Von Babel nach Pfingsten

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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Jesaja 50,4 - bezüglich Zungenrede

von nennmichdu am 24.03.2017 05:39

Der erste Teil von Jesaja 50,4 fehlte noch:

4 Gott der HERR hat mir eine Zunge gegeben, wie sie Jünger haben, dass ich wisse, mit den Müden zu rechter Zeit zu reden. Alle Morgen weckt er mir das Ohr, dass ich höre, wie Jünger hören.

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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Zungenrede

von nennmichdu am 24.03.2017 05:35

Hallo Burgen,


wir sprechen über den Heiligen Geist und seine Auswirkungen für diejenigen, die Jesus nachfolgen.


Markus 16,17-18

Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Zungen reden;
werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden; Schwachen werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.



Zu Pfingsten geschah nun folgendes:

Apostelgeschichte 2

1 Und als der Tag des Pfingstfestes (wörtlich Tag des 50. - Wochenfest/Darbringung der Erstlingsgabe) erfüllt war, waren sie alle an einem Ort beisammen.
2 Und plötzlich geschah aus dem Himmel ein Brausen, als führe ein gewaltiger Wind daher, und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen.
3 Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich auf jeden Einzelnen von ihnen.
4 Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an in anderen Sprachen (oder Zungen) zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

Die umstehenden gottesfürchtigen Menschen, die aus allen Herrenländern angereist waren - zur Darbringung der Erstlingsgabe/dem Wochenfest - dem Jubeljahr (dem 50.) dem Erlassjahr  --- was hatte doch Jesus für alle Menschen erwirkt..?

hörten sie nun in ihrer eigenen Mundart/Sprache Gottes große Taten loben.... 

Jesaja 50,4
Er weckt mich, ja Morgen für Morgen weckt er mir das Ohr, damit ich höre, wie Jünger hören.


was ist nun Lobpreis:

wie hören wir sie von den großen Taten Gottes in unseren Sprachen reden....


was ist Anbetung:

was schon im Wort "Anbetung" als Wortstamm drinsteckt  -- ein Bitte an  - jemanden richten... 

Mt 4,9 und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest.



Übrigens fiel man dann zur Ehrerbietung Gottes nicht auf den Rücken sondern auf sein Antlitz:


1. Samuel 5
1 Die Philister aber hatten die Lade Gottes weggenommen und brachten sie von Eben-Eser nach Aschdod.
2 Dann nahmen sie die Lade Gottes und brachten sie in das Haus Dagons und stellten sie neben Dagon.
3 Und als die Leute von Aschdod am andern Morgen sich früh aufmachten und in das Haus Dagons kamen, sahen sie Dagon auf seinem Antlitz liegen auf der Erde vor der Lade des HERRN. Und sie nahmen Dagon und stellten ihn wieder an seinen Ort.
4 Aber als sie am andern Morgen sich wieder früh aufmachten, fanden sie Dagon abermals auf seinem Antlitz auf der Erde vor der Lade des HERRN liegen, aber sein Haupt und seine beiden Hände abgeschlagen auf der Schwelle, sodass der Rumpf allein dalag.
5 Darum treten die Priester Dagons und alle, die in Dagons Haus gehen, nicht auf die Schwelle Dagons in Aschdod bis auf diesen Tag.

Hiervon wird übrigens der Aberglaube abgeleitet, seine Frau bei der Hochzeit über die Schwelle des Hauses zu tragen.... 


wahre Anbetung - im Geist und in der Wahrheit - ist dann das, was in Römer 12 beschrieben steht..

Römer 12,1:
Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Von Babel nach Pfingsten

von Burgen am 23.03.2017 09:53

Ja, bei der Ausgießung des Heiligen Geistes war eine Folge, dass unterschiedliche Menschen plötzlich 

andere Menschen in ihrer eigenen Sprache verstehen konnten. Und es ging um Gottes Botschaft.

Und sicherlich auch Anbetung und Überschwang der Freude.

So wie Paulus später in Sprachen redete, lob und pries er Jesus und war ganz auf Gott ausgerichtet.

Vergleichbar mit einem Lobpreis- und Anbetungsliedgebet.

Doch oft gibt es heute während z.B. Fürbitte nach einem GD in persönlichen Gebetszeit von einem Menschen zum anderen Menschen, dass es in den Ohren wie Gelalle klingt.
Der Betende beginnt in normaler Sprache und geht dann in Gelalle über, sodass der andere nichts mehr versteht und einfach so dasteht und dem Gelalle ausgesetzt ist bis der Fürbitter fertig ist.

Aber, es ist natürlich auch so
1. das Wort hat
Kraft 2. ist Kraft. Kann weiche Beine zur Folge haben und auch bewirken, dass er hinfällt. Manchmal kann er das Fallen abwenden, manchmal wird er von der Kraft überrascht. 

3. Normale Worte reichen vielfach nicht aus um Gott die Ehre zu geben. 
Und dennoch, Gott hat uns einen reichhaltigen Wortschatz gegeben, die wir, jeder für sich, ausgibig nutzen dürfen.

Gruss
Burgen



 

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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Re: Von Babel nach Pfingsten

von nennmichdu am 23.03.2017 08:45

Guten Morgen Cleopatra,

ich habe noch nie Babel und Pfingsten gemeinsam betrachtet.

Ich sehe auch einen großen Unterschied zwischen beiden Vorfällen.


möchte ich gerne draufeingehen, auch wenn ich die Gemeinsamkeiten erstmal  aufzeigen wollte...


In Babel war es so, dass die Menschen ihren Stolz wiedermal hervorheben wollten. Sie wollten sich einen Namen machen. Sie dachten nur an sich.


Aber danke für die neue Anregung und Ergänzung, Cleopatra,

sie wollten sich EINEN Namen machen, liefen sie doch Gefahr - nachdem die Menschen über die Nachfahren Kains begonnen hatten, das sich ein Mann zwei Frauen nahm  - und es nicht mehr nur bei einer Stammmuter/Stammvater blieb...


1. mose 4

23 Und Lamech sprach zu seinen Frauen: Ada und Zilla, höret meine Rede, ihr Frauen Lamechs, merkt auf, was ich sage: Einen Mann erschlug ich für meine Wunde und einen Jüngling für meine Beule.
24 Kain soll siebenmal gerächt werden, aber Lamech siebenundsiebzigmal.


das ihre Familienstammbäume und damit auch Kulturkreise und Sippengebräuche sich ins uferlose verliefen


Als Folge kam dann von Gott keine Strafe, sondern ein Schutz, für diejenigen, die dann nach seinem Namen mal genannt werden sollten..

Auf das die Menschen nicht in ihrem Versuch aus ihrem bösen Herzen heraus all das Volllbringen, was Gottes Namen vergessen lässt - nämlich die Erhebung eines (Menschen) Namens


Bei Pfingsten, als die Sprachenrede herabkam, wurden bereits Sprachen gesprochen, die exestierten.
Der Grund war aber nicht der eigene Name, sondern Gottes Name, der groß gemacht wurde.
Es ging um Gottes Verherrlichung.


Nein - es ging darum, das die Menschen in der Zerstreuung, in der sie nach Babel gefallen waren und nun sich von Gott Heil erhofften, ihm huldigen wollten, wieder zusammengeführt werden sollten, auf das sie eines Sinnes und einer gemeinsamen  LEHRE und Sprache werden mögen

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Cleopatra
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Re: Von Babel nach Pfingsten

von Cleopatra am 23.03.2017 07:26

Guten Morgen,

ich habe noch nie Babel und Pfingsten gemeinsam betrachtet.

Ich sehe auch einen großen Unterschied zwischen beiden Vorfällen.

In Babel war es so, dass die Menschen ihren Stolz wiedermal hervorheben wollten. Sie wollten sich einen Namen machen. Sie dachten nur an sich.
Als Folge kam diese Strafe.

Bei Pfingsten, als die Sprachenrede herabkam, wurden bereits Sprachen gesprochen, die exestierten.
Der Grund war aber nicht der eigene Name, sondern Gottes Name, der groß gemacht wurde.
Es ging um Gottes Verherrlichung.

Lg Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Von Babel nach Pfingsten

von nennmichdu am 23.03.2017 06:07

Längere Zeit beschäftigte mich das Thema Sprachengebet, Zungenreden, Ruhen im Geist, geistige Kriegsführung und Gemeinden,  die dem heiligen Geist eine spezielle Gewichtung/Bedeutung zumessen, die ich so nicht finden kann.

Heute möchte ich meine Gedanken dazu hier ausbreiten.

Am Turmbau zu Babel zeigte sich der Versuch des (seit Eden) von Gott getrennten Menschens sich einen (bleibenden) Namen zu machen, im Hinblick auf die bereits eingesetzte Gewaltspirale des gefallenen (sündigen) Menschens infolge von Schuld und Vergeltung. Ein "Teufelskreislauf", der dazu führte, das sich die Menschheit im Kampf um Ressourcen bei steter Bevölkerungszunahme  immer weiter zu zerstreuen neigte.

1. Mose 11
1 Und die ganze Erde hatte ein und dieselbe Sprache und ein und dieselben Wörter.
2 Und es geschah, als sie von Osten aufbrachen, da fanden sie eine Ebene im Land Schinar und ließen sich dort nieder.


Gottes Reaktion darauf:

5 Und der HERR fuhr herab, um die Stadt und den Turm anzusehen, die die Menschenkinder bauten.
6 Und der HERR sprach: Siehe, ein Volk sind sie, und eine Sprache haben sie alle, und dies ist erst der Anfang ihres Tuns. Jetzt wird ihnen nichts unmöglich sein, was sie zu tun ersinnen.
7 Auf, lasst uns herabfahren und dort ihre Sprache verwirren, dass sie einer des anderen Sprache nicht mehr verstehen!

Die Menschen verstanden nun einander nicht mehr - ganz im Sinne von

Jes 53,6 Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg; aber der HERR ließ ihn treffen unser aller Schuld.   --- Schuldenerlass...

-  
ein jeder hing seinen Gedanken, seinen Interessen nach, sah die Welt aus seinen eigenen Augen und formulierte hierfür seine eigenen Worte, fand seine eigene Sprache, Mutters oder Vaters Sprache.

Wenn wir nun zu Pfingsten kommen - 50 Tage nach Jesu Auferstehung, dann erinnert uns dies an das altentestamentliche Erlassjahr nach 7 mal 7 Jahren.

3. Mose 25
13 In diesem Jahr des Jobels   
- (Das hebr. Wort jobel bedeutet ursprünglich "Widder", "Widderhorn". Da man das Erlassjahr durch das Blasen des Jobel-Horns eröffnete, wurde das Erlassjahr auch Jobeljahr genannt)
sollt ihr jeder wieder zu seinem Eigentum kommen.

Pfingsten ist dann der Tag gewesen, wo der heilige Geist auf die Menschen fiel, die Jesus erwarteten, nachdem sie ihm begegnet sind und er ihnen den "Tröster" den heiligen Geist verheißen hatte.

Als dies geschah - berichtet in Apostelgeschichte 2

1 Und als der Tag des Pfingstfestes erfüllt war, waren sie alle an einem Ort beisammen.
2 Und plötzlich geschah aus dem Himmel ein Brausen, als führe ein gewaltiger Wind daher, und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen.
3 Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich auf jeden Einzelnen von ihnen.
4 Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.
5 Es wohnten aber in Jerusalem Juden, gottesfürchtige Männer, von jeder Nation unter dem Himmel.
6 Als aber dieses Geräusch entstand, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt, weil jeder Einzelne sie in seiner eigenen Mundart reden hörte.

 Erleben wir eine Umkehrung der Sprachenverwirrung, die beim Turmbau zu Babel geschah. Betreffend nicht nur die Jünger, die Jesus kannten und ihm gefolgt waren, sondern  - wie es in Vers 5 heißt - gottesfürchtige Männer (Frauen sind hier wohl grundsätzlich nicht auszuschließen), von jeder Nation unter dem Himmel. Ja eine Erweiterung - denn nun versteht plötzlich jeder den anderen in seiner Sprache - obwohl er die nie gelernt hatte.

Nun kann ich diesbezüglich nur von mir reden, denn ich habe schon viel "Sprachengebet/Zungenrede" in manchen Gemeinden vernommen und wenn ich es auch nicht wörtlich (sondern oft nur bildlich) verstanden habe, so hatte ich doch teilweise den Eindruck, das manche "Auslegung" eines Sprachengebetes nicht das traf, was derjenige dort kund werden ließ. So bin ich diesbezüglich skeptisch gegenüber manchen "Auswüchsen" von dem sogenannten Sprachengebet oder der Zungenrede, die in manchen Gemeinden praktiziert wird.

Denn dort wo es zu Spaltungen in Gemeinden führt, kann dies nicht Gottes Willen entsprechen, wo doch Gott die Einheit sucht, wo Glaubensgeschwister im heiligen Geist nur eins sein können, werden sie doch durch denselben Geist bewegt und getrieben, Worte auszusprechen und Werke zu tun, die dann nur in eine Richtung zielen können. Letztendlich Gott die Ehre zu geben, um dann ein Zeugnis darzustellen, wie die erste Gemeinde zu Pfingsten es besaß:

Apostelgeschichte 2
44 Alle Gläubiggewordenen aber waren beisammen und hatten alles gemeinsam;
45 und sie verkauften die Güter und die Habe und verteilten sie an alle, je nachdem einer bedürftig war.
46 Täglich verharrten sie einmütig im Tempel und brachen zu Hause das Brot, nahmen Speise mit Jubel und Schlichtheit des Herzens,
47 lobten Gott und hatten Gunst beim ganzen Volk. Der Herr aber tat täglich hinzu, die gerettet werden sollten.

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