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Leah
Gelöschter Benutzer

Re: Matthäus 6,33

von Leah am 11.08.2018 00:47

Hallo Bergpredigt,

leider hast Du Dich abgemeldet. Ich hoffe nun, dass Du trotzdem mitliest und noch mehr, dass Du Dich wieder anmeldest.

Du schreibst: " Die Verknüpfung mit "Trachtet erst nach dem Himmelreich" macht die Sache nicht einfacher. Denn ich höre schon förmlich die ersten Gläubigen schreien (wie bei Hiob): Ja, da hast Du wohl nicht genug getrachtet.... "

Ich glaube Du hast mich missverstanden.

Gott hat versprochen uns zu versorgen, ja. Trotzdem gibt es verfolgte Christen, denen alles genommen wird. Die Familie, das Hab und Gut und zuletzt nach Folter das Leben. Da stimmt die Zusage nicht. Da nun Gott nicht lügt, meint er mit diesem Vers etwas anderes. Er meint, dass er uns immer so versorgen wird, dass wir uns nicht sorgen brauchen. Ja, weil, wie Du richtig sagst, Sorgen nicht weiterhelfen.

Er versorgt uns also mit etwas anderem und das ist nicht nur im Blick auf die Ewigkeit das wertvollste, was es gibt, nämlich Gott immer besser zu erkennen und in ihm immer mehr zur Ruhe zu kommen, egal was ist.

Petrus ging unter, als er schaute, was ist und sah, dass er auf dem Meer ging und die Wellen heftig waren. Solange er auf den Herrn sah, konnte er unter widrigen Umständen auf dem Meer gehen.

Das Meer ist in der Schrift ein Bild für die ungestümen Menschen.

Gut. Er mag uns also manchmal alles nehmen, aber nur, um etwas wertvolleres zu geben, nämlich das:https://www.youtube.com/watch?v=oOnDCQ-0k-U

Was wir also zuerst suchen sollen, ist das Reich Gottes. Das Wort, das mit "Reich Gottes" übersetzt wird ist "basileo". Es bedeutet Herrschaftsbereich. Zuletzt geht es also darum vertrauensvoll anzunehmen, was Gott für uns bestimmt hat, auch wenn es schwere Wege sind. So werden wir immer näher zu dem hinwachsen, der das Haupt ist, Christus.

Er gibt uns die Kraft dazu. So werden wir Lichter, die leuchten in dieser Welt ohne Gottvertrauen.

Und bitte, ich bin darin selbst noch wenig reif.....mehr eine qualmende Funzel. Aber der Herr löscht den glimmenden Docht nicht aus. Nein, er facht ihn an.

Darauf hoffe ich.

https://www.youtube.com/watch?v=6Tr3h5Sonhc

Leah

Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.08.2018 00:55.

jovetodimama

53, Weiblich

  Motiviert

Beiträge: 159

Re: Matthäus 6,33

von jovetodimama am 10.08.2018 21:26

Wer nicht glaubt, dem wird sich die Wahrheit der Schrift nicht erschließen. =》 Möchtest Du über mich Richten?
Nein, wie kommst du darauf?

Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. (Joh. 13,34)

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Matthäus 6,33

von Burgen am 10.08.2018 20:07

Was ist Wahrheit - das sagte schon Pilatus vor 2000 Jahren.

Jesus sagte zu Natanael : Siehe, ein rechter Israelit, in dem kein Falsch ist. —- Fällt diese Aussage unter Wahrheit?

Fast möchte ich behaupten, dass jeder Mensch seine eigene Wahrheit lebt.

Und ja, Schlachter, Menge, Elberfelder, Gute Nachricht, und was alles der Bibelmarkt hergibt. Nicht zu vergessen die guten englischsprachlichen Bibeln.
Die Septuaginta, griechisch und Hebräisch, lateinisch.

Jede hat ihren eigenen Wahrheitsansatz.
Sehr interessant finde ich die konkordante Bibel. Zwei von ihnen sind zu kaufen. Jedenfalls das NT jeweils.
Da sind die ursprünglichen Wortbedeutungen Wort für Wort mit eingearbeitet, sodass sie beinahe wie ein biblisches Wörterbuch anmuten.

In unserem Sprachraum gibt es jedoch auch sehr viele gute Studienbibeln.
Sie sind teilweise mit einem großen Wortschatz und vielen Kommentaren ausgestattet.

Ich bezweifle, dass irgendjemand von den Mitgliedern so eine Studienbibel von vorne bis hinten sich einverleibt hat.
Das ist beinahe so aufwändig und anstrengend wie sicherlich der Besuch einer Bibelschule über 4 oder 5 Jahre.

Und ja, die Ausrichtung und Einstellung der Übersetzer , die Art der Sprache, das alles fließt mit hinein in einen Kommentar.
Letztlich geht es nicht darum, Wissen anzuhäufen, sondern Jesus mehr Raum im Herzen zu geben, ihn immer besser kennenlernen
und selber aus Glauben leben, wie die Traube 🍇 am Weinstock sein oder werden.

Naja, das geht nun vielleicht über den angesprochenen Mt 6,33 hinaus. Zumindest belebt er, wie wir hier feststellen können ...

Gruß
Burgen

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Gemeinsamkeit im Alltag

von Burgen am 10.08.2018 19:18

Oh, burgold. Weiter so. Ich liebe Geschichten aus dem Leben.
Diese obige könnte ich mir sehr gut vorstellen in einem Mädchenbuch, oder verfilmt mit Barbie.
Diese gibt es manchmal im Privatsender sonntags.
Ja, das kann ich mir wirklich gut vorstellen.
Manchmal lese ich bei Marktkauf solche Bücher schnell quer.

LG
Burgen

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Bergpredigt
Gelöschter Benutzer

Re: Matthäus 6,33

von Bergpredigt am 10.08.2018 19:10

Hallo Jovetodimama,

Und Trachten nach dem Reich Gottes heißt: Gottes Zusagen glauben und dann trotz aller vernunftgegebenen Zweifel danach handeln, anstatt in einem ersten Schritt sie anhand dessen, was wir von der Welt vor Augen haben, beurteilen zu wollen, um sie möglicherweise als unzutreffend zu widerlegen.

=》Wahrheit ist in meinen Augen immer wahr. Und Falsch ist immer Falsch. Soll heißen: Gottes Zusagen erfüllen sich in der R E A L I T Ä T. Ich glaube wir Christen dürfen mit offenen Augen durchs Leben gehen - ja sollen das sogar. Allerdings auch in Demut und in dem Bewußtsein unserer Unvollkommenheit. Wenn eine Zusage in der Realität nicht so erfahrbar ist gibt es lt. meiner Meinung mehrere Möglichkeiten:

a.) wir haben die Zusage falsch verstanden/interpretiert. Dann gilt es den Fehler bei sich zu finden im Verständnis. Das ist vermutlich im überwiegenden Teil so. Zumindest bei mir.

b.) Die Zusage ist z.B. falsch übersetzt und hat so gar nicht stattgefunden. Ich vetraue Blind meinem Herrn und Gott Jesus Christus. Aber ich vertraue nicht blind gedrucktem Papier - und wenn es die Bibel ist. Wir könnten jetzt über die Enstehungsgeschichte der Selben sprechen - aber das lassen wir besser. Aber ich gebe ein kleines unverfängliches Beispiel über die Unschärfe von z.B. Übersetzungen an:

"Du sollst nicht töten" oder "Du sollst nicht morden".
"Du sollst Deinem Bruder nicht zürnen" oder "Du sollst Deinem Bruder nicht ohne Grund zürnen".

Gewaltiger Unterschied, oder? Übrigens zwischen Elberfelder und Schlachter. Jetzt stell Dir das mal über die Jahrhunderte vor....

Ich vertraue auch nicht blind Aussagen meiner Geschwistern (nicht den heutigen und nicht den damaligen). Warum wohl? Aus Erfahrung!


Allein die Vorstellung, wir könnten möglicherweise eine Zusage Jesu mittels Gegenbeweisen widerlegen - absurd!

=》 Einer Aussage von Jesus direkt würde ich auch nicht widersprechen. Hat er Dir das persönlich gesagt? Oder hast Du das gelesen? Ich versuche sogar meine Bibel zu überprüfen weil diese durch Menschenhand ging. Und Menschen neigen zu Fehlern. Auch Gläubige. Damals wie Heute.

Jetzt sagt der Schriftgelehrte von Heute: Die Bibel ist mir Heilig und wurde von Gott bewahrt. Ja, schon. Aber welche denn. Die katholische hat z.B ein paar Bücher mehr...usw. usw. Der Urtext ist inspiriert. Hast Du den? Oder sind das auch nur Abschriften.

Nachdenken ist in meinen Augen daher durhaus erlaubt und keine Sünde, solange man sich seiner Unzulänglichkeit bewußt ist.


Wer nicht glaubt, dem wird sich die Wahrheit der Schrift nicht erschließen.
=》 Möchtest Du über mich Richten? Oder wie soll ich dss verstehen?



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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Matthäus 6,33

von Burgen am 10.08.2018 19:04

Genau, jovitomama.

In der Zusatzstelle zum Reich Gottes findet sich Römer 14,17 :

Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem Heiligen Geist. 18 Wer darin Christus dient,
der ist Gott wohlgefällig und bei den Menschen geachtet. 19 Darum lässt uns dem nachstreben, was zum Frieden dient und zur Erbauung untereinander.
20 Zerstöre nicht um der Speise Willen Gottes Werk. ...

Hier geht es dann in der Folge darum, ob die Speise rein oder unrein gilt.
In unserem Zusammenhang könnte es jedoch um unser Denken gehen, insofern, alsdass die Sorgen unterschwellig uns vereinnahmen und das
Vertrauen in Gott beeinträchtigt.
Dieses denkt und schreibt sich natürlich leichter als sein Denken ändern und zu beten um Hilfe.
Dieser Prozess tut oft weh.
Bei all dem brauchen wir keinesfalls allein 1u1 zusammenzählen. Denn der Heilige Geist in uns ist hilfreich und immer bereit.
Jesus hilf, ist ein wirksames Gebet.

LG
Burgen

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burgold

-, Weiblich

  Engagiert

Chatleitung

Beiträge: 379

Re: Gemeinsamkeit im Alltag

von burgold am 10.08.2018 18:27

Sind bei euch die Nächte auch so kalt geworden? 12/13 Grad fühlt sich nach der Hitze schon fast an wie Winter ....

Hier war es die Nacht 16 Grad , aber sehr windig . Also habe ich beim Zeitung verteilen ne dünne Jacke samt Weste drüber gezogen. Und doch als ich heim kam waren arme und beine ziemlich kalt geworden
diese Geschichte mit dem Esel ist urkomisch. Da hätte ich gerne Mäuschen gespielt. Herzlichen Dank fürs Teilen. ich laufe seitdem breit grinsend herum.

Ja denke oft an diese tollen Ereignisse zurück.
Was mn mit Pferden toll machen kann - wenn die einen voll vertrauen - Reiter verar.....
z.B. Reiter versuchen mit Stallhalfter und Führstrick bewaffnet ihr Pferd von der Weide zu holen. Die Pferde lassen den Reiter bis kurz vor den erreichen ran kommen , heben Kopf und springen dann 2 - 3 Galoppsprüngen nur weiter. Will ich lirgendwann dann die Pferde drinne haben - ein Ruf von mir und die ganze Herde kam angaloppiert und die fluchenden Reiter kamen hinterher getrottet.
Ich konnte mir zwar nie Reitstunden leisten , aber ich hatte ne Menge Freude an die Ponys und Pferde da und auch an Pedro. Tiere sind einfach so - wen sie mögen ,der hat einen guten Stand bei ihnen. z.B hatte eine Privat Pferdebesitzerin ihren belfor, ein großes braunen Pferd ( ich konnte mich mühelos unter seinen Kopf stellen und stieß nicht mal mit stehenden Haare dann an diesen an). Belfor war wählerisch , wen er mochte. Daher hatte sie nie jemanden bis dahin gefunden gehabt - der ihr ihn für die Reitstunde vorbereiten konnte , wenn sie mal Spät erst Feirabend hatte. Nun eines Tages sah sie verwundert , das wenn ich an seiner Box vorbei ging er mich fröhlich begrüßte und seinen großen Kopf brav absenkte damit ich seine Ohren kraulen konnte. Sie ließ mich dann testweise ihn mal putzen udnd war nochmehr verblüfft. Belfor war nicht nur absolut lammfromm unter mir - er half mir mit so gut es ging. Sprich zum Trense anlegen legte er zb seinen Koipf auf meine Schulter - so das ich ohne verrenkungen es erledigen konnte. Führte ich ihn rüber senkte er seinen kopf und trottet ganz genüßlich hinter mir her. Seit den Tag an konnte sie dann immer zur reitstunde kommen, ich habe bis auf das satteln ( der war zu schwer für mich und Pferd zu hoch) ihn vorbereitet. Sie mußte nur noch oben die Sattellage kurz putzen und dann satteln. Dafür durfte ich nach der Reitstunde das nassgeschwitze Pferd noch ein wenig  im Schitt auf den Platz bewegen. Belfor war so clever , er stellte sich an ein Gatter wo ich rauf klettern konnte und dann auf ihn klettern konnte. Beim Absteigen ging er dann zu einer art Treppe am Stall von wo aus ich gut absteigen konnte. Das war ein echt tolles Tier.
Irgendwann sagten mir dann die Privat reiter im Stall - das ich bei den Pferden die anerkannte Leitstute bin und sie mir daher willig folgen.Diese Position hatte ich bei allen Pferden auf den Hof und es war total toll. Während andere Helfer benötigten um ne Herde von einer entfernteren Weide zu holen , machte ich es alleine ,denn die Herde folgte mir ohne große Eile und hast . Ich hatte keinerlei Angst vor ihnen - eher vor Menschen , die grob zu ihnen waren. Schade das irgendwann den hof nicht mehr gab. aber zu den Zeitpunkt tat der Umgang mit den tollen Tieren, meinem  angeknacktsten Selbstbewußtsein sehr sehr gut.
Ich zitiere mal aus einer webseite was ne Leitstute ist
Als einziger Entscheidungsträger ist sie für die gesamte Herde das Gruppenmitglied mit der größten Bedeutung. Diese Stellung kann weder durch aggressives Verhalten, noch durch irgendwelche Tyrannei erreicht werden. Diese Position wird der Leitstute von der Herde angetragen. (Quelle http://www.rollinghoof.de/dominanz.html)
Also ein größeres Lob konnten mir die Pferde damals nicht geben.
Später hat Gott mir Menschen im Weg gestellt , die auch Lob für mich haben und brachte mir bei , das ich auch wichtig bin . Das was auf Erden eher klein und  unscheinbar ist - Gott sieht es. und nimmt es und macht was tolles daraus. Bei Gott zählt nicht ob ich arm oder reich bin - dick oder dünn. Er hat andere Werte und das macht ihn zu etwas mega mega einzigartigen. Daher liebe ich ihn und seine schöpfung so sehr.
(Sorry für meinen Roman - es überkam mich )

Zeph 3, 17 17 Der Herr, dein Gott, ist in deinen Mauern, er ist mächtig und hilft dir. Er hat Freude an dir, er droht dir nicht mehr, denn er liebt dich; er jubelt laut, wenn er dich sieht.

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jovetodimama

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Re: Matthäus 6,33

von jovetodimama am 10.08.2018 17:23

Ich sehe eine Zusage in der Bibel. Und sehe die Realität. Und kann mich nur wundern.
So wie Du schreibst, Bergpredigt, klingt Bitterkeit mit. Die musst Du zuerst aus Deinem Herzen schaffen.
Ich frage mich, frage Dich: Wo in Deinem Leben bleibt denn die Zusage Gottes unerfüllt?
Sie ist ja nicht bedingungslos an dieser Stelle, denn es heißt: Trachtet also zuerst nach dem Reich Gottes, und dies alles wird euch hinzugegeben werden.
Nach dem Reich Gottes trachten heißt unter anderem gerade auch, die Bitterkeit aus dem Herzen schaffen. (Funktioniert, wenn man die entsprechende Einsicht und den aufrichtigen Wunsch danach hat und täglich treu und konstant im Gebet darum bittet, das Jesus einem dabei helfen möge.)
Und Trachten nach dem Reich Gottes heißt: Gottes Zusagen glauben und dann trotz aller vernunftgegebenen Zweifel danach handeln, anstatt in einem ersten Schritt sie anhand dessen, was wir von der Welt vor Augen haben, beurteilen zu wollen, um sie möglicherweise als unzutreffend zu widerlegen. (Allein die Vorstellung, wir könnten möglicherweise eine Zusage Jesu mittels Gegenbeweisen widerlegen - absurd!)
Wer nicht glaubt, dem wird sich die Wahrheit der Schrift nicht erschließen.

Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. (Joh. 13,34)

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Bergpredigt
Gelöschter Benutzer

Re: Matthäus 6,33

von Bergpredigt am 10.08.2018 15:52

Hallo,

in Mt 6,33 geht es um das "Sorgen machen". Hier wird uns gesagt, dass wir das nicht tun sollen.

=》 Das ist klar. Habe ich verstanden und ist Ja auch verständlich. Denn durch "Sorgen machen" wird definitiv nichts besser. In der Praxis ist dies bei ausweglosen Situationen, menschlich gesehen, unmöglich. Darum gibts in meinem Verständnis (das mag aber falsch sein) das Versprechen das Gott für mich sorgen will. Dann wäre es in meinen Augen für einen demütigen, gläubigen Menschen wohl möglich. Den ich hätte eine feste Zusage.

Ich sags jetzt mal ganz einfach, menschlich: Das ist die Zusage der Sozialhilfe von Gott. Meine Grundbedürfnisse werden gestillt werden. Jetzt kann man natürlich noch über die Grundbedürfnisse streiten. Also bin ich jetzt, für meine Überlegung, ganz Bescheiden und gehe nur von Essen, Trinken und einem Dach über den Kopf aus. Selbst das ist doch, in der Realität, millionenfach nicht der Fall. 

Der Vergleich mit den Vögeln stimmt allerdings. Den weder bei den Vögeln noch beim Menschen funtioniert meine Denke. Es stimmt weder hier noch da.

Also frage ich ganz konkret:

Für einen Menschen der nichts mehr hat - was kann der mit dieser Zusage anfangen???

Und voralllem (und jetzt kommt die Steilvorlage) wie soll der keine Angst mehr haben können. Denn genau darum gehts doch.

Wenn da sinngemäß stehen würde:

Mach Dir keine Sorgen denn Du kannst durch Sorgen nichts verbessern, noch länger leben, aber Gott hat Dich nicht vergessen und wird Dich, spätestens nach Deinem Tode, wiederherstellen. Vergiss nicht Du lebst in einer gefallenen von Satan regierten Welt.

würde ich dies verstehen. Das könnte Hoffnung geben.

Aber so?

Ich sehe eine Zusage in der Bibel. Und sehe die Realität. Und kann mich nur wundern. 

Danke für Eure Hilfe!

PS: Die Verknüpfung mit "Trachtet erst nach dem Himmelreich" macht die Sache nicht einfacher. Denn ich höre schon förmlich die ersten Gläubigeb schreien (wie bei Hiob): Ja, da hast Du wohl nicht genug getrachtet....

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jovetodimama

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Re: Matthäus 6,33

von jovetodimama am 10.08.2018 15:50

Im Lateinischen heißt der Beginn von Vers 31: Nolite ergo solliciti esse
Das heißt übersetzt: Ihr sollt nicht (nolite) - also/folglich (ergo) - "solliciti" sein (esse). Zu "sollicitus" sagt das Wörterbuch: heftig, bewegt, erregt, unruhig, besorgt, gestört, ängstlich, vorsichtig.
Das heißt also: Wir dürfen vor-sorgen, also z.B. ein Sparbuch anlegen, bewusst Geld zurücklegen für den Fall, dass die Waschmaschine kaputtgeht o.ä. Denn dass wir das nicht sollten, steht da gar nicht.
Aber wir sollen und brauchen uns nicht sorgen in dem Sinne, dass wir ängstlich denken, wie wir über die Runden kommen werden, wie wir in der Rente leben werden, wie wir mit etwaigen Engpässen umgehen werden. Wir sollen und brauchen keine übertreibene Bevorratung im Keller betreiben, mit Wasser, Brot und Klopapier für mehr als ein halbes Jahr, weil es vielleicht einmal Krieg gibt. Wir sollen und brauchen unsere Zeit und unsere Gedanken nicht in die bestmögliche Geldanlage und alle möglichen mehr oder weniger sinnvollen Versicherungen stecken. Wir sollen und brauchen nicht ängstlich jede von der Krankenkasse bezahlte Impfung und Vorsorgeuntersuchung wahrnehmen. Denn die dafür eingesetzte Zeit und Kraft ist als Investition in das Reich Gottes weitaus besser angelegt.
Das Ende von Vers 33 heißt im Lateinischen: hæc omnia adjicientur vobis
Das heißt übersetzt: dieses alles (haec omnia, bezieht sich auf "was werden wir essen, was werden wir trinken, was werden wir anziehen", also kurz: die Grundbedürfnisse) wird euch hinzugefügt/hingestellt/hingeworfen werden (adjicientur vobis).
Dieser Vers sagt also, dass Gott als unser Vater dafür sorgen wird, dass wir hinsichtlich unserer Grundbedürfnisse ausreichend versorgt sein werden, notfalls wie Elia, den die Raben versorgten.
Beim Nachdenken über das Thema fällt mir auf: Bei allen Berichten, von denen ich weiß, über oder von Christen, die Hunger, Durst oder sonst hinsichtlich ihrer Grundbedürfnisse gravierend Mangel litten, geschah dieser Mangel nicht aufgrund von Dürre, Missernten oder dergleichen, sondern aufgrund von Verfolgung. Dass es von der Zeit der ersten Gemeinde an bis heute immer wieder auch Ermordungen aufgrund von Verfolgung gab und gibt, wissen wir. Mir ist aber auch der autobiografische Bericht eines Christen bekannt, der in der Verfolgung im Gefängnis in Totalhungerstreik trat, nichts mehr aß und trank, und dies über 79 Tage, bis er Besuch erhielt und in diesem Rahmen das Abendmahl feierte, und überlebte. (Er konnte später nach Europa fliehen.)

Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. (Joh. 13,34)

Antworten Zuletzt bearbeitet am 10.08.2018 15:50.
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