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Pal

67, Männlich

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Beiträge: 2513

Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?

von Pal am 11.09.2018 09:49

Leah: ...dass man dieses "mit sich selbst sein" in der Versammlung nicht tun soll.

Da stimme ich mit dir überein, dies sollte im "stillen Gebetskämmerlein" allein geübt werden.

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solana

-, Weiblich

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Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Moderne Verführung - Evangelium light?

von solana am 11.09.2018 09:39

Nein, Leah, so kann ich es nicht sehen.
So formuliert wird der Glaube auf die Stufe eines "Werkes" erhoben, mit dem der Mensch sich selbst erlöst.

Gott erlöst durch seine Liebe aus Gnade.
Und zieht uns damit zu sich, wenn wir uns von dieser Liebe überzeugen lassen und uns darauf einlassen.
Das ist eine Antwort im Glauben, ja.
Eine Antwort auf Gottes Liebe. Und dieser Glaube ist ein vertrauendes Sich-Einlassen auf Gott, kindlich und liebend, getrieben vom Heiligen Geist, der in uns ruft: "Abba, lieber Vater!"
Keine intellektuelle Leistung.

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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Jonas

54, Männlich

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Beiträge: 328

Re: Von Gott kommt die Not im Leben der Menschen?

von Jonas am 11.09.2018 09:31

Wo habe ich deine Aussage verdreht?

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Leah
Gelöschter Benutzer

Re: Von Gott kommt die Not im Leben der Menschen?

von Leah am 11.09.2018 09:29

Hallo Jonas,

Du verdrehst meine Aussagen.  Warum? Um Deinen Nichts-Gott zu präsentieren?

Leah

Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.09.2018 09:30.

Leah
Gelöschter Benutzer

Re: Moderne Verführung - Evangelium light?

von Leah am 11.09.2018 09:28

Hallo Solana,

Das Problem ist, dass es falsch ist, Gott aus Angst vor der Hölle nachzufolgen und falsch, es deshalb zu tun, weil er liebt. Richtig ist es, Gott zu glauben, was er sagt. Das ist rettender Glaube und so ergibt sich das Problem von alleine.

Deshalb können wir nur als Werkzeuge zu dem Werk Gottes beitragen, einen Sünder zu überführen. Der Herr selbst, und nur er, ist der Anfänger uns Vollender des Glaubens, der rettet.

Willhelm Busch hat einmal in einer Predigt gesagt (sinngemäß), wer noch nicht von Gott überführt wurde, welch ein elender und verlorener Sünder er ist, der kann gehen, denn das, was ich jetzt sage, ist nicht für ihn. Das würde man sich heute, etwas mehr als  50 Jahre später, nicht mehr trauen.

Leah

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Leah
Gelöschter Benutzer

Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?

von Leah am 11.09.2018 09:23

Hallo Pal,

ich kenne die Verse, die darüber reden, dass man sich mit Zungenrede selbst erbaut, wenn sie von den anderen nicht verstanden wird. Da Paulus im Kontext aber ermahnt, dass man dafür sorgen soll, dass sie verstanden wird, indem einer nach dem anderen redet und immer einer auslegt, ist das eher so gemeint, dass man dieses "mit sich selbst sein" in der Versammlung nicht tun soll. Hier soll ja einer dem anderen mit seinen Gaben dienen.

Leah

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solana

-, Weiblich

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Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Moderne Verführung - Evangelium light?

von solana am 11.09.2018 09:23

Ja, die Hölle ganz unter den Tisch fallen zu lassen, weil sie nicht mehr "zeitgemäss" ist, ist dann das andere Extrem.

Das Wichtigste, finde ich, ist aber, dass im Zentrum der Verkündigung die frohe Botschaft des Evangeliums von der Liebe Gottes steht. Und dass Menschen sich von dieser Liebe überzeugen und überwältigen lassen und "freiwillig", in antwortender Liebe und von Herzen, mit Freude und Dankbarkeit ihm nachfolgen.
Nicht getrieben von Angst mit der Motivation, ja die Hölle zu vermeiden ....

Tod und Verdammnis sind nun mal die Kehrseite von einem Leben in Fülle und Segen und Herrlichkeit.

Aber nicht die Angst vor der Kehrseite sollte der Antrieb sein, denn der wird nie in Liebe münden.
Gott lässt uns doch die freie Entscheidung für oder gegen ihn, weil er unsere Liebe will, dass wir gerne und mit Freude seine Gemeinschaft suchen, ihm vertrauen und uns ganz rückhaltlos auf ihn einlassen, ohne Angst vor Strafe - von der es im 1. Johannesbrief heisst, dass sie nicht in der Liebe ist.
Man kann Menschen nicht mit Angst und Liebe gleichzeitig zu Gott führen wollen - entweder oder.

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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Jonas

54, Männlich

  Engagiert

Beiträge: 328

Re: Von Gott kommt die Not im Leben der Menschen?

von Jonas am 11.09.2018 09:19

Dass Gott alles seiende ist, ist Tao/Dao.

Wenn es richtig ist, ist es gleichgültig ob es Tao, Hinduismus oder sonstwas ist.

Gott ist das Sein.
Es ist das Sein und das Nichts, das sind die Bausteine des Daseins.
Das Sein, das Gute und das Nichtsein, die Abwesenheit des Guten, das Böse.

Es ist das Licht und die Abwesenheit desselben, die Finsternis.

Abgesehen davon wurden diese Worte >Sein< >Dasein< nicht aus fernöstlichen Tratitionen übernommen, sonder aus dem lateinischen >existenzia< = >Existenz< abgeleitet.

Wenn Gott allmächtig ist, heilig, gut, Liebe und vollkommene Gerechtigkeit (und weiteres), und über allem ist, wie kann man dann sagen, dass das, was geschieht, nicht von Gott ist, auch wenn es in dem Sinne von Gott ist, dass er zulässt. Ist er denn nicht allmächtig, es abzuwenden? Warum tut er es nicht? Weil er böse ist?

Deine Definition des Begriffes Allmacht ist ein Ausdruck von Ohnmacht.
Gott kann eben nicht alles, er kann morgen nicht gerade ungerade sein lassen und aus einem Ja ein Nein machen.
Denn das wäre ein Widerspruch zur Gottheit selbst, die ein Garant von exakter Ordnung ist.
Es wäre das Böse.

Denn ein Merkmal der Wahrheit ist außerdem, das sie ewig ist und sich nicht von Zeit zu Zeit ändert, denn dann wäre das was gestern noch wahr gewesen wäre  heute schon im Widerspruch dazu bzw eine Lüge.

Gott kann nichts böses tun ohne sich selbst hinwegzufegen.
Genaugenommen kann Gott überhaupt nichts Böses tun, weil es in seinem Wesen nicht vorhanden ist.

Wenn du Allmachst so definierst, als dass man machen kann was einem gerade so in den Sinn kommt, kommt am Ende Ohnmacht heraus, denn es zerstört dann eine Ordnung und geht ins Chaos über.

Recht hast du Leah wenn du schreibst, auch das Böse muß Gott dienen um an sein anvisiertes Ziel zu kommen.Denn das ist ein Ausdruck von Macht.

Mit besten Grüßen

Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.09.2018 09:46.

Jonas

54, Männlich

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Beiträge: 328

Re: Von Gott kommt die Not im Leben der Menschen?

von Jonas am 11.09.2018 09:16

Einen guten Morgen an alle

Vielen Dank Solana für deine treffende Formulierung.

Es ist wohl so Leah, dass, wenn du Gott als Quelle der Not beschreibst, den Pantheismus redest, also alles sei irgendwie Gott.
Das Gute und das Böse.
Hierbei löst sich der personale Gott in irgendetwas Unbestimmtes auf.

Du bist  mit deiner Formulierung daher näher an den fernöstlichen Religionen als am Christentum.
Du vermagst das Leiden, die Not, das Elend nicht wirklich aus dem Wesen Gottes herauszuhalten, wenn du schreibst,
„Natürlich ist Gott nicht einer, der das Böse tut, aber erlässt es zu zu einem höheren Ziel. Und er lässt Leid zu aus dem selben Grund. Leid ist nicht daher nicht das selbe wie böse .... Gott gibt also Leid, aber nicht das Böse.".

Leid ist die Folge des Bösen.Das Böse wird nicht zugelassen, das Böse ist.

Vor der Schöpfung war Gott als die Einheit, das was ewig ist, ohne Anfang und ohne Ende.
Gott kann deshhalb auch nur ein Wesensmerkmal haben, nämlich gut bzw Liebe zu sein.
Gott ist die Liebe und als diese grenzenlos.
Zwei, Liebe und Hass, haben in der Einheit, keinen Raum.
Solltest du es aber dennoch  zu denken versuchen, verstrickst du dich in unlösbare Widersprüche.

Als Lösung hatten die meisten Kulturen den Vielgötterglauben anzubieten, während sich zB der Buddhismus der Frage nach Gott gänzlich enthielt.

Im Augenblick der Schöpfung, dort wo das Eine aus sich heraustritt, dem Ur-Teil, dort wo Vielfalt entsteht, entsteht aus sich heraus das Böse.
Das ist unvermeidlich.
Viele Menschen, viele Einzelne die voneinander getrennt sind.
Das Böse ist es, diese Trennung untereinander aufrecht zuerhalten bzw voranzutreiben, das durch die Sünde passiert, während die Liebe auf Einheit abzielt.

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Pal

67, Männlich

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Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?

von Pal am 11.09.2018 09:05

Solana: Diese Gefahr ist eben immer da, wie mit allem, was Gott schenkt, dass es in egoistischer Weise missbraucht werden kann ...

die Möglichkeit besteht immer, wie es hier Paulus am eigenen Leibe, bitter durchlitt=>
2Ko 12:7 Und auf daß ich mich nicht durch die Überschwenglichkeit der Offenbarungen überhebe...

Solana: So fand ich das Ganze überzeugend und es hat mich sehr bewegt und beeindruckt....

Das meine ich mit dem "Kind" im Badewasser...

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