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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Woran erkennst du, dass du bereits im Himmelreich bist?

von Burgen am 26.10.2017 10:33

Guten Morgen allseits, 

so wie ich die Schrift verstehe, erhielten die Apostel den Heiligen Geist (ein e Pfingstausgiessung),
weil damit die Verheißung in Kraft trat.
Jesus hatte angeordnet, dass sie darauf warten sollten bis der H.G. ausgegossen werden sollte. Apg nachzulesen

Die übrigen Aussagen bezüglich Licht im NT bezieht sich ebenfalls darauf, dass Menschen gemeint sind, die Christus Jesus
bereits ihr Leben überantwortet haben.
Das schließt aus, dass alle Mens hen gemeint sind. Wenn es so wäre, wäre es uns mitgeteilt werden.
Es gibt diesen lebensschaffenden Unterschied.

Z.B. war folgendes Zeugnis zu hören:
Christen waren in einem Cafe zum Kaffee zusammen. Dabei war eine junge Frau, die schüchtern und ängstlich war.
So war ihre Natur.
Plötzlich stand sie auf und rief ein lautes 'Hallo' in die Runde. Alle schauten sie an und sie sagte vernehmlich:
Gott liebt dich, er hat alles geschaffen, wende dich ihm zu...
Die Leute klatschten, manche wurden nachdenklich,  iemand war gegen sie eingestellt...

Als die Tischchristenfreunde fragten, was denn los war, sagte sie, die Menschen taten ihr in ihrer Verlorenheit plötzlich
so leid und der Druck im Herzen war so groß, sodass sie sicher war, dass war Gott, der durch sie sprach.

Das ist doch genauso wie wir es von Petrus in Apostelgeschichte lesen.
Durch den Heiligen Geist bekamen die ehemaligen Fischer die Kraft und Weisheit Gottes Wort zu verkünden.
In ihnen war es licht, würde ich meinen.
Sie waren nicht danach ausgestreckt. Gott gebrauchte sie und ihren Glauben an Jesus.
Ihre vorherigen Fragen an Jesus während der vergangenen drei Jahren bekamen ein ZIEL.

Das bedeutet nicht, dass sie nun ein perfekter Mensch wurden oder ein perfektes Leben lebten.
Im Gegenteil, Gefängnis, Folter und Tod waren ihnen gewiss.

Gott schütze unser Herz.
Gruss
Burgen


 

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Pal

67, Männlich

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Re: Woran erkennst du, dass du bereits im Himmelreich bist?

von Pal am 26.10.2017 10:08

Hallo Nobse,
...wenn du sündigst, wer sündigt dann eigentlich in dir?
...wenn du wirklich gottgemäß liebst, wer liebt dann in dir?

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nobse

98, Männlich

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Beiträge: 174

Re: Woran erkennst du, dass du bereits im Himmelreich bist?

von nobse am 26.10.2017 09:18

Lieber Thomas,

danke für deine herausfordernden Worte, .

Du betonst, das der Mensch in der Lage ist, sich nach Gott auszustrecken. In der Lage und in der Verantwortung - damit Gott ihm dann heiligen Geist gibt. Und zwar je mehr davon, je mehr der Mensch sich hierum bemüht.

Gott gibt seinen Heiligen Geist nicht den Ungläubigen. Den Aposteln gab er ihn beim Pfingstwunder, weil sie sich danach ausgestreckt haben und weil sie für Gott noch so einiges zu arbeiten hatten.

Es gibt wohl die Zusage, dass Gott seinen Geist auf alles Fleisch ausgiessen will (Joel 3), aber meines Erachtens ist das ein Geschehen, das in ferner Zukunft liegt und mit dem neuen Jerusalem in Beziehung steht.

Übrigens muss ich noch eins bemerken: Gott schickt umso mehr vom heiligen Geist, je mehr ein Mensch diesen weitergibt. Hier trägt dann das Beispiel mit dem arbeitenden Muskel (hast du vielleicht gelesen, stand in einem Post an Solana).

Im Alten Testament lesen wir schon davon, das Gott Menschen erwecken muss.

Ja, und im neuen Testament lesen wir die Worte des Herrn:

Mt 7,24 Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute.

Beachte, dass Jesus hier vom Tun spricht, nicht nur vom Hören! Und ob wir unser Tun nach den Worten Jesu ausrichten, das liegt in unserer Entscheidung.

Damit der Mensch also überhaupt erst "tätig" werden kann, muss Gott den Menschen zu sich ziehen.

Ja, das ist richtig. Doch Gott greift nicht in unsere Entscheidungen ein. Er schafft die Voraussetzungen dafür, dass wir uns überhaupt entscheiden können. Das heisst, er macht uns bewusst, was es heisst, eine Beziehung zu ihm zu haben. Genauso ist es mit der Erlösung durch Christus. Die heutigen Menschen wissen davon und können sich bewusst für oder gegen Christus entscheiden.

Aber wie soll sich denn eine Rebe bemühen um den Saft?

Hierbei handelt es sich um ein Gleichnis, bei dem dem Rebstock und der Rebe gleichermaßen ein Eigenleben zugeschrieben wird. Ob das auf einen natürlichen Weinstock zutrifft, wissen wir (noch) nicht.

Damit wir dann darüber Rätseln müssen?

Die Bibel ist ein Wegweiser zu Gott, kein Lehrbuch über das Himmelreich oder den Aufbau des geistigen Wesens "Mensch".
Es gibt hier sehr wohl Dinge, die nicht beschrieben sind. Jesus sagte nicht umsonst, dass er noch viel zu sagen hätte, dass er es aber nicht tun würde, weil er zum Vater geht. Rätseln müssen wir dennoch nicht, sondern der Heilige Geist wird uns belehren, wie Jesus es verheissen hat.

Hier kommt dann wieder unser eigenes Bemühen zum Tragen. Gott offenbart sich nicht einfach so bei Menschen, die das gar nicht wünschen. Nein, es muss dem schon ein Suchen vorausgehen nach der Wahrheit, ein Wiederkäuen von Gedanken und das stete Gebet um Hilfe, Führung und Belehrung. Kurz, man muss sich nach dem Heiligen Geist ausstrecken. Wer anklopft, dem wird dann auch aufgetan.

Das ist für mich ein kurzsichtiger Fehlschluss. Du unterstellst Gott damit, das er nichts anderes als Licht hervorbringen kann. Legst ihn damit fest und stellst seine Allmacht in Frage.

Nein, das sehe ich nicht so. Denn wenn Gott Licht ist, und keine Finsternis in ihm ist und wenn alles was er erschaffen hat, aus seinem Inneren kommt, wo soll dann etwas Dunkles herkommen?

Ausserhalb von Gottes Innerem, also in der Schöpfung, kann Gott allerdings Teilen der Schöpfung das Licht entziehen - aber vielleicht entziehen sich manche Geschöpfe ja ihrerseits dem Licht Gottes und dadurch entsteht die Finsternis?

Von Natur aus haben wir kein Licht.

Warum sagt Jesus dann: Ihr seid das Licht der Welt? Und dann müssten wir ja in Gottes Innerem vor unserer Erschaffung als etwas Dunkles existiert haben. Widerspruch zu oben: Gott ist Licht.

Joh 15,16 Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt

Das betrifft meines Erachtens die Inkarnation des Wortes auf der Erde als Mensch. Christus hat sich dazu entschlossen, als Erlöser auf die Erde zu kommen. Damit hat ER uns erwählt. Seitdem ist es an den Menschen, sich zu Christus zu bekehren, ihn als Mittelpunkt des Lebens zu wählen.

Herzlichen Gruß,
Nobse

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Pal

67, Männlich

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Re: Hat der Mensch einen freien Willlen?

von Pal am 26.10.2017 08:55

...dazu ließe sich auch hinterfragen:

Wie lebt Jesus SEIN Leben tagtäglich in mir? - Indem ER mich unter Zwang setzt, oder indem ich zigtausendmal eine Erwiderung meiner Liebe auf seine Liebe gebe? -
Bin ich darin frei oder in Wahrheit nur ein manipulierter, fremdbestimmter Roboter?

============

Oh, ja und von Solana wüßte ich gerne wie sie die Sache mit dem Wunschwillen, für sich auflöst?????

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nobse

98, Männlich

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Re: Woran erkennst du, dass du bereits im Himmelreich bist?

von nobse am 26.10.2017 08:37

Liebe Solana,

du schreibst:

Ich kann nur von mir sagen, dass mein Leben viel reicher und freier und von viel mehr Frieden und Freude bestimmt ist, seit ich das "Empfangen" mehr ins Zentrum gestellt und dem "Tun" vorgeordnet habe. Da muss wohl jeder seine eigenen Erfahrungen machen.

Du sprachst ja bei dem Beispiel von Marta und Maria auch vom Hören. Du hast sozusagen auf Empfang gestellt und stehst mehr schweigend vor Gott.

Dazu wollte ich nur bemerken, dass du damit der Mutter Maria sehr nahe stehst. Ihre Haupteigenschaft ist das Schweigen. Und auch das will gelernt sein. Und es ist eine weitere Möglichkeit, Gott näher zu kommen.

Gottes Segen an alle hier,
Grüße von Nobse

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nobse

98, Männlich

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Re: Woran erkennst du, dass du bereits im Himmelreich bist?

von nobse am 26.10.2017 08:32

Liebe Solana,

Ich habe den Eindruck, dass wir an diesem Punkt unsere unterschiedliche Betonung einfach stehen lassen müssen.

Ja, das können wir dann auch gerne machen.

Zu deinem Gegensatz nur noch eine Bemerkung:

"Wir sind die Macher und nehmen dazu Gottes Hilfe in Anspruch, aber es ist unsere Leistung und unser Werk"
<=>
Gott wirkt das in uns und durch uns. Wir empfangen und geben das Empfangene weiter, sind Werkzeuge und Gefässe, Gott ist der Macher, es ist sein Werk, wir lassen uns von ihm gebrauchen (nicht umgekehrt: wir gebrauchen ihn, um unser Werk zu tun)

Wenn ich dich richtig verstehe, kann also ein Geschöpf aus eigenem Willen nichts hervorbringen, sondern es ist immer Gott, der wirkt.
In diesem Fall gebe ich folgendes zu bedenken:

Warum spricht die Bibel von den Werken des Teufels? Diese müssten dann ja auch von Gott gewirkt sein.

Würdest du das für möglich halten?

Herzlichen Gruß,
Nobse

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nobse

98, Männlich

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Beiträge: 174

Re: Woran erkennst du, dass du bereits im Himmelreich bist?

von nobse am 26.10.2017 08:26

Liebe Cleopatra,

du zitierst:

14 Ihr seid das Licht der Welt

Das ist es ja, was ich sage. Wir sind Licht, als Licht aus dem Licht des Vaters hervorgegangen.
Wir wiedergeborenen Christen sind bereits Licht. Und dies ist ein Bild, ein Gleichnis.

Nein, das ist Realität. Das ist etwas, was die Menschen erst einmal begreifen müssen.

Herzlichen Gruß,
Nobse

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Pal

67, Männlich

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Beiträge: 2513

Re: Hat der Mensch einen freien Willlen?

von Pal am 26.10.2017 08:21

Thomas: Und hierin kann dann nur die Verantwortlichkeit des Menschens liegen - die es geben muss, wenn Gott den Menschen eines Tages richten wird für seine Taten. Das der Mensch gegenüber dem Werben und Ziehen Gottes permanent Widerstand leistet

Lieber Thomas!
Genauso wie es die Eigenverantwortung für die Hölleninsassen gibt, genauso muß es auch eine Freiwilligkeit der Liebesantwort geben.
Ich stimme völlig mit den von dir zitierten Bibelworten überein, das Gottes Wirken voll und ganz aus Toten Lebendige machen muß.
Und doch hat diese freie Gnaden-auswahl eine gerechte Ursache, die wir eben nicht kennen.
Da liegt unser Problem.
Doch der Allwissende weiß, warum ER (zB) Judas verwirft und Petrus begnadigt. Es gibt dafür eine Ursache die absolut gerecht ist, sonst wäre ja Gott nicht gerecht, sondern tatsächlich nur ein souveräner Herrscher, der die Verdammten unschuldigerweise in die Hölle schickt. Und die Gleichschuldigen den Himmel genießen läßt.
Das geht aber niemals!
Der Unterschied zwischen Judas und Petrus hat eine URSACHE!

Auch in Hinsicht des Himmels wird von einem "Lohn" / Belohnung gesprochen. Doch für was dieser Begriff, wenn es kein bißchen Verdienst gäbe?

Ich sage nicht, das man sich zu irgendeinem %satz etwa verdienen könnte. Nein GOTT ist alles in allem!
Dennoch liegt es jeden Tag an zig entscheidungen meinerseits, um Gott zu gehorchen. Und dafür werde ich einmal gekrönt...
Eigentlich werde nicht ich gekrönt, sondern Gott in mir. Und trotzdem bin es gleichzeitig auch ich!

dir einen gesegneten Tag!

PS: Wie verstehst du dann:
Hes 18:31...  machet euch ein neues Herz und einen neuen Geist.

Was soll das dann heißen, wenn es sowieso nicht möglich ist und Gott selbst alles vollautomatisch, alleine machen müßte?
Ich meine, da gibt es absolut ein Zusammenwirken von Mensch und Gott! Gottgetrieben und Menschgemacht.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 26.10.2017 08:25.

angel121

60, Weiblich

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Re: Busse - Umkehr, wohin? - und dann?

von angel121 am 26.10.2017 08:12

@nobse
Lieber nobse

Johannes lehrte hier,

Und er  (Johannes) kam in alle Gegend um den Jordan und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden,

und die Leute fragten ihn was sie dafür tun sollen:
Und die Volksmengen fragten ihn und sprachen: Was sollen wir denn tun? 11 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Leibröcke hat, teile dem mit, der keinen hat; und wer Speise hat, tue gleicherweise.

dies deckt sich mit Jesus Worten beim jüngsten Gericht, das er zu den Gerechten spricht: Ich war hungrig, ihr habt mir zu essen gegeben, ich war nackt, ihr habt mich gekleidet. = Gelebte Nächstenliebe = Wille des Vaters im Himmel

nobse: Für mich ist es ganz klar, dass die Buße (= Besserung im Denken und Handeln) eine Voraussetzung dafür ist, dass man in das Himmelreich eintreten kann. Johannes hat also die Tatsache erwähnt, dass das Himmelreich nahe ist. Dies ist eine Folge von Gottes Gnade, aus der heraus er seinen Sohn auf die Erde sandte.

Jesus rief auch zu Besserung in Denken und Handeln auf, damit der, der ihn geschickt hat sein Reich wie im Himmel so auf Erden errichten kann. Was mit "Buße" wiedergegeben wurde, zeigt auch was eine Bekehrung bewirken sollte:

Wikipedia: Der hebräische Begriff שוב schub, der in der Septuaginta mit metanoia übersetzt wird, (und im gesamten NT mit Buße erwähnt wird)umfasst eine Umkehr zu Gott nicht nur im Denken, sondern in der ganzen Existenz, was die Veränderung des Verhaltens, vor allem aber auch Gehorsam gegenüber Gott, neues Vertrauen zu ihm ebenso einschließt wie die Abkehr von allen bösen und widergöttlichen menschlichen Neigungen und Schwächen.


nobse:Aber im Himmelreich haben Menschen, die ihre Absichten auf das Böse richten und auch ihr Handeln danach ausrichten, nichts zu suchen. Sie passen einfach nicht dorthin. Es ist eine Frage der Gesinnung, ob man dem Himmelreich nahe ist (oder sich sogar darinnen befindet).

Hierzu sagt sogar Paulus:
Gal.5.19 Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, ( 20 Abgötterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Haß, Mord, 21 Saufen, Fressen und dergleichen, von welchen ich euch zuvor gesagt und sage noch zuvor, daß, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.

Also wichtige Anhaltspunkte, Merkmale, was Bekehrung im biblischen Sinn (insbesondere gemäss Jesus und Petrus, Johannes und natürlich auch Paulus) bewirken sollte, wie du nachfolgend beschreibst:

nobse: Worin diese Buße (= Besserung) besteht, das hat Jesus uns klar gesagt: Liebe Gott von ganzem Herzen und deinen Nächsten wie dich selbst. Wer sich danach richtet und sich die Hilfe Jesu dabei erbittet, der wird zwangsläufig in das Himmelreich eintreten. Aber auch das ist klar, ich sagte es weiter oben: Wer sich nicht bessert, dem bleibt das Himmelreich verschlossen. Herzlichen Gruß in die Runde, Nobse

Es geht also vorallem um die Gesinnung, respektive einen segensreichen Gesinnungswechsel, das eine (fleischlich) abgewöhnen, und das andere (geistlich) angewöhnen und pflegen, also KEINE gottfernen Werke mehr tun, was Gott freut, den Teufel reut . Letzterer hat schon immer gegen Gottes Himmelreich auf Erden rebelliert, weil er dann nichts mehr zu melden hätte. Noch hat er offensichtlich sehr viele Werkzeuge für Lieblosigkeiten in verschiedenen Formen. Unterdrückung, Krieg, Ausbeutung, Terror usw. zeigen seine Machtbefugnisse sehr deutlich.

gby angel121


Antworten Zuletzt bearbeitet am 26.10.2017 08:13.

Pal

67, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2513

Re: Hat der Mensch einen freien Willlen?

von Pal am 26.10.2017 07:59

Solana:
Hallo Thomas Tut mir leid, ich kann diese Erklärung nicht sehr hilfreich finden; sie kommt mir eher vor wie Wortlauberei/Haarspalterei. Dass sich Gott etwas wünscht und eigentlich doch nicht wirklich will .... so etwas ist meiner Ansicht nach viel zu sehr vom Menschen auf Gott projiziert.
Ja, einen Menschen, bei dem ein Wunsch nur so eine vage Vorstellung ist, die sich vielleicht erfüllen kann oder auch nicht - ja, das kann ich mir gut vorstellen. Denn bei einem Menschen sind Wunsch und Wirklichkeit ja oft 2 verschiedene Paar Schuhe. Weil wir Menschen nur begrezten Einfluss auf die Erfüllung unserer Wünsche nehmen können.
Aber bei Gott ist das doch nicht so, er hat es doch in der Hand, seine Wünsche Wirklichkeit werden zu lassen. ...dann könnte er doch ganz leicht verhindern, dass unerwählte Kinder überhaupt geboren werden, wenn er wünscht, dass alle erretet werden oder einfach alle erwählen.
Dass er das nicht so macht, kann man doch nicht mit einer spitzfindigen Unterscheidung zwischen "wünschen" und "wollen" erklären. Jedenfalls mir leuchtet das nicht ein. Aber wenn du mit dieser Erklärung gut klar kommst, ok, finde ich gut.

Unlängst begegnete mir diese Argumentation und mündete in der Logik, das Gott dann schlußendlich die Allversöhnung / Happy end für alle einführen muß!
Doch ist dies mE eine Lüge, weil Jesus deutlich sagt wie viele unaufhörlich verloren gehen.

Ich meine auch, die beiden Verse (über dei Errettung aller Menschen) müssen den "Wunsch-willen" gegenüber den unbedingt durchgeführten "allmächtige Befehls-Willen"  zeigen.

Solana: Wenn Gott es will und es doch nicht geschieht, dass alle Menschn errettet werden, dann muss das einen Grund haben. Und dieser Grund kann meiner Ansicht nach nicht darin bestehen, dass Gott zwar will, es aber nicht tun kann ..... Also worin liegt dann deiner Meinung nach der Grund?

Meiner Meinung nach liegt der GRUND dafür in der LIEBE!
Liebe kann nie zwingen, sonst ist sie keine Liebe, sondern "Zwangsvergewaltigung".
Und so was geht eben nicht.

Die Tragik solch einer zutiefst frustrierten Liebe wird hier deutlich:
Jes 65:2 Ich recke meine Hand aus den ganzen Tag zu einem ungehorsamen Volk, das seinen Gedanken nachwandelt auf einem Wege, der nicht gut ist. Jes 65:3 Ein Volk, das mich entrüstet, ist immer vor meinem Angesicht, opfert in den Gärten und räuchert auf den Ziegelsteinen, Jes 65:4 sitzt unter den Gräbern und bleibt über Nacht in den Höhlen, fressen Schweinefleisch und haben Greuelsuppen in ihren Töpfen Jes 65:5 und sprechen: "Bleibe daheim und rühre mich nicht an; denn ich bin heilig." Solchalle sollen ein Rauch werden in meinem Zorn, ein Feuer, das den ganzen Tag brenne. Jes 65:6 Siehe, es steht vor mir geschrieben: Ich will nicht schweigen, sondern bezahlen; ja, ich will ihnen in ihren Busen bezahlen,

Doch weil ein Allwissender das bereits vor Grundlegung der Welt weiß kann ER mit dieser Frustration ganz anders umgehen und holt sich deshalb keine Depression, sondern wird seinen gerechten Zorn an denjenigen beweisen.

Somit gilt BEIDES freier Wille und allwissende Voraussicht.
Was für uns ein Paradox ist, weiß Gott sehr wohl zu vereinen. Genauso wie das Paradox von gerecht und gnädig.

Antworten
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