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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Oase (41) Herr, lehre uns beten ... Lukas 11,1

von Burgen am 23.11.2017 10:04

Losung 

HERR, wenn ich an deine ewigen Ordnungen denke, so werde ich getröstet.    Psalm 119,52 

Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu.    Lukas 10,39 

Lukas 15,1-10
1.Thessalonicher 3,1-13

Lass mich langsamer gehen, Herr. Entlaste das eilige Schlagen meines Herzens durch das Stillwerden meiner Seele.
Lass meine hastigen Schritte stetiger werden mit dem Blick auf den weiten Horizont der Ewigkeit.
Lehre mich die Kunst des freien Augenblicks. (Aus Südafrika) 
 

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Auch hier soll das Kreuz weg...

von Burgen am 23.11.2017 09:50

Hallöchen, 

vor kurzer Zeit wurde im rheinmain Gebiet ein junger Mann durch den Tag begleitet.
Mal trug er sein "Käppchen" (weiß  grad nicht wie es heißt bei den Juden) und mal nicht.

Wenn er es nicht trug war er unauffällig und niemand nahm an ihm Anstoß.  
Hatte er das Käppchen auf und ging auf der Straße oder ins Lokal, wurde er angefeindet.

Er sagte, früher hatte er es sogar in der Schule auf dem Kopf und blieb unbehelligt.
Aber seit einiger Zeit trägt er es nicht mehr in der Öffentlichkeit,
weil er beschimpft, bespuckt und mit dem Tode bedroht wird.

Und das geschah auch alles an diesem einen "Vorführ"tag.

Und so ist es ja auch mit dem Kreuzessymbol der Christenheit.
In Bayern sieht man es noch oft. Und ich finde, die Bayern sind gesegnet.
Sie sind ein Land im Land, ganz anders wie die andern.
Und das bezieht sich nicht 'nur' auf die Politik.

Manchmal, wenn im TV die Bibel oder das Kreuz gezeigt wird, macht das was in mir.
Inzwischen habe ich nicht mehr den Gedanken, dass es 'unpassend' und 'peinlich' ist.
Im Gegenteil, ich finde es gut.

Es ist politisch durch die fast grenzenlose Liberalität und mainstream gefördert, dass
die Menschen ihr Profil verlieren. Das glaube ich, ist ein großes Unrecht an der Person
des Menschen. 

Die anderen Länder üben Faszination auf uns aus, aber auch, weil sie nicht so liberal unkenntlich sind.
Das ist so mein unmassgeblicher Eindruck.

Es geht also einerseits um Politik und andererseits um das Empfinden des Einzelnen im Staat,
wobei die Symbolhochhaltung auch eine Art Schutz bedeuten kann. Auch ein Gefühl der Zugehörigkeit vermitteln kann.

Gruss
Burgen


Antworten Zuletzt bearbeitet am 23.11.2017 09:53.

Cleopatra
Administrator

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Beiträge: 5513

Re: Auch hier soll das Kreuz weg...

von Cleopatra am 23.11.2017 07:51

Tja, da sagst du was, liebe geli,

ich selbst finde auch, dass Deutschland offiziell noch ein christliches Land ist. Demnach sollen auch christliche Symbole da sein.

Es stimmt natürlich, wenn du sagst, dass es natürlich nicht um das Symbol, sondern um die Herzen geht.

Ja, aber es geht auch ein bisschen ums Prinzip, oder nicht?

Hier werden ständig neue Moscheen gebaut. Sofort sagt die Stadt "Ja".
Aber wie sieht es in anderen muslimischen Ländern aus...? Dürfen da dann auch Kirchen gebaut werden?

Ich persönlich finde es sehr sehr schade, wie das Land glaubensmäßig und auch moralsmäßig "zerfällt".

Die Frage nach dem Wieso, die glaube ich, zu kennen.

Deutschland hat eine sehr dunkle verhasste Vergangenheit. Ich denke, nun muss Deutschland irgendwie "zeigen" oder "beweisen" dass sie nicht mehr Judenfeindlich und Fremdenfeindlich ist und geht daher ins andere Extreme.

Und in der Vergangenheit konnten wir ja auch erleben, wie genau diese Vergangenheit auch in der Politik sehr gerne als Gegenargument benutzt wird, wenn man seinen Willen nicht bekommt.

Deutschland hat diesen Stempel drauf. Und wenn anderen etwas nicht passt, kommt sofort ein "ey, ihr seid ja so wie damals der Hitler" und alle spuren wieder.

Lg Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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Cleopatra
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40, Weiblich

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Beiträge: 5513

Re: Sätze vervollständigen, zweiter Versuch ;-)

von Cleopatra am 23.11.2017 07:41

Egoismus.

Heute werde ich hoffentlich...

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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SMart
Gelöschter Benutzer

Re: Sätze vervollständigen, zweiter Versuch ;-)

von SMart am 23.11.2017 07:10

... doch tatsächlich ein SUV. Ja, man glaubt es nicht, auch Gläubige fahren so was.

Am meisten ärgert mich, ...

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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Auch hier soll das Kreuz weg...

von geli am 22.11.2017 22:30

Burgen: Als Christ jedoch kann man durchaus sagen, da, wo Gott ausgesperrt wird, wird er dann letztlich auch draußen bleiben.

Ja, das seh ich im Grunde genauso.
Nur ist die Frage: Wird Gott wirklich dadurch ausgesperrt, dass wir in öffentlichen Räumen keine religiösen Symbole haben, weil es mittlerweile eben auch viele Menschen anderen Glaubens in unserem Land gibt (und die ja Gott auch liebt)?
Ist es nicht unser Auftrag, diesen Menschen Gott näher zu bringen?
Und geschieht das wirklich dadurch, dass wir ihnen Kreuze "vor die Nase" setzen, ihnen aber nicht zugestehen, dass sie ebenfalls ihre religiösen Symbole anbringen dürfen (weil wir ja ein "christliches" Land sind)?

Zeigt sich unsere "Christlichkeit" nur am Vorhandensein von Kreuzen? Bringen wir dadurch Menschen näher zu Jesus?

Oder wird Gott nicht vielmehr dadurch ausgesperrt, dass wir mittlerweile in sehr vielen Bereichen unseres täglichen Lebens seine gute Ordnung mit Füßen treten?
Bei wievielen Menschen hat Gott den in Wirklichkeit noch "Zutritt"? 
Wieviele fragen in unserem Land denn wirklich nach seinem Willen und achten seine Ordnung?

Also ich denke jedenfalls, die Frage, ob Gott "Zutritt" hat, richtet sich nicht in erster Linie danach, ob irgendwo noch ein paar Kreuze hängen - diese Frage beantwortet sich an ganz anderer Stelle.
Bei uns z.B. - wo ich arbeite als Altenpflegerin - da hängt am Eingang ein übergroßes Kreuz.

Aber dieses Kreuz sagt absolut nichts aus darüber, ob Gott bei uns "Zutritt" hat oder nicht.

Ich könnte mir z.B. sehr gut vorstellen, dass eines Tages von amtlicher Seite dieses Kreuz weg muss - Gott aber dennoch, und zwar durch unser Verhalten und unsere Liebe, die wir in die Arbeit mit einfließen lassen, und die Botschaft, die wir an die Menschen weitergeben, vollen Zutritt bei uns hätte. 

Leider haben wir aber nur das Kreuz da hängen - ansonsten geht es rein ums Geld... nicht um die Menschen, die wir betreuen. Und leider haben sich die meisten Kollegen diese Einstellung einimpfen lassen. Hat Gott da Zutritt, weil ein Kreuz da hängt?
Oder müßte sich nicht vielmehr in den Herzen der Menschen etwas ändern?

Was nützen die Kreuze, wenn die Menschen in ihren Herzen Gott fern sind?

Nur mal so Gedanken, die ich mir mache... 

LG, geli

Antworten Zuletzt bearbeitet am 22.11.2017 22:32.

Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Auch hier soll das Kreuz weg...

von Burgen am 22.11.2017 21:43

Ja, liebe Geli

ich kann dich gut verstehen.

Man könnte auch sagen, einerseits und andererseits.

Als Christ jedoch kann man durchaus sagen, da, wo Gott ausgesperrt wird, wird er dann letztlich auch draußen bleiben.

Und was bedeutet das dann?

Der Segen verlässt das Land.

Vor kurzem hörte ich jemanden sagen, dass unsere Zeit immer mehr der Zeit Sodom und Gomorra entspricht.  

Bringt uns aber auch der Entrückung näher ...

Gruß
Burgen



 

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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Auch hier soll das Kreuz weg...

von geli am 22.11.2017 20:15

Ja, warum ist das so? 
Ich war noch nicht besonders viel im Ausland - und auch nicht in Ländern, wo es mehrere Religionen nebeneinander gibt. Wie wird das dort gehandhabt?
Leider kann ich dazu nichts sagen.

Ich persönlich glaube, dass dieses "das Kreuz muß weg, damit niemand Anstoß nimmt" daher kommt, dass insgesamt in unserem Land ein falsches Verständnis von Toleranz herrscht.

"Echte" Toleranz wäre meiner Meinung nach: Jeder kann und darf seinen Glauben, seine Überzeugung haben, darf auch dazu stehen, und jeder darf auch seine eigenen Symbole dazu benutzen. Jeder akzteptiert, dass der andere eine andere Überzeugung hat, und das läßt man gegenseitig stehen, ohne dass es darum Streit gibt.

"Falsche" Toleranz, wie sie hierzulande meist ausgeübt wird, heißt: Wenn du eine andere Meinung zu einer bestimmten Sache vertrittst, diskriminierst du die anderen, die nicht diese Meinung vertreten.

"Tolerant sein" heißt dann, dass ich, um nicht zu "diskriminieren", um keinen "Anstoß" zu erregen, nicht mehr meine Meinung sagen darf.
Es wird vorgeschrieben, was "Toleranz" ist - um ein aktuelles Beispiel zu geben: Ich muss, um "tolerant" zu sein, die Ehe für alle gut finden. Finde ich das nicht, bin ich "intolerant" - und das wird in unserer heutigen Gesellschaft nicht toleriert.

Echte Toleranz läßt andere Überzeugungen stehen und kann trotzdem mit der Person, die sie vertritt, befreundet sein.
Falsche Toleranz schreibt vor, was "tolerant" zu sein hat.

Allerdings kann ich auch verstehen, dass man in öffentlichen Räumen auf bestimmte Symbole, seien es christliche oder andere, verzichten will. Denn wenn in einem Land - so wie es nun ja auch bei uns der Fall ist - mehrere Religionen zusammen leben - welche Symbole sollen denn dann Vorrang haben?
Gerade die von Dir beschriebene Situation in einer Trauerhalle, wo ja nicht nur Christen aufgebahrt werden, ist so ein Fall. 
Echte Toleranz heißt ja, dass jeder seine Toten nach seinem eigenen Glauben beerdigen darf. Dann möchte natürlich auch jeder "sein" Symbol über der Trauerfeier haben. 
Nun gibt es nur zwei Möglichkeiten, wenn wir wirklich "tolerant" sein wollen: 
Entweder es hängen dort alle möglichen Symbole, so dass jeder sich finden kann - oder eben gar keines. Oder man macht es so, wie Du beschrieben hast (und das finde ich eigentlich eine gute Lösung): Je nach Bedarf kann das entsprechende Symbol an die Wand "geworfen" werden.

Ich denke, grundsätzlich geht es vielleicht auch um die Frage, warum das Kreuz weg soll, und auch, wo das Kreuz weg soll. 
Und meiner Meinung nach geht es auch darum, dass nun nicht das Kreuz weg soll, andere dagegen ihre Symbole nun dort plazieren, wo sonst das Kreuz hing. Das könnte ich so nicht akzeptieren.
Entweder wirklich "Neutralität" - also gar keine Symbole im öffentlichen Bereich, oder es darf jeder seine Symbole plazieren.

Auf jeden Fall gilt es, finde ich, bevor man "aufschreit", dass man die Situation genauer betrachtet und sich erst dann eine Meinung bildet und überlegt, wie man eine Lösung findet, die jeder Glaubensrichtung gerecht wird.

Das mit dem "christlichen" Land - mit dem ja oft argumentiert wird - damit ist es ja oft auch nicht soooo sehr weit her....ich glaube, manche Muslime, die in unser "christliches" Land kommen, sind eher geschockt, wenn sie unsere Lebensweise sehen.  

LG, geli




Antworten Zuletzt bearbeitet am 22.11.2017 20:18.

geli
Gelöschter Benutzer

Re: Jesus - König der Juden - König der Welt? Matth. 2,2

von geli am 22.11.2017 19:48

pray: Kann das auch mit Jesaja 33,22 zu tun haben, wo über Gott ausgesagt ist:

Richter, Meister, König - ja, das sind Aussagen, die auch über Jesus im NT gemacht werden. 
Es ist oft der Fall, dass man gar nicht genau sagen kann, wer nun gemeint ist: Gott oder Jesus. Mir zeigt das, dass Jesus Gott ist - er ist Gott gleich, bzw. "wer mich sieht, sieht den Vater" - das sagt er ja selbst über sich.
Jesus, Gott und der Heilige Geist sind derselbe - sie üben nur unterschiedliche Aufgaben aus.

Interessant ist auch, dass es gleich nach der von Dir genannten Stelle dann heißt: "Und kein Bewohner (von Jerusalem) wird sagen: "Ich bin schwach"; denn das Volk, das darin wohnt, wird Vergebung der Sünde haben." - Jes. 33,24

Das wiederum erinnert mich an Sach. 12,10 und 13,1: "Sie werden mich ansehen, den sie durchbohrt haben", und "Zu der Zeit werden das Haus David und die Bürger Jerusalems einen offenen Quell haben gegen Sünde und Befleckung". 

"Richter, Meister, König" - ja, das hat sicher auch etwas mit Jesus zu tun - das zeigt mir besonders  die Erwähnung der Vergebung einige Verse später.

LG, geli

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pray

63, Weiblich

  tragende Säule

Beiträge: 1015

Auch hier soll das Kreuz weg...

von pray am 22.11.2017 19:37


Dies stand in der Zeitung:

Der Zentralfriedhof in Gladbeck bekommt eine neue Trauerhalle, in der es mit Rücksicht auf andere Glaubensrichtungen kein fest installiertes Kreuz mehr geben wird. Es gibt dann die Möglichkeit je nach Glaubensrichtung die entsprechenden Symbole mit einem Beamer an die Wand der Trauerhalle zu werfen.

Das Kreuz soll weg, aus Gerichten, Schulen, Kindergärten, damit Andersgläubige keinen Anstoß nehmen. Jesus der Stein des Anstoßes

Ich würde es nicht erwarten, wenn ich in ein muslimisches Land komme und dort wohnen will, dass man aus Rücksicht auf meinen Glauben dort alle Symbole verbietet.

Warum ist das hier so anders?

Ich würde mir wünschen, dass dieses Thema nicht irgendwie ausländerfeindlich wird, sondern suche eine Antwort nach dem "Warum ist das hier so"???
Ist das in irgendeinem Land mit anderen Religionen auch so?

Antworten
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