiedergutmachung - einen Ausgleich - fordert und benötigt.
Der Mensch verdient in seinen Sünden den Tod. Somit würde der Sünder am Ende bei Gott verloren gehen, weil er die Fehler, die er gemacht hat, nicht wieder gut machen kann. Das wäre gerecht.
Da aber nun Jesus, als Gerechter und Sündloser, für uns Sünder den Tod am Kreuz auf sich genommen, sieht Gott seinen Tod stellvertretend als unseren Tod an, sodass durch Jesus Gerechtigkeit für die Sünden (die nach Wiedergutmachung schreien) vollbracht worden ist.
Also - dies bedeutet das alles schon geschehen ist, was uns vor Gott gerecht machen kann. Gerecht machen tut. Wir haben ein unbeflecktes sündloses Opfer in Jesus Christus - welches Gottes Zorn über unsere Sünden völlig getilgt HAT.
Dort wo wir nun aufblicken zu Jesus und dies im Glauben, in Zuversicht, für uns annehmen können, sind wir gerecht und sind wir begnadigt.
Das wir aber aufblicken können, liegt nicht an unserem Vermögen. Sind wir doch in Sünden und Finsternis gefangen. Hier greift Gott ein. Sendet sein Licht, sein Wort, welches in uns ein Wollen bewirkt, welches uns treibt und befähigt, den Blick zu erheben. Das Licht Gottes zu sehen.
In Römer 9 steht etwas anderes.
11 Ehe die Kinder geboren waren und weder Gutes noch Böses getan hatten, da wurde, damit der Ratschluss Gottes bestehen bliebe und seine freie Wahl -
12 nicht aus Verdienst der Werke, sondern durch die Gnade des Berufenden -, zu ihr gesagt: »Der Ältere soll dienstbar werden dem Jüngeren« (1.Mose 25,23), 13 wie geschrieben steht (Maleachi 1,2-3): »Jakob habe ich geliebt, aber Esau habe ich gehasst.«
Wobei "gehasst" im Sinne von zurückgestellt nur gemeint sein kann.
Ehe ein Mensch geboren wird, hat Gott schon festgelegt (vor Grundlegung der Welt nach Epheser 1), wer zu ihm gehören wird und wer nicht. Unabhängig vom Wollen des Menschens. Das ist erstmal ein schwerer Brocken für uns. Und mag anfänglich dem Gerechtigkeitsempfinden des Menschen zuwider gehen.
Von Natur aus würden alle Menschen verloren gehen. Das wäre nur allzu gerecht. Das Gott sich in seinem souveränen Handeln nun manche als Gefäße der Ehre erwählt ist ein Akt der Gnade. Und wir können Gott nicht dafür tadeln, das er sich nun jenen erwählt und jenen nicht erwählt, wenn doch alle Menschen letztlich nur den Tod verdient hätten.
Gnade - und das entspricht dem Wesen von Gnade - kann nur unverdient sein. Liebe kann nur geweckt werden - durch Gott. Und kann nur ausgeübt werden, durch den heiligen Geist - der wiederum von Gott geschenkt ist. Von Natur aus haben wir diese agape - diese selbstlose göttliche Liebe nicht in uns.
In deinem Videobeitrag sprichst du davon:
Die freiwillige „Marionette" schafft sich, durch Vertrauen, ein neues Herz!
Der Mensch kann sich aber selbst kein reines Herz schaffen. So wie es im Psalm 51 heißt es:
Ps 51,12 Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, beständigen Geist.
Gott muss es schaffen. Im Menschen. Er ist der Handelnde. Er gibt uns seinen Geist. Er verändert uns. Nicht wir selbst sind dazu in der Lage.
Im nächsten Beitrag schreibst du:
Das hieße wiederum dem Menschen die Ehre zu geben. Für seine richtige Entscheidung Gott zu lieben. Als ob Gott überhaupt etwas binden könnte, was aus seinen Geschöpfen hervorgeht. Kommt doch nur Gutes aus uns Menschenkindern hervor, was Gott zuvor selbst hineingelegt hat. Aus uns selbst heraus können wir Gott nichts gutes bringen. Noch nicht mal ein Fünkchen guten Willen.
Gott muss uns rundum erneuern zuvor. Uns das reine Herz und den neuen beständigen Geist erst schenken, damit wir dann seine Liebe erwiedern können.
Dieser Vers könnte auf den ersten Blick widersprüchlich zur Erwählung Gottes stehen. Als ob es nur am Menschen liegt, der sich Gott verweigert. Zeigt aber meines Erachtens nach mehr eine Grundgefühl Gottes, der mitleidet. Der kein Gefallen am Tod der Gottlosen hat. Und doch am Ende in all seiner Gerechtigkeit jedem nach seinem Tun vergelten wird.
Und nach der Auswahl seiner Gnade sich derer erbarmt, die er dazu bestimmt hat.
liebe Grüße
Thomas
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Woran erkennst du, dass du bereits im Himmelreich bist?
von nennmichdu am 25.10.2017 10:50Hallo Nobse,
einen schönen guten Morgen ersteinmal. Wir haben zwar stark unterschiedliche Sichtweisen, was uns aber nicht daran hindern sollte, Argumente darüber auszutauschen, in der Hoffnung, gegenseitig zu einem tieferen Verständnis zu gelangen.
Manches, was Du schreibst, kann ich unterstreichen:
Manches nur in Frage stellen:
Wenn wir uns beide auf die Bibel berufen und sie als Quelle unseres Wissens heranziehen, dann müssten wir eigentlich in der Bibel unsere Annahmen auch bestätigt finden.
Du betonst, das der Mensch in der Lage ist, sich nach Gott auszustrecken. In der Lage und in der Verantwortung - damit Gott ihm dann heiligen Geist gibt. Und zwar je mehr davon, je mehr der Mensch sich hierum bemüht.
Zumindest am Anfang einer Beziehung zwischen Mensch und Gott ist dies aber nicht so, wenn ich hierzu in der Bibel nachforsche.
Dort heißt es, das Gott sich dem Menschen nahen muss und will. Weil der Mensch selbst aus eigenem Vermögen im Gefangensein seiner sündhaften Natur keine Antenne für Gottes Reden und Wesen hat.
1Kor 2,14 Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen;
Im Alten Testament lesen wir schon davon, das Gott Menschen erwecken muss.
Hag 1,14 Und der HERR erweckte den Geist Serubbabels, des Sohnes Schealtiëls, des Statthalters von Juda, und den Geist Jeschuas, des Sohnes Jozadaks, des Hohenpriesters, und den Geist aller Übrigen vom Volk, dass sie kamen und arbeiteten am Hause des HERRN Zebaoth, ihres Gottes,
Damit der Mensch also überhaupt erst "tätig" werden kann, muss Gott den Menschen zu sich ziehen.
Joh 6,44 Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.
Leben wir als Christen dann durch den heiligen Geist - können wir diesem Raum geben. Sind wir ein Stück weit gefragt. Aber auch hier bin ich der Überzeugung, das Gott uns dabei helfen muss und helfen will. Das er uns sogar zu überzeugen vermag, wenn wir uns ihm verweigern.
Von der Rebe am Weinstock schreibst du:
Aber wie soll sich denn eine Rebe bemühen um den Saft? Sie wird doch ganz selbstverständlich dank der Gesetze von Physik und Biologie dann vom Saft der Rebe erreicht, wenn sie nur am Weinstock bleibt. Wenn sie nur verbunden ist.
Aus der Verbundenheit mit Gott muss Frucht hervorgehen. Nur aus der Unverbundenheit kommt dann auch keine Frucht.
Das "Eigenleben" führten Adam und Eva, als sie sich von Gott abwandten und ihr eigener Gott sein wollten. Gott möchte die Menschen in Beziehung zu ihm sich entfalten sehen. Und hier würde ich statt Eigenleben - Christusleben sagen. Dann so wie Fische, die nicht auf dem Trockenen zappeln, sondern nur im Wasser ihre volle Lebensdynamik entfalten.
Damit wir dann darüber Rätseln müssen? Wenn Gott schon die Bibel wählt, sich hier dem Menschen zu offenbaren, dann wird er es wohl auch in einem Umfang tun, in der dann alles, was wir wissen müssen und wissen können auch vorhanden und niedergeschrieben ist.
Das ist für mich ein kurzsichtiger Fehlschluss. Du unterstellst Gott damit, das er nichts anderes als Licht hervorbringen kann. Legst ihn damit fest und stellst seine Allmacht in Frage.
In Klagelieder 3 steht:
37 Wer darf denn sagen, dass solches geschieht ohne des Herrn Befehl
38 und dass nicht Böses und Gutes kommt aus dem Munde des Allerhöchsten?
Wenn es heißt:
1Joh 1,5 Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis.
Dann kann ich daraus nicht schließen, das Gott nichts anderes ist, als pures Licht - von seiner Substanz her. Es verweist vielmehr auf EINE Wesenshaftigkeit Gottes: Alles offenbar werden zu lassen und alles erhellend und alles durchdringend zu sein.
Es heißt dann auch, das Gott in einem Lichte wohnt:
1Tim 6,16 der allein Unsterblichkeit hat, der da wohnt in einem Licht, zu dem niemand kommen kann, den kein Mensch gesehen hat noch sehen kann. Dem sei Ehre und ewige Macht! Amen.
Gott ist immer als eine Person in der Bibel beschrieben. Umfasst also viel mehr als nur die Eigenschaften von Licht.
Wir können nur durch Jesus Christus leuchten. Er ist unser Licht. Aber auch nur bei den Menschen, die hier von neuem geboren wurden.
Von Natur aus haben wir kein Licht.
Eph 5,8 Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Lebt als Kinder des Lichts;
Dann macht Gott nicht den ersten Schritt. Dann ist es nicht Gott, der sich die Menschen erwählt. Sondern der Mensch erwählt sich Gott. Jesus, der seine Jünger alle persönlich herausgerufen hat - aus der Masse - sagt aber:
Joh 15,16 Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit, wenn ihr den Vater bittet in meinem Namen, er's euch gebe.
mit freundlichem Gruße
Thomas
Re: Woran erkennst du, dass du bereits im Himmelreich bist?
von solana am 25.10.2017 10:17Hier sehe ich nicht so sehr den Gegensatz zwischen Aktivität und Passivität
Lieber Nobse
Nein, um den Gegensatz Aktivität-Passivität ging es mir ja auch gar nicht.
Sondern um den Gegensatz: "Wir sind die Macher und nehmen dazu Gottes Hilfe in Anspruch, aber es ist unsere Leistung und unser Werk"<=> Gott wirkt das in uns und durch uns. Wir empfangen und geben das Empfangene weiter, sind Werkzeuge und Gefässe, Gott ist der Macher, es ist sein Werk, wir lassen uns von ihm gebrauchen (nicht umgekehrt: wir gebrauchen ihn, um unser Werk zu tun)
Eph 2,10 Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.
Natürlich ist das nicht "passiv", wenn wir "in guten Werken wandeln".
Es ist aber auch nicht so, dass es unser Verdienst ist und uns der Ruhm dafür gebührt, wenn wir etwas Gutes zustande bringen.
Denn das geht nur, indem wir "aus der Quelle" schöpfen und das Gute empfangen, das wir dann konkret realiisieren und umsetzen können.
Jesus fordert uns ja dazu auf, zu arbeiten: Lasst euer Licht leuchten.
Da werden wir wohl nicht auf einen Nenner kommen.
Wie ich schon mehrfach schrieb: Nicht wir bringen dieses Licht hervor. Wir sind nicht wie ein Fixstern, sondern wie Planeten, die das Licht des Fixsterns empfangen und reflektieren.
Und gerade beim Licht wird dasselbe deutlich wie bei der Frucht: es leuchtet, weil es die Natur des Lichts ist, zu leuchten.
Es muss sich nicht um Leuchten bemühen, daran arbeiten, einen Glanz hervorzubringen.
Genauso wening wie eine Rebe sich ihre Frucht erarbeitet.
Aber es kann verhindert werden, dass ein Licht und eine Rebe ihrer Natur gemäss leuchten bzw Frucht hervorbringen.
Nämlich dann, wenn sie ihre "Lebensquelle" verlassen und den "Saft" nicht mehr aufnehmen oder wenn der Fluss blockiert wird, indem das Licht "unter einen Scheffel gestellt" wird.
So kann man das nicht sagen.
Marta diente Jesus, so wie es ihre Aufgabe war - und so, wie du betonst, dass wir es tun sollen.
Maria hat ihre Aufgabe vernachlässigt und ihre Schwester ganz allein die ganze Arbeit tun lassen. Und hat stattdessen zugehört und empfangen.
Ich habe den Eindruck, dass wir an diesem Punkt unsere unterschiedliche Betonung einfach stehen lassen müssen.
Und ich finde das auch gar nicht schlimm, dass wir hier unterschiedlich denken, denn, wie wir ja beide festgestellt haben, sind beide Aspekte wichtig und gehören zusammen - aber sie sind nicht gleich gewichtet.
Meine Gewichtung kommt aus dem, was ich in der Bibel lese und aus meiner Erfahrung mit Gott, der mich so geführt hat, dass ich dies erkennen durfte.
Bei dir wird es auch so sein.
Deshalb denke ich, an so einem Punkt müssen wir nicht ausdiskutieren, wer mehr Recht hat.
Viel wichtiger ist es, auf Gott zu hören und sich von ihm führen und Erkenntnis schenken zu lassen - dann kommen wir viel weiter als mit Diskussionen
.Ich kann nur von mir sagen, dass mein Leben viel reicher und freier und von viel mehr Frieden und Freude bestimmt ist, seit ich das "Empfangen" mehr ins Zentrum gestellt und dem "Tun" vorgeordnet habe.
Da muss wohl jeder seine eigenen Erfahrungen machen.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver


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